Youtube Neue Funktion verwischt Gesichter in Videos

Nutzer können ab sofort die Gesichter von Videos, die sie auf dem Videoportal Youtube veröffentlichen wollen, unkenntlich machen. Die Funktion dient dem Schutz der Identität der Personen.

Anzeige

Youtube bietet ab sofort die Möglichkeit, Gesichter in Videos unkenntlich zu machen. Auf diese Weise soll die Identität von Personen in Videos geschützt werden, etwa wenn sie sich in einem autoritären Staat an Demonstrationen gegen die Regierung beteiligen.

Gesichtserkennungssoftware durchsucht Video

Die Funktion Gesichter verwischen ("Face Blurring") ist Teil der Youtube Video Enhancements. Nachdem er das Video hochgeladen hat, aktiviert der Nutzer diese Funktion. Eine Gesichtserkennungssoftware durchsucht das Video und macht Gesichter dauerhaft unkenntlich.

Der Nutzer bekommt dann eine Vorschau angezeigt, um nachzuprüfen, ob die Aktion erfolgreich ist. Ist er mit dem Ergebnis zufrieden, speichert er das bearbeitete Video und veröffentlicht es. Das Original kann er löschen.

Technik mit Tücken

Die Technik sei allerdings noch nicht ganz ausgereift, schreibt Youtube-Mitarbeiterin Amanda Conway im Blog des Angebots. Deshalb könne es vorkommen, dass bedingt durch Aufnahmewinkel, Lichtsituation, Kameraqualität oder andere Störungen nicht alle Gesichter gefunden und deshalb in einzelnen Aufnahmen oder gar nicht unkenntlich gemacht würden. In so einem Fall bleibe dem Nutzer die Option, das Video nur einem ausgewählten Personenkreis zugänglich zu machen, sagt Conway. Die Möglichkeit, diese Gesichter per Hand zu verwischen, gibt es demnach offensichtlich nicht.

Die Funktion sei in erster Linie für jene Nutzer gedacht, die Videos von Situationen veröffentlichen, in denen sich die Abgebildeten in Gefahr begeben. Beispiel sind die Demonstrationen im sogenannten arabischen Frühling: Sind auf den Videos Teilnehmer an den Protestaktionen zu erkennen, sind diese der Gefahr durch staatliche Repressionen ausgesetzt.

Viele Kameras, kein Schutz der Identität

Google sei durch den Bericht Cameras Everywhere der Organisation Witness drauf aufmerksam gemacht worden, dass kein Kamerahersteller und kein Videoportal die Möglichkeit biete, Gesichter unkenntlich zu machen und damit die Identität der Gefilmten zu schützen. Youtube sei "unter den ersten", die das anbieten. Die von dem bekannten Musiker Peter Gabriel mitgegründete Menschenrechtsorganisation ist Partner des Human Rights Channel, den Youtube eingerichtet hat.

So dramatisch muss es aber gar nicht sein: Wer den Siegerwurf seines achtjährigen Kindes in einem Basketballspiel dokumentieren wolle, könne das mit Hilfe der neuen Funktion, ohne die Gesichter der Kinder preiszugeben, schreibt Conway.


Kommentieren




Anzeige
  1. Research Fellow (m/w)
    Universität Passau, Passau
  2. Datenbankadministrator Konzerncontrolling (m/w)
    KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal
  3. (Junior) Softwareentwickler C#/VB (m/w)
    Prodefacto Forderungsmanagement GmbH, Osnabrück
  4. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Antifeatures

    Freie Software gegen Bevormundung

  2. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  3. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  4. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  5. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  6. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  7. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  8. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  9. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  10. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Next Browser angeschaut: Android-Browser mit Gestensteuerung
Next Browser angeschaut
Android-Browser mit Gestensteuerung

Das Go-Launcher-Team hat einen eigenen Browser für Android veröffentlicht. Der Next Browser wird über Gesten bedient, synchronisiert Lesezeichen und kann mittels Erweiterungen um zusätzliche Funktionen ergänzt werden.

  1. Offline-Karten-App für Android Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop
  2. Smartphones und Tablets Google will Android-Fragmentierung bekämpfen
  3. All Access Google stellt Spotify-Konkurrenten vor

Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Legale Privatkopien: "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"
Legale Privatkopien
"EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

Die EU diskutiert in der kommenden Woche ein Papier, das den Konflikt zwischen Geräteherstellern und Verwertungsgesellschaften lösen soll. Der Bitkom fordert eine schnelle Umsetzung des Vorschlags des EU-Mediators António Vitorino.


Zum Artikel