Zensur Iran will Google und Gmail blockieren

Iranische Internetnutzer sollen ohne Google und Gmail auskommen. Die Behörden wollen den Zugang zu den Diensten sperren. Angeblich haben Nutzer sie wegen eines auf Youtube veröffentlichten antiislamischen Videos dazu aufgefordert.

Anzeige

Die iranischen Behörden wollen den Zugang zu Google und dem E-Mail-Dienst Gmail sperren. Beide Dienste sollen bis auf weiteres gesperrt werden, erklärte Abdolsamad Khoramabadi, ein Mitarbeiter der für die Internetzensur zuständigen Behörde.

Als Anlass für die Maßnahme nähmen die Behörden ein antiislamisches Video, das kürzlich auf Googles Videoportal veröffentlicht wurde, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian unter Berufung auf die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Ilna. Die Bürger hätten die Behörden zu diesem Schritt aufgefordert, behauptete Khoramabadi. Ob die Angebote zeitweise oder dauerhaft gesperrt werden sollen, ist unklar.

Gesperrt oder erreichbar?

In der Nacht zum Sonntag hätten sie Google noch aufrufen können, sagten iranische Internetnutzer dem Guardian. Der Zugang zu Gmail sei in Teheran nicht mehr erreichbar gewesen, berichtete ein Nutzer. Ein Nutzer aus Isfahan hingegen erklärte, Gmail noch aufrufen zu können. Über den Dienst Blocked in Iran sind am Montag sowohl Google als auch Gmail erreichbar. Youtube hingegen ist nicht aufrufbar. Mit Blocked in Iran soll sich prüfen lassen, welche Websites im Iran zensiert sind.

Die Maßnahme könnte im Zusammenhang stehen mit der Einführung eines nationalen iranischen Kommunikationsnetzes, das die Regierung in Teheran einrichten will. Nach Angaben des Kommunikationsministeriums sind inzwischen alle Behörden an das System angeschlossen. Im August sollte das nationale Kommunikationsnetz starten, hatte das Ministerium im Frühjahr erklärt.

Islamisches Netz

2011 hatte die iranische Regierung angekündigt, sie wolle ein Kommunikationsnetz einrichten, über das nur Inhalte abgerufen werden können, die in Einklang mit islamischem Recht stehen. Der Iran gehört zu den Ländern, die das Internet am stärksten zensieren.

Ein iranischer IT-Spezialist, der Kenntnis über das Netzprojekt hat, sagte dem Guardian, dass das nationale Intranet vor allem der Sicherheit dienen soll. Nach der Stuxnet-Attacke hätten die Behörden Maßnahmen ergreifen wollen, damit so etwas nicht noch einmal geschehe. Durch die Abschottung wollten sie verhindern, dass über das Internet auf vertrauliche Daten oder auf sicherheitsrelevante Systeme zugegriffen werden könne.


__destruct() 28. Sep 2012

Die normalen bilden doch die Masse und die hat es eben nicht geschafft, in westliche...

tomate.salat.inc 25. Sep 2012

Ich hätte das Video vorher nicht angesehen, wenn es von denen nicht so "gehyped" worden...

Phreeze 25. Sep 2012

+1. Religion ist keine Bremse für Evolution/Fortschritt, sondern ne Sperre. Kein Wunder...

JTR 24. Sep 2012

Iran hat die UNO offiziell angefragt, ob man die Erdrotation für 1h anhalten kann, damit...

Spaghetticode 24. Sep 2012

Toller Witz. Ich glaube, diese Aussage ist so gelogen, dass sich die Balken biegen. Wenn...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektleiter/in
    Landeshauptstadt München, München
  2. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  3. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  4. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Display Scanout Engine: Xbox, streck das Bild!
Display Scanout Engine
Xbox, streck das Bild!

Die Xbox One berechnet viele Spiele nicht nativ in 1080p. Stattdessen vergrößern ein Hardware-Scaler oder einige Softwareschritte niedrigere Auflösungen. Beide Lösungen bieten Vor- und Nachteile, welche die Bildqualität oder Bildrate beeinflussen.

  1. Xbox One Upgedated und preisgesenkt
  2. Xbox One Microsoft denkt über Xbox-360-Emulation nach
  3. Xbox One Inoffizielle PC-Treiber für Controller erhältlich

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

    •  / 
    Zum Artikel