X-47B: Drohne landet auf einem Flugzeugträger
Drohne X-47B: Anomalie im Navigationssystem (Bild: Kevin Steinberg/US Navy)

X-47B Drohne landet auf einem Flugzeugträger

Die Drohne X-47B ist auf einem Flugzeugträger gelandet. Es ist das erste Mal, dass ein unbemanntes Flugzeug auf einem Schiff gelandet ist.

Anzeige

Erstmals ist ein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) auf einem Flugzeugträger gelandet: Die Drohne X-47B setzte gleich mehrmals auf dem Deck des Flugzeugträgers USS George H.W. Bush auf.

Die Drohne war am 10. Juli 2013 von ihrem Standort, dem Marinefliegerstützpunkt Patuxent River im US-Bundesstaat Maryland, gestartet und hatte dann Kurs auf den Flugzeugträger genommen. Etwa 35 Minuten nach dem Start landete die Drohne auf dem Flugzeugträger und wurde von den Fangseilen gestoppt. Die Landung auf einem Flugzeugträger gilt als anspruchsvolles Manöver für einen Piloten.

Problem beim dritten Anflug

Kurz danach startete die Drohne wieder und landete erneut auf dem Flugzeugträger. Eine dritte Landung gelang nicht: Beim Anflug stellte der Bordcomputer eine Anomalie im Navigationssystem fest. Die Drohne drehte daraufhin ab und landete auf dem Stützpunkt Wallops Island.

"Man erhascht nicht oft einen Blick in die Zukunft. Diejenigen von uns, die heute an Bord der USS George H.W. Bush waren, hatten diese Chance, als wir zusahen, wie die X-47B zum ersten Mal auf einem Flugzeugträger landete", kommentierte Marinestaatssekretär Ray Mabus.

Autonom oder ferngesteuert

Entwickelt wurde das X-47B Unmanned Combat Air System (UCAS) vom US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman für die US-Marine. Die Drohne ist eigens für den Einsatz auf Flugzeugträgern konzipiert und soll Aufklärungs- und Kampfeinsätze fliegen. Dabei wird sie entweder von einer Bodenstation ferngesteuert oder sie fliegt autonom.

  • Aufgesetzt: Die Drohne X-47B landet am 10. Juli 2013 auf der USS George H.W. Bush. (Foto: Alan Radecki/US Navy/Northrop Grumman)
  • Es war die erste Landung einer Drohne auf einem Flugzeugträger. (Foto: Kevin Steinberg/US Navy)
  • Danach startete die Drohne und landete noch einmal. Beim dritten Anflug gab es ein Problem, die Drohne landete auf einem Stützpunkt an Land. (Foto: Arif Patani/US Navy)
Aufgesetzt: Die Drohne X-47B landet am 10. Juli 2013 auf der USS George H.W. Bush. (Foto: Alan Radecki/US Navy/Northrop Grumman)

X-47B ist knapp 12 Meter lang und hat eine Spannweite von knapp 19 Metern. Um Platz zu sparen, können die Tragflächen teilweise eingeklappt werden. Das UAV ist ein mit Tarntechnik ausgestattetes Nurflügelflugzeug, das für feindliches Radar nur schwer erkennbar sein soll. Es hat eine Reichweite von rund 4.000 Kilometern und fliegt etwa 1.000 Kilometer pro Stunde.

Übungen an Land

Der Erstflug des UAV fand 2011 statt, anfangs aber noch von Land aus. Auf dem Trockenen probten Northrop Grumman und die US-Marine auch den Einsatz auf dem Flugzeugträger und übten, die Drohne ferngesteuert mit der Schubkraft ihrer Triebwerke zu fahren oder erste Katapultstarts.

Ende 2012 ging es für X-47B erstmals aufs Wasser: Die Drohne wurde auf den Flugzeugträger Harry S. Truman gebracht. Dort wurde unter anderem getestet, wie die Systeme auf die elektromagnetische Strahlung an Bord des Schiffes reagieren. Am 14. Mai startete das UAV per Katapultstart vom Deck der USS George H.W. Bush aus.


Ach 12. Jul 2013

Hey, sogar in der Pariser Metro gibt es seit ein paar Jahren eine vollautomatische Linie...

KarlSpaat 12. Jul 2013

Er sitzt nicht im Knast, weil er nen Friedensnobelpreis hat. Ist doch klar...

wmayer 12. Jul 2013

Ich würde Drohnen generell unter IT einordnen, egal welchen Zweck diese haben.

yallayalla 12. Jul 2013

Ich hab damals wesentlich länger als 35minuten gebraucht bis ich es das erste mal...

exi 12. Jul 2013

Fehlt ja nur noch die KI und der Blitzschlag ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior IT-Consultant / Architect (m/w) Banken
    QRC Group, Frankfurt am Main, Köln, München, Stuttgart
  2. Senior Business Analyst IT R&D Applications (m/w)
    CSL Behring GmbH, Marburg
  3. Projektleiter/-in im Umfeld Markt und Service
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  4. Test Automation Engineer (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 360-Grad-Panorama-App

    Googles Photo Sphere gibt es jetzt für iOS

  2. Autonomes Fahren

    Googles fahrerlose Autos übertreten die Geschwindigkeit

  3. Snap

    Sky reagiert auf Netflix-Einstieg mit Preissenkung

  4. Basketball wichtiger

    Steve Ballmer gibt Microsoft-Vorstandsposten auf

  5. One (M8) for Windows

    HTCs Topsmartphone mit Windows Phone 8.1

  6. iFixit

    Project Tango Tablet wird zerlegt

  7. Ubisoft

    Abkehr von Xbox 360 und PS3 ab 2015

  8. Digitale Agenda

    38 Seiten Angst vor festen Zusagen

  9. Tarnen wie ein Tintenfisch

    Forscher entwickeln künstlichen Tarnmechanismus

  10. Alienware Alpha ausprobiert

    Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Grey Goo angespielt: Echtzeit-Innovation mit grauer Tentakel-Schmiere
Grey Goo angespielt
Echtzeit-Innovation mit grauer Tentakel-Schmiere
  1. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  2. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3
  3. Star Citizen Murray-Cup-Rennen wie einst in Freelancer

Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  2. Nahrungsmittel Trinken statt Essen
  3. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen

IT und Energiewende: Intelligenztest für Stromnetze und Politik
IT und Energiewende
Intelligenztest für Stromnetze und Politik

    •  / 
    Zum Artikel