XO Tablet OLPC bringt Lerntablet auf den Markt

One Laptop Per Child (OLPC) ändert sein Vorgehen: Das XO Tablet soll zuerst in den USA auf den Markt kommen und dort exklusiv von der Kette Walmart vertrieben werden. Das Gerät ist so gestaltet, dass schon Kinder im Vorschulalter es nutzen können.

Anzeige

Anfang Juni sollen die ersten Lerntablets der Stiftung One Laptop Per Child (OLPC) in den USA auf den Markt kommen. Das US-Blog Engadget hat sich das XO Tablet bereits vorführen lassen.

Das XO Tablet hat einen 7 Zoll großen Flüssigkristallbildschirm mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Es verfügt über einen 1,6-GHz-Prozessor mit zwei Kernen und 1 GByte Arbeitsspeicher. Der interne Speicher beträgt 8 GByte und kann über eine MicroSD-Karte erweitert werden. Als weitere Schnittstellen stehen WLAN, ein HDMI-Anschluss sowie eine 3,5-mm-Kopfhörbuchse zur Verfügung. Das Tablet hat zwei Kameras, je eine auf der Vorder- und der Rückseite, die Auflösungen sind 2 und 1,3 Megapixel.

OLPC-Grün

Das Gerät steckt in einer Silikonhülle, die in dem für OLPC üblichen Grün gehalten ist. Sie soll das Tablet schützen und dient gleichzeitig als Tragehilfe: Die eine Ecke der Hülle ist als Ring gestaltet, an dem das Gerät getragen werden soll. Auf der Rückseite ist zudem in Blau ein X eingelassen, um die Typenbezeichnung zu vervollständigen.

Die Idee sei gewesen, einen Rechner für eine Zielgruppe zu entwickeln, die jünger sei als die, für die der OLPC-Laptop gedacht sei, erläutert eine OLPC-Mitarbeiterin im Gespräch mit Engadget: Das XO Tablet sollen auch schon Kinder im Vorschulalter ab etwa drei Jahren nutzen. Die Zielgruppe reicht bis hin zu einem Alter von etwa zwölf Jahren.

Dreams statt Icons

Für die jungen Nutzer hat der Designer Yves Behar eine eigene Oberfläche kreiert: Statt einzelne Apps finden die Kinder einen Desktop, der thematisch aufgeteilt ist - und zwar nach Traumberufen: Die Kinder wünschten sich beispielsweise, Arzt, Astronaut oder Künstler zu werden, sagte die OLPC-Mitarbeitern. Sie klickten auf die entsprechenden Icons, die auf dem Tablet entsprechend Dreams heißen, und fänden dort Lern-Apps, die thematisch dazu passten. Einige davon stammen aus dem Google Play Store, andere hingegen sind für das XO Tablet entwickelt worden. Insgesamt sind 200 Apps sowie 200 E-Books vorinstalliert, jeweils 100 in Englisch und 100 in Spanisch.

Wer lieber die konventionelle Android-Oberfläche mag - das Tablet arbeitet mit Version 4.2 (Jelly Bean) -, kann zu dieser Ansicht umschalten. Android- ebenso wie Dreams-Versionen stehen in Englisch und Spanisch zur Verfügung. Das Umschalten zwischen den beiden Sprachen soll ganz einfach von der Oberfläche aus gehen, ohne das Menü für die Einstellungen aufzurufen. Dieses ist ohnehin mit einem Passwort geschützt, damit es nur für die Eltern zugänglich ist.

Überblick über Aktivitäten und Lernfortschritte

Wie beim aktuellen Android üblich können mehrere Profile eingerichtet werden - bis zu drei Kinder können das Gerät nutzen. Das sei vor allem für die App Journal wichtig, die aufzeichnet, was die Kinder auf dem Gerät machen. Die Eltern sollen so einen Überblick über die Aktivitäten und Fortschritte des Nachwuchses bekommen.

Das Tablet wird von dem Hersteller Vivitar produziert - darauf hat laut Engadget die Handelskette Walmart bestanden. Es ist laut dem Bericht das erste Mal, dass OLPC den Produzenten nicht selbst ausgewählt hat. Die technischen Vorgaben stammen allerdings von OLPC. Die Produktion ist vor wenigen Tagen angelaufen und die ersten Geräte werden am 1. Juni ausgeliefert. Walmart soll das Lerntablet im ersten Monat exklusiv über seinen Onlineshop verkaufen. Ab Juli wird es auch in ausgewählten Filialen der Kette erhältlich sein. Ein Preis ist noch nicht bekannt.


alterschwede3 17. Mai 2013

Wobei es keine gesicherten Studien gibt, das Lernen bzw. Benutzen von Computern zu einer...

DY 17. Mai 2013

-sollte man ins Grundgesetz schreiben. Auch diese Märchen mit kleinen Spielen- ganz toll...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Betriebs-System Engineer (Systemadministrator) (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Frankfurt am Main
  2. Teamleiter (m/w) Bedienerführung & Prozess-Software
    Synatec GmbH, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart
  3. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  4. Trainee für den Bereich IT / Business Processes (m/w)
    DMG MORI SEIKI Services GmbH, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook macht erneut Rekordgewinn

  2. Quartalszahlen

    Apple kann Gewinn und Umsatz wieder steigern

  3. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  4. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  5. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  6. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  7. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  8. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  9. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  10. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel