Abo
  • Services:
Anzeige
Das Konzeptauto Infiniti LE wird drahtlos aufgeladen.
Das Konzeptauto Infiniti LE wird drahtlos aufgeladen. (Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images)

Wenn der Strom aus der Straße kommt

Ergänzend zu den festen Ladesäulen könnte das Stromtanken sogar während der Fahrt direkt über die Straße erfolgen. Mit einer 25 Meter langen Versuchsstrecke haben Forscher der Fraunhofer-Institute für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI die Machbarkeit demonstriert. Das Testfahrzeug Frecco, ein zum Elektrofahrzeug umgebauter Sportwagen, konnte die Stecke bereits in moderatem Tempo entlangfahren und gleichzeitig seine Batterie aufladen.

Anzeige

Aufwand und Nutzen

Weiter in diese Richtung wird derzeit in Großbritannien gedacht. Noch dieses Jahr sollen Ladespulen in eine Straße integriert werden. Verläuft die Studie erfolgreich, könnte eine öffentliche Autobahn um eine Ladespur erweitert werden. Diesen Weg beurteilt Bernd Eckardt eher skeptisch: "Die Technik ist sehr interessant, und es ließen sich auch Wirkungsgrade von 90 Prozent erreichen. Doch der Aufwand wäre sehr groß und teuer."

Mit der Verbreitung der Induktionsladung für Smartphones und E-Mobile ist das Potenzial dieser Technologie aber noch nicht ausgeschöpft. Um größere Ladeabstände von weit über 30 Zentimetern zu erreichen, bietet sich die Stromübertragung über Strahlung an. Mit Mikrowellen oder hochfrequenten elektromagnetischen Feldern etwa kann ein ganzer Raum in eine Stromzelle verwandelt werden, in dem sich die Akkus von Laptop oder Smartphone wie von selbst aufladen. Aus über zehn Metern Entfernung konnten Entwickler des US-Unternehmens Ossia eine Leistung von einem Watt bereitstellen. "Es funktioniert wie ein WLAN-Signal, nur dass dabei Strom übertragen wird", sagt Firmengründer Hatem Zeine. "Aber diese Fernfeld-Technologien erreichen nur kleine Wirkungsgrade", sagt Eckardt. Zudem müssten Auswirkungen auf die Gesundheit durch diese Art des Elektrosmogs kritisch gesehen werden.

Strom kann über viele Tausend Kilometer übertragen werden

Mit Mikrowellen lässt sich - zumindest theoretisch - Strom nicht nur über wenige Meter, sondern sogar über viele Tausend Kilometer übertragen. Die Vision: Riesige Solarsegel im Erdorbit sollen Sonnenlicht sehr effizient in Strom umwandeln, der danach mit Mikrowellen zur Erde geschickt wird. Vor allem in Japan wird an dieser Technologie gearbeitet. So übertrugen Forscher der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa bereits 1,8 Kilowatt Strom via stark fokussierter Mikrowellen 60 Meter durch die Luft. Das Unternehmen Mitsubishi soll mit einer ähnlichen Technik sogar schon zehn Kilowatt fast 500 Meter weit transferiert haben.

Aber aktuell sind vor allem die Übertragungsverluste viel zu groß, als dass sich Solarkraftwerke im All rechnen könnten. Neue Materialien für die Empfangsantennen könnten das vielleicht ändern. "Flächen aus Metamaterial sind viel bessere Energiekollektoren als klassische Antennen", sagt Omar M. Ramahi von der kanadischen University of Waterloo. In seinem Labor zeigte er Anfang des Jahres, dass Empfänger aus streng symmetrisch aufgebautem Metamaterial - einem Areal aus 169 kleinen Kupferschleifen - nahezu die komplette Energie von elektromagnetischen Wellen mit einer Frequenz von drei Gigahertz einsammeln konnten. Die Forscher erreichten eine Absorptionsrate von 93 Prozent. Doch dass sich über diesen Weg auch Strom effizienter transportieren lässt, konnte Ramahi bisher nicht belegen. So bleibt die Fernübertragung von Strom derzeit ein Science-Fiction-Thema. Doch dafür wurden Anfang des 20. Jahrhunderts Teslas Induktionsversuche auch gehalten.

 Die Größe bestimmt den möglichen Abstand

eye home zur Startseite
CaTiO 06. Okt 2015

...Und die sonne erst!!!1!111! Wahnsinn! Und keine Grenzwerte!

CaTiO 06. Okt 2015

Palm Pre ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Geiles Teil, das war echt Jahre voraus!

CaTiO 06. Okt 2015

Genau, ich habe noch nie einen Auto-Handyhalter mit QI gesehen. Dieser halte war auch...

Sarkastius 05. Okt 2015

Liebe Fluggäste, aus Unwettergründen müssen wir auf das Eon Microwave Plateau kurz EMP...

pk_erchner 29. Sep 2015

Super Idee das alles lächerlich zu machen Während man bei Mobilfunk versucht die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch Starter Motors Generators GmbH, Schwieberdingen
  2. Dataport, Hamburg
  3. Vaillant GmbH, Remscheid
  4. Software AG, verschiedene Standorte


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 49,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Kosmobits im Test

    Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!

  2. Open Data

    Daten für den Schweizer Verkehr werden frei veröffentlicht

  3. Telekom

    1,1 Millionen Haushalte erhalten VDSL oder Vectoring

  4. Android-Verbreitung

    Nougat bleibt bei niedrigem Marktanteil

  5. Kernfusion

    Wendelstein 7-X funktioniert nach Plan

  6. Skylake-R

    Intel stellt 14-nm-Prozessoren schon nach acht Monaten ein

  7. Google

    Neue App für persönliche Sicherheit

  8. Android-Dezember-Updates

    Patch für Dirty Cow und Android 7.1.1 mit neuen Emojis

  9. Amazon Go

    Supermarkt ganz ohne Kasse

  10. Apollo Lake

    Intel bringt neue NUC-Mini-PCs mit Atom-Antrieb



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gear S3 im Test: Großes Display, großer Akku, große Uhr
Gear S3 im Test
Großes Display, großer Akku, große Uhr
  1. In der Zuliefererkette Samsung und Panasonic sollen Arbeiter ausgebeutet haben
  2. Vernetztes Auto Samsung kauft Harman für 8 Milliarden US-Dollar
  3. 10LPU und 14LPU Samsung mit günstigerem 10- und schnellerem 14-nm-Prozess

Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

Final Fantasy 15 im Test: Weltenrettung mit der Boyband des Wahnsinns
Final Fantasy 15 im Test
Weltenrettung mit der Boyband des Wahnsinns
  1. Square Enix Koop-Modus von Final Fantasy 15 folgt kostenpflichtig

  1. Joa klar...

    Niaxa | 12:52

  2. Re: Putzig: "... soll ein Austausch ... geholfen...

    dura | 12:51

  3. Bullshit!

    martin28 | 12:50

  4. Re: Nutzt jemand das teil überhaupt noch freiwillig?

    TheUnichi | 12:50

  5. Re: No chance - seriously

    Guitarhero | 12:49


  1. 12:01

  2. 11:52

  3. 11:51

  4. 11:48

  5. 11:39

  6. 11:39

  7. 11:32

  8. 11:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel