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Yelp-Büro in New York
Yelp-Büro in New York (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

30 Prozent Umsatzeinbußen durch schlechtere Bewertungen

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Während ein Yelp-Sprecher das Urteil begrüßte, befürchten Experten, dass der Spruch des dreiköpfigen Richtergremiums einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen könnte und Yelps "zwielichtige Verkaufspraktiken" nun Schule machen werden. "Was Yelp tut, ist nichts anderes, als von Firmeninhabern Schutzgelder zu erpressen" sagt die Verbraucheranwältin Sandra Taylor. "Das sind Mafia-Methoden, die auch andere Bewertungsportale dazu animieren könnten, ähnliche Druckmittel anzuwenden."

Mercurio und seine Mitkläger sind keineswegs die einzigen Leidtragenden. Allein während der vergangenen zwölf Monate reichten nicht weniger als 532 Klein- und Mittelbetriebe bei der Verbraucherschutzbehörde Better Business Bureau (BBB) detaillierte Beschwerden gegen Yelp ein. Wie ein BBB Sprecher bestätigte, war der Refrain fast immer derselbe: Die Firmen, ob Hotels, Kneipen, Restaurants, Boutiqueläden, Anwaltskanzleien, Arztpraxen oder Taxibetriebe, hatten es abgelehnt, bezahlte Anzeigen aufzugeben, bekamen prompt schlechtere Noten auf dem Besprechungsportal und verloren folglich Kunden. Verbraucher sind das Rückgrat der Konjunktur

"Das ist absolut branchenübergreifend und kann die gesamte Wirtschaft betreffen", sagt der Rechtsanwalt Lawrence Murray, der Mercurio und seine Mitkläger vertrat. Auch weisen Ökonomen und andere Experten darauf hin, dass die Gewerbetreibenden nicht die einzigen Opfer sind. "Der Privatkonsum macht in den USA zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus", sagt der Nationalökonom Howard Rosen. Verbraucher seien nicht nur das Rückgrat der Konjunktur. Sie hätten zudem einen Anspruch darauf, "auf Bewertungsportalen ehrliche Besprechungen zu lesen, um sich Markttransparenz verschaffen zu können und vernünftige Konsumentscheidungen zu treffen."

Werden sie von Yelp oder anderen Websites irregeführt, dann würden alle Verbraucher dieser Möglichkeit beraubt. John Mercurio kämpft derweil für den Fortbestand seiner Werkstatt. Er behauptet, als direkte Folge der negativen Besprechungen und der Streichung positiver Bewertungen einen Umsatzrückgang von 30 Prozent erlitten zu haben. Die negativen Besprechungen sind nämlich keineswegs weniger geworden. Im Gegenteil. Weil er einer der wenigen war, die den Mut hatten, gegen Yelp vor Gericht zu ziehen, ist Mercurio überzeugt.

Nachtrag vom 3. Oktober 2014, 10:30 Uhr

Anmerkung der Redaktion: Yelp weist die Vorwürfe zurück: "Yelp verzerrt nichts - weder für Werbepartner noch gegen jene, die nicht werben." Zudem verweist das Unternehmen auf eine Stellungnahme im Firmenblog.

 Yelp: Gute Noten nur gegen Werbung

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obermeier 06. Okt 2014

Gibt es auch eine seriöse Alternative in DE?

Baron Münchhausen. 05. Okt 2014

Noch nie gehört ;P

deefens 04. Okt 2014

Interessant, das deckt sich mit meiner Vermutung dass diese angeblichen 15 ausschlie...

Anonymer Nutzer 04. Okt 2014

Ich weiß nicht, ob es da wirklich einen Gesetzgeber braucht. Die Behauptung Yelp wäre...

M. 04. Okt 2014

Ja, man könnte annehmen, dass das in beide Richtungen geht. Übrigens anscheinend auch bei...



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