Eines der auf der Ifa gezeigten Clover-Trail-Tablets
Eines der auf der Ifa gezeigten Clover-Trail-Tablets (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Z2760 Clover Trail Intel mit stromsparendem Atom für Windows-8-Tablets

Sparsam und trotzdem schnell: Intels neuer Atom Z2760 ist jetzt auch offiziell vorgestellt worden, nachdem auf der Ifa mehrere Tablets damit herumgereicht wurden. Einige neue Details zeigen, warum sich diese Tablets so schnell anfühlten und 30 Wattstunden für 10 Stunden HD-Wiedergabe reichen.

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Intel wird heute anscheinend den neuen Clover Trail genannten Atom für Tablets vorstellen. Das geht aus einer vorab durchgerutschten und auf den heutigen 27. September 2012 datierten Pressemitteilung hervor. Intel selbst sagt zum Z2760 offiziell noch nichts, auch wenn er schon länger auf diversen Veranstaltungen herumgereicht wurde. Auf der Ifa haben wir zahlreiche Tablets gesehen, die mit dem jetzt vorgestellten neuen Atom-Prozessor bestückt sind. Allerdings war nicht viel zu seinen Fähigkeiten zu erfahren.

Der Intel Atom Z2670 ist ein kleiner Prozessor, der nicht so langsam wie seine Vorgänger sein soll. Zumindest auf der Ifa fühlten sich die Z2670-Tablets erstaunlich gut und vor allem schnell an - deutlich schneller als ältere Atoms, die für Windows oft zu langsam waren.

Die vorab veröffentlichte Pressemitteilung erklärt, warum die Tablets so schnell zu sein scheinen. Ihr zufolge besitzt der Atom Z2760 als System on a Chip (SoC) zwei Kerne mit jeweils 1,8 GHz. Dank Hyperthreading sieht ein System vier Kerne und mit der sogenannten Burst Technology kann der Prozessor dynamisch seine Leistungsfähigkeit erhöhen. Das klingt nach einem temporär höheren Takt, was beispielsweise zahlreiche Core-i-Prozessoren auch beherrschen. Genaue Informationen dazu fehlen aber.

Zum SoC gehört auch eine mit 533 MHz getaktete Grafikeinheit mit Hardwarebeschleunigung für 1080p-Videos. Diese arbeitet sowohl bei der Decodierung als auch bei der Encodierung von Videos. Displays werden intern per MIPI-DSI oder LVDS angesprochen. Embedded Displayport beherrscht der Chip offenbar nicht. Externe Displays können per HDMI angesteuert werden.

Intels Clover Trail ist offenbar eine recht feste Plattform. Das SoC sieht vor, auf stromsparenden LPDDR2-RAM zuzugreifen. Unterstützt wird außerdem ein "customer-owned package on package" für LPDDR2 mit 14 x 14 mm. Zudem wird Embedded Multimedia Card 4.41 für Datenspeicher direkt unterstützt und es gibt einen Signalprozessor für Kameras. Die Hauptkamera kann maximal 8 Megapixel haben, die sekundäre 2,1 Megapixel.

Mit einem 30-Wattstunden-Akku soll Intels Plattform bei 200 Candela/qm (10 Zoll) 10 Stunden bei der Wiedergabe von HD-Videos trotz aktivem WLAN durchhalten. Das wäre ein sehr guter Wert für die erste Tablet-Atom-Generation. Zudem soll der Akku Standby-Zeiten von bis zu drei Wochen mit Connected Standby ermöglichen. Tabletdesigns können laut Intel mit einer Dicke von 8,5 mm konstruiert werden. Für einen Lüfter ist das nicht genug Platz.

Intel übersteigt damit die im April 2012 selbst gesetzten Ziele zum Teil deutlich.

Auf dem IDF von Intel gab es in technischen Vorträgen übrigens auch kurze Hinweise auf einen Clover Trail+. Dieser wird zukünftige Android-Smartphones ansteuern. Dass Intel bereits jetzt auf einem guten Weg ist, ein Konkurrent zu ARM-Prozessoren zu werden, zeigt unser Test des Motorola Razr I mit dem Z2480 (Medfield-Architektur). Clover Trail+ soll nochmals stromsparender und leistungsfähiger werden als Medfield.


QDOS 28. Sep 2012

Das gilt eigentlich für jede Anwendung, die über Hello World hinaus geht...

BurkSchu 27. Sep 2012

Gern geschehen! ;-) Grüße Burkhard

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