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Andreas Öjerfors, Senior Gameplay Designer
Andreas Öjerfors, Senior Gameplay Designer (Bild: Machine Games)

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

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Die Wolfenstein-Reihe hat dem kleinen texanischen Entwicklerstudio id Software zum Durchbruch verholfen. Das erste Spiel der Serie, hierzulande beschlagnahmt und indiziert, erschien 1992, seitdem gab es mehrere auch in Deutschland veröffentlichte Nachfolger. Am 20. Mai 2014 kommt ein neues Wolfenstein: The New Order für Xbox One, Playstation 4, Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC.

Der Ego-Shooter entsteht beim schwedischen Entwicklerstudio Machine Games, das ebenso wie id Software zu Bethesda Softworks gehört. Golem.de hat mit Andreas Öjerfors gesprochen, dem Senior Gameplay Designer des Spiels.

Golem.de: Welche Elemente aus früheren Wolfenstein-Spielen wollte das Team unbedingt in seinem Werk haben?

Andreas Öjerfors: Als Fan könnte ich darüber stundenlang reden! Es gibt ein paar Grundkonzepte, die Wolfenstein definieren. Wir wollten die schnelle, intensive Action der Klassiker und dass sich der Spieler wie eine Ein-Mann-Armee fühlt, die gegen eine unbezwingbare Übermacht antritt. Außerdem sollten die Gegner auf sehr übertriebene, fast perverse Art für das Regime stehen, mit all seiner seltsamen Technologie und den schrägen Experimenten.

Golem.de: Gibt es etwas, was das Team nicht übernehmen wollte?

Öjerfors: Die Retro-Sci-Fi-Technologie ist ein wichtiger Teil unseres Wolfenstein. Sie hat einen mystischen Anstrich, der den Okkultismus der früheren Spiele ersetzt.

Golem.de: Welche weiteren Vorbilder, außer den früheren Spielen, gab es für die Neuauflage?

Öjerfors: Viele, aber das wichtigste dürfte Inglourious Basterds gewesen sein. Wir haben ganz bewusst die Dualität aufgegriffen, die so typisch für einen Tarantino-Film ist. Es gibt auch in The New Order sowohl Action als auch Drama, Humor und Dunkelheit, völlig übertriebene Gewalt und sehr zärtliche Momente.

Golem.de: Wie stellt Machine Games eigentlich sicher, dass keine verbotenen oder problematischen Inhalte in der deutschen Version auftauchen? Ubisoft ist das ja erst kürzlich bei South Park passiert ...

Öjerfors: Wir haben einen Arbeitsprozess, der sicherstellen soll, dass bestimmte historische Symbole, Worte oder Phrasen in der deutschen Version nicht auftauchen. Außerdem verbringen wir sehr viel Zeit damit, durch jedes Detail des Spiels zu gehen und alles zu prüfen.

Uns hilft aber auch, dass wir auf gewisse Art sehr respektvoll mit der Geschichte umgehen. Wir verwenden etwa keine konkreten historischen Vorgänge aus dem Zweiten Weltkrieg, nur um damit zu schockieren. Sie sind nur teilweise und zu einem gewissen Grad ein Teil der Handlung.

Golem.de: Wolfenstein ist eines der ersten Spiele auf Basis von id Tech 5, das nicht von id Software stammt. Wie weit musste die Laufzeitumgebung modifiziert werden?

Öjerfors: Die größten Änderungen gibt es vermutlich bei der künstlichen Intelligenz. Die KI ist ein ganz zentraler Teil dessen, was einen Shooter unverwechselbar macht. Wir wollen die eher wilden Gefechte älterer Actionspiele mit einer cleveren KI aus moderneren Titeln verbinden. Die Gegner in The New Order sind ausgesprochen schlau und schnell, und sie gehen taktisch vor - das führt zu sehr bewegungsintensiven Kämpfen.

Golem.de: Wie groß ist die Herausforderung, Wolfenstein für mehrere Plattformen zu entwickeln?

Öjerfors: Es ist sowohl technisch als auch künstlerisch nicht gerade einfach, das Spiel auf beiden Konsolen der neuen Generation möglichst gut aussehen zu lassen. Das Gameplay und die Handlung sind überall gleich, aber bei der grafischen Darstellung und dem Detailreichtum hat es uns viele Tassen Kaffee gekostet, aus jedem der Geräte das Maximum herauszuholen. Sehr geholfen haben uns die weiterentwickelten Mega-Texturen der id Tech 5.

Golem.de: Wie kommt es eigentlich, dass Machine Games an Wolfenstein arbeitet - die Serie ist ja eigentlich eng mit id Software verbunden?

Öjerfors: Viele von uns sind mit Wolfenstein groß geworden, die Serie gehörte mit dazu zum Aufwachsen. Nachdem wir Teil von Bethesda geworden sind, sind wir zu id Software nach Texas geflogen und haben unsere Ideen für ein neues, modernes Wolfenstein vorgestellt. Sie fanden unsere Präsentation toll!


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TarikVaineTree 21. Apr 2014

Ich gehe mal davon aus, dass du auf W3D anspielst? Auf gog.com gibt's das zwar nicht...

Sharra 21. Apr 2014

Dann bekommen sie einen Grinsesmiley auf die Armbinde und heben die linke Hand, statt...

Tom01 17. Apr 2014

Was du wolle?

Tom01 17. Apr 2014

Dem widerspreche ich.

Anonymer Nutzer 17. Apr 2014

... Die Nazis sind nur Platzhalter. Sie stehen für genau das gleiche wie unsere heutigen...



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