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Burj Khalifa in Dubai: längster Aufzugschacht der Welt
Burj Khalifa in Dubai: längster Aufzugschacht der Welt (Bild: Marwan Naamani/AFP/Getty Images)

Mehrere Kabinen in einem Aufzugsschacht

Twin besteht ebenfalls aus zwei Kabinen in einem Schacht. Die hängen aber nicht zusammen, jede hat ihren eigenen Antrieb. Das bedeutet, sie können unabhängig voneinander fahren. Die Passagiere in der oberen Kabine etwa können durchfahren und müssen nicht warten, wenn in der unteren Kabine jemand auf dem Weg nach oben aussteigen möchte. Oder die untere kann abwärts fahren, während die andere nach oben fährt. Für die Passagiere bedeutet das, dass sich die Wartezeit verkürzt.

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Zwar können in zwei Kabinen mehr Passagiere mitfahren als in einer. Aber das Problem mit dem Gewicht und der aufzuwendenden Energie bleibt. Es wird drängender mit zunehmender Höhe. Ein weiteres kommt hinzu: Auch wenn die Architekten ihre Bauwerke im Windkanal testen - ein mehrere Hundert Meter hoher Turm wird sich immer im Wind bewegen. Das muss er sogar, sonst würde er einstürzen.

Die Schwingungen können sich aber auf die frei hängenden Seile übertragen, die dann ihrerseits anfangen zu schwingen. Das Seil kann sich in den Einrichtungen im Aufzugschacht verfangen und beschädigt werden. Oder es kann gegen die Einrichtungen, gegen Türen oder Kabinen schlagen und diesen Schaden zufügen.

Der Fahrstuhl der Zukunft ist seillos

Der Fahrstuhl der Zukunft soll deshalb keine Seile mehr haben, sondern an Schienen fahren. Multi heißt das System, das Thyssen Krupp Elevator entwickelt. Die Kabinen werden einen eigenen Antrieb haben, einen Linearantrieb wie der Transrapid oder der Hyperloop. Bei einem solchen Antrieb wird im Fahrweg ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das die Strecke entlangwandert und die Liftkabine mit sich zieht.

Vorteil von Multi: Da jede Kabine ihren eigenen Antrieb hat, können beliebig viele in einem Schacht verkehren. Ein Gebäude komme mit weniger Fahrstuhlschächten aus, und trotzdem stehe genug Transportkapazität zur Verfügung, sagt Karl-Otto Schöllkopf von Thyssen Krupp Elevator im Gespräch mit Golem.de. Davon sollen Besucher wie Betreiber profitieren: Erstere müssen nicht mehr lange auf den Aufzug warten - Schöllkopf geht von 15 bis 30 Sekunden Wartezeit aus. Letztere haben mehr nutzbare Fläche im Gebäude zur Verfügung.

Ein Lift, der waagerecht fährt

Damit die Passagiere, die nach oben gefahren sind, auch wieder ins Erdgeschoss zurückkommen, gibt es einen weiteren Schacht, in dem die Kabinen wieder abwärtsfahren. Die beiden Schächte sind miteinander verbunden - ganz oben, ganz unten und sinnvollerweise auch zwischendrin. An diesen Weichen können die Schienen um 90 Grad gedreht werden, so dass die Kabine in den anderen Schacht abbiegen kann. Das Prinzip ähnelt dem Paternoster, nur dass Multi schneller und sicherer ist.

Die im Bau befindlichen Türme müssen jedoch noch mit konventionellen Fahrstühlen auskommen: Derzeit gibt es nur einen Prototyp im Maßstab 1:3. Das erste Multi-System in Originalgröße soll Ende des Jahres in Betrieb genommen werden, im Aufzugtestturm, den Thyssen Krupp in Rottweil in Baden-Württemberg baut und der in Kürze fertig sein soll. Ende des Jahrzehnts, so schätzt Schöllkopf, werde es auf den Markt kommen. Der Sky Mile Tower wird - sollte er je gebaut werden - über einen solchen Aufzug verfügen.

500, 800 oder 1.000 Meter über dem Erdboden: So weit reicht keine Leiter. Was macht also die Feuerwehr?

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Jolla 26. Jul 2016

Hätten die mal spielen sollen. Dann wäre das alles kein Thema ;-)

NaruHina 25. Jul 2016

Zerfallene Innenstädte... Ludwigshafen am Main, Speicherstadt Hamburg, Waiblingen....

format 25. Jul 2016

Sorry, aber das stimmt so nicht. Wie ist Höhe definiert? Relativ oder absolut? Denn...

der_wahre_hannes 25. Jul 2016

Und handelt sich wohlmöglich bald Haltungsschäden ein. Wobei ich mich auch frage, wo...

OlafLostViking 23. Jul 2016

Nein, nein, keine Sorge ;-). Dies bezog sich lediglich auf die in der Science-Fiction...



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