Abo
  • Services:
Anzeige
Metamaterial: 4.000 S-förmige Elementarzellen
Metamaterial: 4.000 S-förmige Elementarzellen (Bild: Dylan Erb/MIT)

Wissenschaft: Metamaterial bündelt Funkwellen

Metamaterial: 4.000 S-förmige Elementarzellen
Metamaterial: 4.000 S-förmige Elementarzellen (Bild: Dylan Erb/MIT)

Eine Linse aus einem Metamaterial bündelt Funkwellen und soll hochaufgelöste Bilder sehr kleiner Strukturen ermöglichen. Die Linse wurde im 3D-Drucker gefertigt.

Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Linse aus einem Metamaterial entwickelt, mit der sich Radiowellen sehr exakt fokussieren lassen. Damit sollen hochaufgelöste Bilder von sehr kleinen Objekten möglich sein.

  • Speziallinse aus S-förmigen Zellen (Bild: Dylan Erb/MIT)
Speziallinse aus S-förmigen Zellen (Bild: Dylan Erb/MIT)

Metamaterialien zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die in der Natur nicht vorkommen. Forscher um Isaac Ehrenberg haben eines entwickelt, um den Bau einer speziellen Linse für Radiowellen zu ermöglichen. Diese strahlt Radiowellen genau gegenteilig als natürliche Materialien ab .

Anzeige

Fokussieren statt verteilen

Konkave Linsen strahlen Wellen in alle Richtungen ab - nach diesem Prinzip funktioniert beispielsweise ein Lautsprecher. Diese konkave Linse hingegen fokussiert die Wellen auf einen einzigen Punkt. Dieser negative Brechungsindex zeige das Metamaterial im Bereich zwischen 10 und 12 GHz, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Applied Physics.

Ihre besondere Eigenschaft bekommt die Linse durch ihre Struktur: Die Linse besteht aus S-förmigen Elementarzellen, die durch ihre Form Funkwellen in eine bestimmte Richtung brechen. Ehrenberg hat seine Linse, die weniger als 500 Gramm wiegt, aus über 4.000 dieser wenige Millimeter großen Zellen konstruiert.

Ehrenberg hat sie in einem 3D-Drucker gefertigt - sie wurde aus einer Polymer-Lösung aufgebaut. Die Struktur wurde anschließend mit Kupfer beschichtet, damit die Linse eine leitfähige Oberfläche bekommt. Die Herstellung sei einfach und ohne Schwierigkeiten reproduzierbar, erklärte er.

Praktisch kein Energieverlust

Ehrenberg vergleicht die Funktionsweise seiner Entwicklung mit der Szene aus dem Star-Wars-Film, als der Todesstern einen Planeten zerstört. Die Laser, die in einer konkaven Mulde sitzen, werden an einem bestimmten Punkt gebündelt. Die Radiowellen, so fanden die Forscher heraus, treffen ebenfalls an einem bestimmten Punkt vor der Linse aufeinander. Gleichzeitig verloren die Wellen praktisch keine Energie, als sie durch das Metamaterial hindurchgingen.

Zwar will der MIT-Forscher seine Entwicklung ebenfalls auf Sterne richten. Aber nicht, um sie zu zerstören: Satelliten könnten mit einer solchen leichten Linse ausgestattet werden, um hochaufgelöste Bilder von weit entfernten Sternen aufzunehmen. Eine andere Möglichkeit liegt darin, Bilder von Molekülen zu machen. Beides geht bisher nur mit großen und teuren Linsen.


eye home zur Startseite
caso 16. Nov 2012

An der Stelle habe ich auch beim lesen gestockt. Vielleicht sind gar nicht die...

a user 16. Nov 2012

genau deswegen ist es ja ein metamaterial. ich ziehe mal den vergleich zu einem adneren...

Technikfreak 16. Nov 2012

Hey, was habt ihr eingworfen? Ich will auch.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
  2. State Street Bank International GmbH, Frankfurt am Main
  3. PLANET SPORTS GmbH, München
  4. Bundesnachrichtendienst, Großraum Köln / Bonn


Anzeige
Top-Angebote
  1. (Spiele und Filme mit FSK/USK 18)
  2. (u. a. Die Unfassbaren, Der unglaubliche Hulk, Nightcrawler, Olympus Has Fallen, Die Verurteilten...
  3. 35,19€ (Bestpreis!)

Folgen Sie uns
       


  1. Sync 3

    Ford bringt Carplay und Android Auto in alle 2017er-Modelle

  2. Netzwerk

    Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone

  3. Hello Games

    No Man's Sky braucht kein Plus und keine Superformel

  4. Master Key

    Hacker gelangen per Reverse Engineering an Gepäckschlüssel

  5. 3D-Druck

    Polizei will Smartphone mit nachgemachtem Finger entsperren

  6. Modesetting

    Debian und Ubuntu verzichten auf Intels X11-Treiber

  7. Elementary OS Loki im Test

    Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein

  8. Mobilfunkausrüster

    Ericsson feuert seinen Konzernchef

  9. Neuer Algorithmus

    Google verkleinert App-Downloads aus dem Play Store

  10. Brennstoffzelle

    Hazer will Wasserstoff günstiger machen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Core i7-6820HK: Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
Core i7-6820HK
Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
  1. Stresstest Futuremarks 3DMark testet Hardware auf Throttling

Digitalisierung: Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
Digitalisierung
Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
  1. Smart City Der Bürger gestaltet mit
  2. Internetwirtschaft Das ist so was von 2006
  3. Das Internet der Menschen "Industrie 4.0 verbannt Menschen nicht aus Werkhallen"

Edward Snowden: Spezialhülle fürs iPhone warnt vor ungewollter Funkaktivität
Edward Snowden
Spezialhülle fürs iPhone warnt vor ungewollter Funkaktivität
  1. Qualcomm-Chips Android-Geräteverschlüsselung ist angreifbar
  2. Apple Nächstes iPhone soll keine Klinkenbuchse haben
  3. Smarte Hülle Android unter dem iPhone

  1. Re: habe mich schon gewundert

    mr_tux | 17:52

  2. Re: Wie kann man so einen Scheiß benutzen ...

    SelfEsteem | 17:52

  3. Re: Hm - "Intel und Nvidia machen ja alles...

    Wallbreaker | 17:52

  4. Re: Da ist schon was dran

    phybr | 17:50

  5. Re: Hacker? Bitte kommt mal wieder runter...

    longthinker | 17:49


  1. 17:31

  2. 17:19

  3. 15:58

  4. 15:15

  5. 14:56

  6. 12:32

  7. 12:05

  8. 12:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel