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Fallturm Bremen: Restbeschleunigung ein Millionstel der Erdbeschleunigung
Fallturm Bremen: Restbeschleunigung ein Millionstel der Erdbeschleunigung (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Vorbereitungen laufen

Gut zwei Stunden vor dem Start haben die beiden Ingenieure die Kapsel vorbereitet: Über das Gestell mit dem Versuchsaufbau stülpen sie einen Zylinder, der oben mit einem Deckel verschlossen wird. Deckel und Boden werden gut befestigt - in der Kapsel herrscht Normaldruck, der nicht entweichen soll. Auf der Bodenplatte sitzen Akkus, die den Versuchsaufbau - an diesem Tag ist es ein photoelektrochemisches Experiment - im Flug mit Strom versorgen.

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  • Schwerelos: Der Fallturm in Bremen ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... ist 146 Meter und dafür gedacht, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... Experimente in Schwerelosigkeit durchzuführen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • In unmittelbarer Nähe befindet sich die Maritime Explorationshalle des DFKI. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Blick in die 120 Meter hohe Fallröhre: Links ist der Auffangbehälter zu erkennen, in den die Kapsel fällt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das obere Ende der Fallröhre. Turm und Röhre sind nicht verbunden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in die Integrationshalle und auf die Arbeitsplätze für die Wissenschaftler (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Vorbereitung für den Katapultschuss: Die Kapsel mit dem Experiment ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... wird auf dem Katapult abgesetzt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Schleuse der Fallröhre wird verschlossen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dann evakuieren 18 Pumpen die Luft aus der Röhre. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Katapult wird die Kapsel in die Höhe schleudern. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Kontrollraum: Kameras zeigen, was in der Fallröhre geschieht. Das Katapult ist geladen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Von diesen Rechnern aus wird der Fallturm gesteuert. Der Bildschirm in der Mitte zeigt den Status des Katapults. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Alles ist für den Schuss bereit. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der entscheidende Moment: Der Fallturm schwenkt über die Katapultöffnung, die Kapsel ist in der Röhre. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sekunden später: Die Kapsel fällt in die Styroporkugeln im Abbremsbehälter. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nach dem Druckausgleich wird die Kapsel geborgen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit einem Haken wird nach der Kapsel gesucht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dann wird die Kapsel herausgezogen. Mit Druckluft ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... wird die Kapsel von Styroporkugeln gereinigt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Konus erleichtert das Eintauchen in das Styropor. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit einem Flaschenzug wird die 400 Kilogramm schwere Kapsel herabgelassen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Anschließend öffnen die Zarm-Techniker die Kapsel, damit die Wissenschaftler ihr Experiment begutachten können. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Vorbereitung für den Katapultschuss: Die Kapsel mit dem Experiment ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)


Auf einem Wagen wird die rund 400 Kilogramm schwere Kapsel dann in die Fallröhre gebracht. An einem Gestell am Deckel der Kapsel wird ein Haken eingehängt und diese mit dem Flaschenzug angehoben. Dann wird unter dem Boden der Kegel montiert. Dieser hat eine doppelte Funktion: Auf ihm steht die Kapsel auf dem Katapult und er ist wichtig für den Bremsvorgang.

Die Kapsel bekommt Strom

Ist der Kegel montiert, wird die Kapsel abgesenkt und auf dem Katapult abgesetzt. Dann fährt das Supportsystem aus und wird mit der Kapsel verbunden. Darüber wird sie beispielsweise mit Strom oder Kühlflüssigkeit versorgt - je nachdem, was das Experiment erfordert.

Anschließend wird die Röhre geräumt, mit einer schweren Stahltür verschlossen - und dann wird es laut: Ein Ensemble aus 18 Pumpen dröhnt nacheinander und gruppenweise auf, um die Fallröhre leer zu pumpen. Es gilt, immerhin ein Volumen von 1.700 Kubikmetern Luft zu evakuieren. Das wird anderthalb bis zwei Stunden dauern. Genug Zeit, um ganz nach oben zu fahren.

Der Turm schwankt

Wir stehen am oberen Ende der Fallröhre. Stahlröhre und Betonturm sind nicht miteinander verbunden. Der Turm, sagt Könemann, sei praktisch nur der Wetterschutz für die Röhre. Bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass sich beide gegeneinander bewegen. Der Eindruck ist: Die rote Röhre bewegt sich.

Tatsächlich stehe die Stahlröhre still, sagt Könemann. Der Turm bewege sich. 120 Meter über dem Erdboden. Allerdings kaum, an dem Tag geht nur wenig Wind. Bei Windstärke 8 - immerhin Sturmstärke - ist aber Schluss mit Fallexperimenten. Dann schwankt die Kapsel zu sehr, um in der Röhre einen sauberen, geraden Fall hinzubekommen.

Noch zwei Stockwerke höher, in der Spitze des Bleistifts, befindet sich Bremens höchstes Hochzeitszimmer. Die Aussicht ist grandios. Aber wer sich hier das Jawort gibt, sollte tunlichst schwindelfrei sein. Heiraten ist jedoch nicht der wichtigste Zweck dieses Bauwerks.

 Zarm: Zehn Sekunden schwerelosEs geht hauptsächlich um Raumfahrt 

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software... 13. Nov 2016

Für alle, die vor dem regulären Physikunterricht die Schule verlassen haben/mussten: Why...

beaglow 13. Nov 2016

Interessante Frage. Es ist natürlich trotzdem so, dass das zuerst beschleunigte Objekt...

plutoniumsulfat 12. Nov 2016

Nur dass man sich beim Fallschirmspringen selten in Schwerelosigkeit aufhält :D

luarix 11. Nov 2016

Sehr kurzweilig und sehr interessant.

Eheran 11. Nov 2016

Und genau so entfernt sich Wissenschaft von der Öffentlichkeit. Hinter bezahlschranken...



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