Youtube: Google lässt umstrittenes Mohammed-Video online
Protest gegen Mohammed-Video in Bangladesh: klares Signal an Google (Bild: Andrew Biraj/Reuters)

Youtube Google lässt umstrittenes Mohammed-Video online

Das US-Präsidialamt hat Google aufgefordert, noch einmal zu prüfen, ob das umstrittene antiislamische Video den Nutzungsbedingungen von Youtube entspreche. Google hingegen erklärte, das Video bleibe online.

Anzeige

Das umstrittene Mohammed-Video bleibt auf Youtube. Google, der Eigner des Videoportals, hat nach einem Bericht der New York Times die Anfrage der US-Regierung, eine Sperrung des Videos nochmal zu prüfen, abgelehnt.

Google erklärte, das Video sei bereits überprüft worden. Es entspreche aber den Nutzungsbedingungen. Deshalb werde es online bleiben. Google hatte das Video von sich aus in Libyen und Ägypten zeitweise gesperrt. Dort waren die gewaltsamen Proteste Mitte der Woche ausgebrochen. Außerdem sei es in Indien und Indonesien blockiert, weil es gegen dortige Gesetze verstoße.

Prüfen, nicht sperren

Jay Carney, Sprecher von US-Präsident Barack Obama, betonte in einer Stellungnahme, das Weiße Haus habe Google lediglich aufgefordert, noch einmal zu prüfen, ob das Video den Nutzungsbedingungen entspreche. Es sei nicht verlangt worden, das Video zu entfernen. Die US-Regierung habe nicht vor, die Pressefreiheit einzuschränken, erklärte Carney.

US-Bürgerrechtler kritisierten das Vorgehen des Weißen Hauses. Der Aufruf an Google sei "sehr problematisch", sagte Eva Galperin von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) dem US-Politikmagazin Politico.

Lächerlich

Das US-Präsidialamt möge noch so sehr betonen, es verlange nicht, dass das Video vom Netz genommen werde: Die Tatsache, dass es Google aufgefordert habe, die Nutzungsbedingungen zu prüfen, sei ein klares Signal. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand im Weißen Haus ernsthaft glaubt, Youtube habe dieses Video nicht überprüft. Es ist einfach lächerlich, das zu sagen", echauffierte sich Galperin.

Als Reaktion auf das antiislamische Video war es in mehreren islamischen Ländern zu Protesten und Ausschreitungen gekommen, mehrere US-Vertretungen wurden angegriffen.


bofhl 29. Nov 2013

Wobei nicht der Koran selbst das "Problem" darstellt - das sind eher die zig...

bofhl 29. Nov 2013

Du selbst scheints noch nie im Iran gewesen zu sein, sonst würdest du niemals so was...

Sieb ohne Loch 30. Sep 2012

Wer das Video sehen wil, der dürfte Dank Internet auch ohne YouTube keine Probleme haben...

Les Paul 21. Sep 2012

Wenn die arabische Welt am Internet teilhaben will, wird sie lernen müssen gelassener zu...

bstea 18. Sep 2012

Betonung liegt hier aber auch auf eine lebende Person, die direkt dagegen geklagt hatte...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Entwickler / Consultant SAP BI (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  2. IT-Prozess- und Anwendungsberater (m/w) Produktinformationsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen (bei Stuttgart)
  3. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  4. IT Software Specialist (m/w) Patent Annuities Department
    Dennemeyer Group, Howald (Luxembourg)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Markenwechsel

    Microsoft Lumia ist das neue Nokia

  2. Augmented Reality

    Google investiert 542 Millionen US-Dollar in Magic Leap

  3. Mac OS X 10.10

    Aufregung um erweiterte Spotlight-Suche

  4. Mitsubishi Aircraft MRJ90

    Regionaljet aus Japan soll in wenigen Monaten abheben

  5. Desktop-Prozessor

    Nachfolger des Core i7-5960X erst 2016

  6. ALPR

    Massenhafte Erfassung von KFZ-Kennzeichen in Deutschland

  7. Paranautical Activity

    Entwicklerrücktritt nach Morddrohungen gegen Gabe Newell

  8. Amazon Fire TV

    Nicht funktionierende Pin-Abfrage verärgert Nutzer

  9. iPad Air 2 Benchmark

    Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

  10. Makesmith CNC

    CNC-Fräse als Bausatz für 300 US-Dollar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Verwaltung 2020 E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen
  2. Digitale Agenda Ein Papier, das alle enttäuscht
  3. Webmail Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

    •  / 
    Zum Artikel