Windows und Office: Microsoft schließt gefährliches Sicherheitsloch
Sechs gefährliche Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten (Bild: iStock Photo)

Windows und Office Microsoft schließt gefährliches Sicherheitsloch

Microsoft hat einen Patch für das Sicherheitsloch in den XML Core Services veröffentlicht. Das Sicherheitsloch wird bereits aktiv ausgenutzt. Außerdem stehen acht Patches für Windows, den Internet Explorer und Microsofts Office-Paket bereit.

Anzeige

Insgesamt hat Microsoft in diesem Monat wie angekündigt neun Sicherheitspatches veröffentlicht, die insgesamt 16 Sicherheitslücken beseitigen. Sechs dieser Sicherheitslücken können zur Ausführung von Schadcode missbraucht werden, so dass Angreifer ein fremdes System unter ihre Kontrolle bringen können.

Mitte Juni 2012 hatte Microsoft in einem Security Advisory auf eine offene Sicherheitslücke in den XML Core Services hingewiesen und eine sogenannten Fixit veröffentlicht, um das Sicherheitsloch provisorisch zu stopfen. Das Sicherheitsloch wurde zu diesem Zeitpunkt bereits aktiv ausgenutzt; nicht einmal eine Woche danach wurde Exploit-Code dafür im Internet veröffentlicht. Angreifer konnten das Sicherheitsloch dazu missbrauchen, beliebigen Programmcode auszuführen.

Nun reicht Microsoft den zugehörigen Patch nach, den es für die Windows-Plattform, für Microsofts Office-Software, Expression Web, für Office Sharepoint 2007 sowie Groove Server 2007 gibt, die alle die XML Core Services verwenden, in denen das Sicherheitsloch steckt.

Gefährliche Sicherheitslücken im Internet Explorer

Zwei von Microsoft ebenfalls als gefährlich klassifizierte Sicherheitslücken stecken im Internet Explorer. Bisher wurden beide Sicherheitslecks nach Aussage von Microsoft nicht ausgenutzt. Mit dem bereitgestellten Patch für den Internet Explorer sollen beide Fehler beseitigt werden. Eine weitere von Microsoft als gefährlich eingestufte Sicherheitslücke steckt in den Data Access Components von Windows, betrifft aber auch den Internet Explorer. Denn Opfer müssen lediglich zum Öffnen einer manipulierten Webseite verleitet werden. Bisher soll das Sicherheitsleck nicht ausgenutzt worden sein, für das nun ein Patch bereitsteht.

Ebenfalls über eine entsprechend präparierte Webseite lässt sich ein weiteres Sicherheitsloch im Windows-Kernel ausnutzen und zur Ausführung beliebigen Programmcodes missbrauchen. Die Gefahr dahinter sieht Microsoft als geringer an, weil das Opfer eine Datei von einer Webseite laden muss, damit der Fehler ausgenutzt werden kann. Der Patch steht für alle Windows-Versionen zur Verfügung. Auch dieser Fehler soll bislang nicht aktiv ausgenutzt werden.

Anders sieht es bei einer Sicherheitslücke in Visual Basic für Applikationen aus, die bereits aktiv ausgenutzt wird. Ein Angreifer muss sein Opfer nur dazu verleiten, eine präparierte Office-Datei zu öffnen und erhält dann umfassende Kontrolle über einen fremden Computer. Mit einem Patch für Microsofts Office-Software soll der Fehler nun beseitigt werden.

Weitere vier Patches stehen für Microsofts Office-Software, Windows, den Office Sharepoint Server, den Windows Sharepoint Services, Infopath, den Groove Server sowie Office Web Apps bereit. Damit werden insgesamt zehn Sicherheitslücken beseitigt, die zur Rechteausweitung und zum Auslesen von Dateien missbraucht werden können.


Kommentieren



Anzeige

  1. Systems Engineer / Systemingenieur Production IT (m/w)
    Sandvik Holding GmbH, Frankfurt am Main
  2. Senior-Kundenberater/in im Bereich Softwarelösungen
    scholz.msconsulting GmbH, Krefeld
  3. Prozessmanager (m/w) im Bereich IT- & Prozessmanagement
    MehrWert Servicegesellschaft mbH, Düsseldorf
  4. Anwendungsentwickler (m/w)
    spb GmbH elektronische Datenverarbeitung, Bremen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ofcom

    Briten schalten den Pornofilter ab

  2. Erstmal keine Integration

    iOS 8 und OS X Yosemite sollen nicht parallel erscheinen

  3. Privacy

    Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies

  4. Oberster Gerichtshof

    Österreichs Provider gegen Internetsperren zu Kino.to

  5. Eigene Cloud

    Owncloud 7 mit Server-to-Server-Sharing

  6. Electronic Arts

    Battlefield Hardline auf Anfang 2015 verschoben

  7. Schlafmonitor

    Besser schlafen mit Sense

  8. Videostreaming

    Youtube-Problem war ein Bug bei Google

  9. Prozessor inklusive Speicher

    Kommende APUs mit Stacked Memory und mehr Bandbreite

  10. Statt Codeplex

    Typescript mit neuem Compiler auf Github



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Die Fast-alles-Rechner
Quantencomputer
Die Fast-alles-Rechner
  1. Quantencomputer Der Wundercomputer, der wohl keiner ist
  2. Das A-Z der NSA-Affäre Fantastigabyte, Kühlschrank und Trennschleifer
  3. Quantencomputer Schlüssel knacken mit Quanten-Diamanten

Nokia Lumia 930 im Test: Das Beste zum Schluss
Nokia Lumia 930 im Test
Das Beste zum Schluss
  1. Lumia 930 Nokias Windows-Phone-Referenz ab kommender Woche erhältlich
  2. Nokia Lumia 930 Windows-Phone-Referenzklasse kommt im Juli
  3. Smartphone Das schnellere 64-Bit-Déjà-vu

Defense Grid 2 angespielt: Kerne, Türme, Aliens
Defense Grid 2 angespielt
Kerne, Türme, Aliens
  1. Areal Betrugsverdacht beim Actionspiel Areal
  2. Ex-Stalker Vorwürfe gegen Actionspiel-Projekt Areal
  3. Crowdfunding Kickstarter unterstützt ab Herbst deutsche Projekte

    •  / 
    Zum Artikel