Youtube: Google blockiert Microsoft
Der Streit zwischen Google und Microsoft wegen der Youtube-App geht weiter. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Youtube: Google blockiert Microsoft

Google blockiert abermals die von Microsoft entwickelte Youtube-App für Windows Phone. Microsoft hat kürzlich ein Update dafür bereitgestellt. Microsoft wirft Google vor, die Blockade nur mit Ausflüchten zu begründen.

Anzeige

Das erst kürzlich veröffentlichte Update für Microsofts Youtube-App für Windows Phone zeigt nur noch eine Fehlermeldung an. Youtube-Inhalte kann der Nutzer der App nicht mehr sehen. Grund dafür ist, dass Google die Youtube-App von Microsoft erneut blockiert hat. Das war bereits Anfang Januar 2013 einmal geschehen.

Im aktuellen Fall wirft Google Microsoft vor, sich mit der App nicht an die getroffenen Vereinbarungen gehalten zu haben. Im Mai 2013 hatten beide Seiten beschlossen, gemeinsam eine Youtube-App für Windows Phone zu entwickeln. Demnach sollte die App in HTML5 entwickelt werden. Nach Aussage von Google habe sich Microsoft nicht an diese Vorgabe gehalten, heißt es in einer Stellungnahme von Google, die unter anderem Engagdet vorliegt.

Microsoft bezeichnet Googles Gründe als Ausflüchte

Google wirft Microsoft vor, mit der neu veröffentlichten Youtube-App gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben, ohne nähere Details zu nennen. Von Microsoft gibt es eine lange Stellungnahme zu dem Vorfall, die mit "Die Grenzen von Googles Offenheit" betitelt ist. Darin wirft Microsoft Google vor, nur Ausflüchte zu nennen, um die Youtube-App erneut zu blockieren. Google wolle nicht, dass Nutzer von Windows-Phone-Smartphones die gleichen Möglichkeiten in einer Youtube-App erhalten wie Android- und iOS-Anwender. Für diese beiden Plattformen gibt es eine Youtube-App direkt von Google. Für die Windows-Phone-Plattform hat Google bisher keine eigene Youtube-App angeboten, so dass Microsoft sich selbst um eine passende App kümmern musste.

Auch Android- und iOS-Apps sind nicht in HTML5

Microsoft wirft Google vor, dass für die Youtube-App für Windows Phone Forderungen aufgestellt werden, die weder die Android- noch die iOS-App von Google erfüllen müssten. Denn keine von ihnen basiere auf HTML5, erklärt Microsoft. Eine auf HTML5 basierende Youtube-App sei technisch schwierig umzusetzen und sehr zeitaufwendig. Das sei das Urteil von Spezialisten bei Microsoft und bei Google, heißt es. Microsoft vermutet, dass deshalb weder die Android- noch die iOS-App entsprechend umgebaut wurden.

Aus diesem Grunde habe sich Microsoft entschlossen, die überarbeitete Youtube-App für Windows Phone zu veröffentlichen, auch wenn diese nicht auf HTML5 basiere.

Werbung in Youtube-App ist ein Problem

Ein weiterer Vorwurf von Google an Microsoft lautet, dass die Werbung auf Youtube in der Windows-Phone-App nicht einwandfrei erscheint. Microsoft versichert, dass alle Metadaten in der Youtube-App verwendet werden, die Google zur Verfügung stellt. Google hat Microsofts Anliegen bislang ignoriert, Informationen dazuzugeben, was die Android- und iOS-Apps anders machen. Dann würde Microsoft das entsprechend korrigieren, aber das Unternehmen sei hier auf die Hilfe von Google angewiesen. Microsoft gibt sich zuversichtlich, die derzeitigen Probleme lösen zu können, sofern Google die nötigen Informationen bereitstellt.

Nach Angaben von Microsoft gibt es von Google einen weiteren Vorwurf: Die Youtube-App kennzeichne nicht deutlich genug, dass sie nicht von Google, sondern von Microsoft stamme. Darüber zeigt sich Microsoft verwundert, weil sich daran seit 2010 nichts geändert habe und Google das auch in den bisherigen Auseinandersetzungen nie beanstandet hatte.


H2drux 19. Aug 2013

Worauf basiert eigentlich die Youtube und Facebook App auf iOS ? Selbst auf dem iPhone 5...

Lala Satalin... 18. Aug 2013

Damit klappen Videos mit Werbung leider immer noch nicht. :/

Tapsi 18. Aug 2013

Ja das ist mir schon klar. Aber ich glaube mal gelesen zu haben, dass YT diese Programme...

PaytimeAT 18. Aug 2013

Skype = totgeburt? HAHAHAHHAHAHHAHAHAHHAHAHAHAHHAHAHAHAHA

Arkarit 17. Aug 2013

Was sollte denn wohl "evil" daran sein, einer bereits offiziell wegen unfairer...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur (m/w) Software
    EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart
  2. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  3. Java-Anwendungsentwickler / -innen
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  4. Mitarbeiter/-in im Storage-Systemengineering
    Deutsche Bundesbank, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Software Development Kit

    Linux-Support und geringere Latenz für Oculus Rift

  2. Big Brother Awards

    Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook

  3. iFixit

    Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt

  4. Illegales Streaming

    Razzien gegen Betreiber von Kinox.to

  5. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  6. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  7. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  8. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  9. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  10. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Ubuntu 14.10: Zum Geburtstag kaum Neues
Ubuntu 14.10
Zum Geburtstag kaum Neues
  1. Thomas Voß "Mir ist in zwei Jahren relevanter als Wayland"
  2. Ubuntu Unity 8 soll Standard in 16.04 werden
  3. Ubuntu Unity-Lockscreen-Bug kann Passwort verraten

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

    •  / 
    Zum Artikel