Wolfram Research Mathematica 9 macht Vorschläge

Wolfram Research hat Mathematica in der Version 9 veröffentlicht. Größte Neuerung ist das Wolfram Predictive Interface, eine Technik, die Nutzern der Software in jeder Situation sinnvolle Vorschläge machen soll, auch solchen, die viel Erfahrung mit Mathematica haben.

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Mathematica 9 enthält zahlreiche Neuerungen, und somit wächst der Funktionsumfang der vor rund 24 Jahren erstmals vorgestellten Software weiter. Damit Anwender die zahlreichen Möglichkeiten auch nutzen, gibt es das neue Wolfram Predictive Interface. Die neue Technik soll dem Nutzer in jeder Situation aufzeigen, was ein nächster sinnvoller Schritt sein kann. Das beginnt während der Eingaben mit Vorschlägen auf Basis der verfügbaren Funktionen von Mathematica, setzt sich aber auch nach dem Erhalt der Ergebnisse mit Vorschlägen zu deren Weiterverarbeitung fort. Der Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram gibt an, selbst für ihn als erfahrenen Mathematica-Nutzer seien die Vorschläge hilfreich und nicht wie bei anderen solchen Systemen nervig.

Neu sind zudem Funktionen zur Analyse sozialer Netzwerke, die direkt auf die APIs von Facebook und Twitter zugreifen und deren Daten visuell aufbereiten sowie statistisch analysieren können.

Erstmals verfügt Mathematica auch über eine durchgehende Unterstützung für Einheiten wie Zentimeter oder Gigabyte. Bislang gab es nur eine einfache Unterstützung über eine Erweiterung. Die nun fest integrierte Lösung basiert auf Wolfram Alpha und erlaubt die freie Eingabe von Einheiten in all ihren Formen. Die Software erkennt automatisch, was gemeint ist und verarbeitet die Daten entsprechend.

Auch die mathematischen Fähigkeiten von Mathematica wurden mit der neuen Version erweitert. So kann die Software nun auch endliche Differenzialgleichungen lösen, die beispielsweise das Springen eines Balls auf einer Oberfläche beschreiben, ebenso mit parametrischen Differenzialgleichungen.

Zahlreiche neue Funktionen gibt es auch in den Bereichen statistische Systeme und Modellierung. So werden nun unter anderem echte Zufallsprozesse, Zeitreihen und Markovketten unterstützt. Zudem wurde R in Mathematica integriert, so dass R-Code in Mathematica genutzt werden kann.

Auch Mathematicas Fähigkeiten im Bereich Bildverarbeitung wurden um Funktionen wie Tracking und Gesichtserkennung sowie HDR-Bilder und Farbprofile erweitert. Dabei kann Mathematica in der neuen Version auch mit 3D-Bildern umgehen.

Neue Funktionen gibt es darüber hinaus im Bereich Signalverarbeitung. Mathematica 9 kann analoge sowie digitale Signale filtern und analysieren und mit Verzögerungen versehen.

Eine Übersicht der Neuerungen in Mathematica 9 findet sich unter wolfram.com/mathematica. Eine Testversion der Software steht ab sofort zum Download bereit, die Preise liegen je nach Version zwischen 295 und 3.185 Euro. Die Enterprise-Version mit erweitertem Support kostet 8.920 Euro.


SomeIntelligentGuy 05. Dez 2012

Wurden vermutlich in der neuen Version auch nicht verbessert. Freunde von mir hatten es...

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