Atos-Chef Thierry Breton
Atos-Chef Thierry Breton (Bild: Eric Piermont/AFP/Getty Images)

Ein sehr gewagter Schritt

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Shaw: Es ist richtig, dass die E-Mail derzeit in unsere Arbeitsprozesse und -abläufe eingebunden ist, dieses Instrument infrage zu stellen ist natürlich ein sehr gewagter Schritt. Wir haben anfangs eine Menge kritischer Kommentare zu unseren Ankündigungen bekommen. Bei dieser Kritik wurde interessanterweise nie unsere Analyse infrage gestellt, dass das Instrument E-Mail dem gestiegenen Kommunikationsbedarf nicht gewachsen ist.

Wir sehen immer deutlicher, dass soziale Software wie Bluekiwi Vorzüge gegenüber der E-Mail bieten kann. Wir wissen mittlerweile auch, dass der bessere Einsatz von Knowledge-Management, Instant Messaging, Telefon- und Videokonferenzen und direkte Interaktion der Organisation hilft. Unser Mantra ist, dass wir das richtige Instrument für den richtigen Zweck einsetzen. Aus diesem Grund liegt der Fokus unseres Projektes und meiner Arbeit darauf, einen kulturellen Wandel zu initiieren.

Golem.de: Mit welchen neuen Kommunikationstechniken arbeiten Sie nun?

Shaw: Wie viele andere Unternehmen arbeitet Atos mit einer Kombination aus E-Mail, Instant Messaging, Wiki, Knowledge-Management und Konferenztechnologie. Darüber hinaus haben wir Systeme für Service Desk, Projektmanagement und Enterprise-Resource-Management im Einsatz. Was uns nun von anderen Unternehmen abgrenzt, ist die Installation des sozialen Netzwerkes Bluekiwi als Ersatz für E-Mail. Wir haben im Oktober 2012 mit der Installation der Software begonnen, mittlerweile haben 8.000 von unseren weltweit 74.000 Mitarbeitern Zugang zum System und machen die ersten Schritte. Unser Ziel ist es nun, bis Ende des Jahres diese Entwicklung zu beenden.

Bluekiwi wird E-Mail- und Wiki-Funktionalitäten übernehmen, kommt aber auch mit Blog, Microblog, Kollaboration, Teilen, Like und Suchfunktionen.

Im Zentrum werden Communitys stehen, dies können Projektgruppen oder feste Teams sein, die ihre Zusammenarbeit über gemeinsame Plattformen gestalten. Die Idee dahinter ist es, Materialien und Daten möglichst zentral über geregelte Zugänge verfügbar zu machen. Wer sich informieren will oder muss, der geht aktiv auf diese Plattformen, statt die wenigen relevanten E-Mails aus der riesigen Menge von irrelevanter Post herauszufiltern, die jeden Tag auf uns einströmt. Für diesen Ansatz nutzen wir dann ein Set verschiedener Instrumente: Wikis, Chats, gemeinsame Datenablagen. Zusätzlich installieren wir derzeit das Enterprise Social Network Bluekiwi in Frankreich und Indien - in Deutschland planen wir die Einführung im zweiten Quartal 2013.

 Zero-E-Mail: Atos-Mitarbeiter sahen E-Mail-Abschaffung kritisch

Chevarez 11. Feb 2013

Und stell dir das dann mal in Kombination zum leider abgesägten Google Wave vor. Das wäre...

Chevarez 11. Feb 2013

Ich glaube, was er sagen wollte ist, dass wer nicht vernünftig mit E-Mails umgehen kann...

Chevarez 11. Feb 2013

Deshalb geht es bei Atos ja auch nicht um Zero-Mail per se, sondern um Zero-Mail für...

Chevarez 11. Feb 2013

Nicht, dass ich gegen neue Kollaborations- und Kommunikationstools und den Wegfall von E...

Chevarez 11. Feb 2013

http://incubator.apache.org/wave/ http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Wave Meiner Meinung...

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