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Test im Eriesee: Linux-Treiber für ein kommerzielles Unterwassermodem
Test im Eriesee: Linux-Treiber für ein kommerzielles Unterwassermodem (Bild: Douglas Levere/University at Buffalo)

Datenübertragung Internet fürs Meer

US-Wissenschaftler haben ein Protokoll entwickelt, das eine Kommunikation mit Sensoren im Wasser über das Internet ermöglicht. Es basiert auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux.

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Unter Wasser gibt es derzeit noch kein Internet. Gründe sind die schwierige Datenübertragung sowie fehlende Kompatibilität vorhandener Systeme. US-Forscher haben ein Protokoll entwickelt, das eine Kommunikation mit Sensoren im Meer oder in Seen über das Internet ermöglicht.

An Land können Daten per WLAN oder Mobilfunk übertragen werden. Unter Wasser breiten sich Funkwellen jedoch nicht weit aus. Für die Datenübertagung unter Wasser werden deshalb Schallwellen genutzt, die im Wasser eine große Reichweite erzielen. Per Schall werden Daten von Sensoren an eine Boje übertragen, die sie dann in Funksignale umwandelt und übermittelt. So arbeitet etwa das Tsunami-Warnsystem der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die US-Wetter- und Ozeanographiebehörde, aber auch andere Systeme nutzen diese Funktionsweise.

Inkompatible Systeme

Das Problem sei aber, dass die Systeme auf unterschiedlichen Infrastrukturen basierten. Das erschwere den Austausch von Daten zwischen diesen Systemen, sagen die Forscher der Universität von Buffalo im US-Bundesstaat New York. Sie wollen das ändern.

Die Wissenschaftler um Tommaso Melodia haben eine Architektur entwickelt, über die sich Daten von Sensoren unter Wasser in Echtzeit auf jedes internetfähige Gerät übertragen lässt. Sie hätten es als Linux-Gerätetreiber für ein kommerzielles Unterwassermodem des Herstellers Teledyne Benthos implementiert, schreiben sie in einem Fachaufsatz.

Die Forscher haben das System getestet: Sie versenkten im benachbarten Eriesee zwei große Sensoren. Mit diesen konnten sie Daten austauschen. Ihre Architektur sei, resümieren sie, mit TCP/IP kompatibel.

Warnung vor Katastrophen

"Ein Funknetz unter Wasser wird uns die bisher nicht dagewesene Fähigkeit verleihen, in unseren Ozeanen Daten in Echtzeit zu sammeln und zu analysieren", erklärt Projektleiter Melodia. "Wenn solche Daten für jedermann auf dem Smartphone oder auf dem Computer abrufbar sind, kann das Leben retten, vor allem wenn ein Tsunami oder eine andere Katastrophe eintritt."

Katastrophen seien aber nicht das einzige Anwendungsszenario für ein Unterwasserinternet, sagen die Forscher. Eine solches Netz könnte bei der Suche nach unterseeischen Gas- und Ölvorkommen ebenso eingesetzt werden wie für den Umweltschutz, etwa um die Verschmutzung der Meere im Auge zu behalten.

Fische, Säuger, Drogenschmuggler

Auch Strafverfolger könnten ein Internet im Meer nutzen - etwa bei der Suche nach Drogenschmugglern, die für ihre Aktivitäten gern auch selbst gebaute U-Boote einsetzen. Mit einem Sensornetz unter Wasser könnten solche Aktivitäten unterbunden werden, sagt Melodia. "Wir könnten es sogar dazu einsetzen, um Fische und Meeressäuger zu beobachten, um herauszufinden, wie sie am besten vor Schiffen und anderen Gefahren geschützt werden können."

Die Forscher wollen ihre Entwicklung auf der International Conference on Underwater Networks & Systems vorstellen. Die Konferenz findet vom 11. bis zum 13. November 2013 in Kaohsiung auf Taiwan statt.


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Flasher 19. Okt 2013

Hohe Frequenzen dürften in einem Medium wie Wasser durch die extreme Dämpfung keine...

genab.de 17. Okt 2013

jaja Tierschutz, als ob Greenpeace so viel Geld hätte eher den Letzten Tunfisch auf der...

Anonymer Nutzer 17. Okt 2013

Ja, nee, ist klar, Golem. Ein Volkswagengaspedal beruht ja auch auf Golf und Haselnüsse...

Moe479 17. Okt 2013

unter dem denkmantel drogenschmugler zu finden wird man dann auch noch beim schnorcheln...

werauchimmer 16. Okt 2013

Stimmt. Und bis dahin macht sich gefälligst keiner mehr Gedanken über irgendwas anderes.



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