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Controller der Xbox One
Controller der Xbox One (Bild: Microsoft)

Xbox One: Big Brother im Wohnzimmer

Controller der Xbox One
Controller der Xbox One (Bild: Microsoft)

Die Xbox One beobachtet den Spieler zwingend per Kinect - und könnte die Daten zumindest zum Teil an Microsoft weiterreichen. Sie hat eine 500-GByte-Festplatte und muss zum Spielen nicht immer mit dem Internet verbunden sein.

Mit der Xbox One hat Microsoft deutlich mehr als eine simple Daddelkiste vorgestellt: Bei dem Gerät handelt es sich um ein System, das eng mit sozialen Netzwerken verknüpft ist und nebenbei mit Kinect immer beobachtet und lauscht, was im Wohnzimmer los ist. Golem.de beantwortet einige der wichtigsten Fragen über die neue Konsole.

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Datenschutz und Kinect

Nach derzeitigem Wissensstand läuft die Xbox One nur, wenn auch die Kinect angeschlossen und aktiviert ist. Das bedeutet: Selbst im Standby-Modus lauscht das Gesamtsystem immer ins Wohnzimmer hinein - um auf den Sprachbefehl zur Aktivierung zu warten. Wenn Xbox One und Kinect dann laufen, kann das Gerät einiges an persönlichen Daten erfassen: Es kann die Menschen vor der Kinect-Linse zuverlässig unterscheiden und sogar erkennen, ob die Personen einen gut gelaunten Gesichtsausdruck haben oder nicht und womit sie sich beschäftigen, also welches Spiel sie spielen oder welches Fernsehprogramm sie wie aufmerksam verfolgen. Die neue Kinect kann laut Microsoft bis zu sechs Personen gleichzeitig beobachten.

Angeblich laufen die meisten dieser Vorgänge nur auf dem Gerät ab, also nicht auf den Servern von Microsoft - was verständlich ist, weil laut Hersteller pro Sekunde rund 2 GBit an Video- und Audiodaten anfallen. Es bleibt zu hoffen, dass Microsoft noch im Detail erklärt, welche Daten gesammelt und weitergeleitet werden. Völlig unklar ist noch, wie das System vor Zugriffen durch Dritte gesichert ist, die etwa versuchen, per Hack in die Zimmer von Minderjährigen zu blicken.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, was im November 2012 bekanntgeworden ist: Da hatte Microsoft einen Patentantrag eingereicht, auf dessen Basis per Kamera- und Sensortechnik das Einhalten von Lizenz- und Jugendschutzbestimmungen sichergestellt werden könnte. Im extremsten Fall würde das bedeuten, dass die Kinect beim Einsatz von schwarzkopierter Software (falls die irgendwie auf der Xbox One lauffähig sein sollte) Alarm schlägt oder den Betrieb von einem Programm ab 18 Jahren stoppt, sobald eine minderjährige Person das Wohnzimmer betritt. Sehr wahrscheinlich ist es allerdings nicht, dass diese Extremszenarien eintreten.

Wesentlich wahrscheinlicher ist, dass Microsoft über die Kinect versucht, exakte Daten für die Werbeindustrie zu erfassen, zumal sich diese mit Daten - etwa mit denen von Facebook - verknüpfen lassen. Hier kommt der Datenschutz ins Spiel: Wahrscheinlich darf Microsoft Daten etwa über die Verwendung von Spielen oder Games erfassen, aber nicht über das Verhalten der Nutzer. Es wird spannend zu sehen, ob der Konzern hier für ausreichend Transparenz sorgt.

Always-on

Die Xbox One muss nicht immer mit dem Internet verbunden sein, wenn der Nutzer ein Spiel spielen oder einen Blu-ray-Film anschauen möchte, wie der Microsoft-Manager Phil Harrison im Gespräch mit Kotaku.com sagte. Allerdings muss die Konsole einmal innerhalb von 24 Stunden in Kontakt mit den Servern von Microsoft treten, damit der Zugriff auf derartige Offlineinhalte möglich ist.

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Clown 27. Mai 2013

Das stimmt zwar gundsätzlich, ist aus unternehmerischer Sicht aber nicht tragbar. Weil...

Eee 26. Mai 2013

etwas übertrieben, aber witzig zu lesen: http://www.schnatterente.net/satire/microsofts...

Anonymer Nutzer 25. Mai 2013

Da ist es das günstigste sich einen guten blu-ray player zu holen und ein Raspberry Pi...

Elgareth 24. Mai 2013

Ich werde da auch ein Auge drauf haben... wie gesagt, wenn das bei der Xbox alles so...

Clown 24. Mai 2013

Jain :) Ich hab explizit nicht pauschalisiert, sondern mich speziell auf den Fall BD...



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