Fast mannshoher Roboter HRP-4: bessere Identifkation
Fast mannshoher Roboter HRP-4: bessere Identifkation (Bild: Kawada)

Wissenschaft Proband im Tomograph steuert Roboter

Eine Testperson in Israel steuert per Gedanken einen Roboter in Frankreich. Ihre Gehirnaktivitäten werden per fMRI erfasst, in Steuerbefehle umgesetzt und über das Internet nach Frankreich übertragen.

Anzeige

Tirosh Shapira bedient einen Roboter aus der Ferne: Er befindet sich in Ramat Gan in Israel, der Roboter in Béziers in Frankreich. Das allein wäre noch nichts Besonderes - die Befehle werden per Internet von Israel nach Frankreich übertragen. Die Art und Weise, wie Shapira den Roboter steuert, ist jedoch ungewöhnlich: Er liegt in einem Tomographen und denkt.

Steuerung per fMRI

Normalerweise werden Hirnaktivitäten per Elektroenzephalografie (EEG) erfasst. Shapira liegt in einem Tomographen an der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan. Wenn er daran denkt, seine Arme und Beine zu bewegen, werden die Aktivitäten im Motorcortex per funktioneller Magnetresonanztomographie (Functional Magnetic Resonance Imaging, fMRI) aufgezeichnet. Der Motorcortex ist das Gehirnareal, das für die Steuerung von Bewegungen zuständig ist.

Die Signale aus Shapiras Gehirn werden von einem Algorithmus analysiert, die Daten dann per Internet nach Frankreich übertragen, und im Institut Universitaire de Technologie (IUT) in Béziers setzt sich der Roboter in Bewegung. Er hat eine kleine Kamera in seinem Kopf, die Shapira zeigt, wohin er gerade geht. Stellt sich dieser eine Bewegung mit einer Hand vor, dreht sich der Roboter um 30 Grad in die entsprechende Richtung. Denkt er daran, seine Beine zu bewegen, geht der Roboter.

Kleiner Zeitverzug

Die Fernsteuerung per Gedanken funktioniere beinahe in Echtzeit, berichtet der New Scientist. Es gebe einen kleinen Zeitverzug zwischen dem Moment, in dem der Proband an eine Bewegung denke, wenn also die Nerven im Gehirn aktiviert werden, und dem Moment, in dem es möglich sei, dessen Absichten optimal zu analysieren, erklärt Ori Cohen von der Bar-Ilan-Universität dem britischen Wissenschaftsmagazin.

Das Team um Cohen hat den Algorithmus entwickelt, der die Hirnstromaktivitäten der Testperson interpretiert. Shapira hat zunächst mit einem Avatar auf einem Computer trainiert, bevor er den Roboter in Béziers steuern durfte. Beim ersten Mal lief er nach eigenem Gutdünken mit dem Roboter in dem Raum im IUT herum. Beim nächsten Versuch musste er den Anweisungen eines Menschen folgen, der ihm zeigte, wo er hinlaufen sollte. Beim dritten Anlauf schließlich sollte Shapira eine Teekanne, die sich irgendwo in dem Raum befand, finden.

Roboter mit Gedanken steuern 

KiteMG 07. Jul 2012

*meld*

ronlol 06. Jul 2012

Das Problem ist: Solange UNESCO Container mit Mais und Getreide etc. per Fallschirm vom...

SaSi 06. Jul 2012

lampe ein, lampe aus... sinn: wir können eshalt ;)))

ronlol 06. Jul 2012

Irgendwie müssen wir uns ja gegen Aliens und Killermaschinen verteidigen können.

Flasher 06. Jul 2012

kT

Kommentieren



Anzeige

  1. SW-Entwickler (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. IT-Mitarbeiter Support (m/w) Operation Services
    Viega GmbH & Co. KG, Attendorn
  3. Softwareentwickler (m/w)
    H&S LaborSoftware GmbH, Rüsselsheim
  4. Projectleader Web Solutions (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. TIPP: Avatar 3D und Titanic 3D [3D Blu-ray]
    22,97€
  2. 3 Blu-rays für 25 EUR
    (u. a. The Lego Movie, Hobbit, Gravity, Inglourious Basterds, Battleship)
  3. 3 Blu-rays für 15 EUR
    (u. a. Giganten der Urzeit, Little Big Soldier, Wicked Blood, City Of Life And Death)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. ODST

    Gratis-Kampagne für Halo Collection wegen Bugs

  2. Medienbericht

    Axel Springer will T-Online.de übernehmen

  3. Directory Authorities

    Tor-Projekt befürchtet baldigen Angriff auf seine Systeme

  4. Zeitserver

    Sicherheitslücken in NTP

  5. Core M-5Y10 im Test

    Kleiner Core M fast wie ein Großer

  6. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum

  7. Urheberrecht

    Flickr Wall Art nutzt keine CC-Bilder mehr

  8. Rohrpostzug

    Hyperloop entsteht nach Feierabend

  9. IT-Bereich

    China will ausländische Technik durch eigene ersetzen

  10. Chaton

    Samsung schaltet seinen Messenger ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



1.200-MBit-Powerline im Test: "Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"
1.200-MBit-Powerline im Test
"Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"

Games-Verfilmungen: Videospiele erobern Hollywood
Games-Verfilmungen
Videospiele erobern Hollywood
  1. Entwicklerpreis Summit 2014 Wiederspielbarkeit Reloaded
  2. Adr1ft Mit Oculus Rift und UE4 ins All
  3. The Game Awards 2014 Dragon Age ist bestes Spiel, Miyamoto zeigt neues Zelda

O2 Car Connection im Test: Der Spion unterm Lenkrad
O2 Car Connection im Test
Der Spion unterm Lenkrad
  1. Urteil Finger weg vom Handy beim Autofahren
  2. Urban Windshield Jaguar bringt Videospiel-Feeling ins Auto
  3. Tweak Carplay ohne passendes Auto verwenden

    •  / 
    Zum Artikel