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Zwei an Krebs verstorbene Samsung-Arbeiter: Proteste in Südkorea im Juli 2011
Zwei an Krebs verstorbene Samsung-Arbeiter: Proteste in Südkorea im Juli 2011 (Bild: Truth Leem/Reuters)

ZDF-Magazin "Frontal 21" Samsung-Forscher leugnet krebserregende Stoffe in Fabriken

Samsungs eigenes Institut ist sich ganz sicher, dass der Konzern absolut keine Schuld an mindestens 140 krebskranken Arbeitern trägt. Doch unabhängige Wissenschaftler haben Benzole bei Samsung festgestellt.

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Kim Soo-Geun, Leiter des Samsung Health Research Institute, hat jeglichen Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen in Samsungs Fabriken und Krebserkrankungen bei den Arbeitern bestritten. Blutkrebs erregende Stoffe wie Benzole würden bei der Produktion nicht verwendet, sagte er dem ZDF-Magazin Frontal 21.

Samsung gehörte zu den Konzernen, die für den Schmähpreis Public Eye 2012 nominiert wurden. Die Vorwürfe der Aktivisten gegen Samsung lauteten auf Einsatz teils verbotener, hochgiftiger Stoffe in der Produktion, ohne die Arbeiter zu informieren oder zu schützen. "Mindestens 140 Arbeiter sind deshalb an Krebs erkrankt, mindestens 50 junge Arbeiter daran gestorben. Samsung streitet trotz klarer Beweislage seine Verantwortung ab und diskreditiert die Erkrankten und Verstorbenen samt ihrer Angehörigen öffentlich", behaupteten die Initiative Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz. Der Konzern habe in seiner 50-jährigen Geschichte Umweltverschmutzung, Gewerkschaftsunterdrückung, Bestechung und Steuerflucht betrieben.

Laut Frontal 21 widersprechen die Aussagen von Kim Untersuchungen unabhängiger Wissenschaftler der Seoul National University: "Die hatten Benzole bei Samsung festgestellt", so Frontal 21. Außerdem habe professionelles Management gefehlt, mit dem Samsung hätte messen können, welche Chemikalien sich tatsächlich in der Zulieferkette befanden, so Professor Paek Do-myung gegenüber Frontal 21.

Vergangenes Jahr gab das Verwaltungsgericht von Seoul dem Vater der ehemaligen Arbeiterin Hwang Yumi Recht, die im Alter von 21 Jahren an Leukämie starb. Sie sei erkrankt, weil sie "während ihrer Arbeit anhaltend verschiedenen giftigen Chemikalien ausgesetzt wurde", so das Gericht laut Frontal 21. Doch davon will Samsung nichts wissen. "Krebs tritt als Krankheit häufig auf, auch ohne besondere Auslöser", so Kim, "deswegen glaube ich, dass diese Krebs-Erkrankungen nicht vermeidbar waren."


Zwangsangemeldet 15. Aug 2012

Samsung ist ein Riesen-Konzern? In welchen Fabriken ist das denn gewesen mit der...

froschke 15. Aug 2012

Wie weit kann man der FLA bei der "Überwachung" von Firmen und deren Produktionsstätten...

teleborian 15. Aug 2012

Die Qualität von Frontal 21 zu beurteilen ist schwer. Wenn man selbst vom Fach ist und...

entekmedia 15. Aug 2012

Auch wenn dein Kommentar unmoralisch klingt, muss ich dir zustimmen. 140 von.. keine...

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