Wissenschaft: Chemische Spürnase soll Suchhunde ersetzen
Von einem Erdbeben zerstörter Tempel in Myanmar (November 2012): Ausrüstung muss leichter werden. (Bild: Kaung Htet/Getty Images)

Wissenschaft Chemische Spürnase soll Suchhunde ersetzen

Ein Analysegerät, das Stoffe in der Atemluft erkennt, könnte künftig dazu eingesetzt werden, Verschüttete unter Trümmern aufzuspüren. Entwickelt wurde das Verfahren von Wissenschaftlern aus Dortmund.

Anzeige

Sind nach einem Erdbeben oder einem anderen Unglück Gebäude eingestürzt, schicken Retter Hunde in die Trümmer, um nach möglichen Überlebenden zu suchen. Dortmunder Forscher wollen die tierischen Schnüffler künftig durch eine künstliche Spürnase ersetzen.

Die Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften haben ein Suchgerät entwickelt, das Verschüttete an den Stoffen erkennt, die sie ausatmen. Retter sollen ein Rohr in die Trümmer einführen und Luftproben sammeln. Die Auswertung der Proben dauert etwa drei Minuten. Sie soll zeigen, ob sich unter den Trümmern noch lebende Verschüttete befinden.

Zwölf Stoffwechselprodukte

Das Messgerät besteht aus einem Gaschromatographen und einem Ionen-Mobilitäts-Spektrometer. Damit konnten die Forscher zwölf menschliche Stoffwechselprodukte identifizieren, die auf einen lebendigen Menschen hinwiesen. Das soll Fehler vermeiden helfen: Hunde schlagen manchmal auch bei Leichen an.

In einem Praxistest zeigten die Forscher, dass die Methode funktioniert. Ein Proband wurde in einen 25 Kubikmeter großen Raum gesteckt. In regelmäßigen Abständen nahmen sie Luftproben und konnten darin die zwölf Chemikalien, die bekanntermaßen im Atem vorkommen, nachweisen.

Sie hätten gezeigt, dass das Verfahren grundsätzlich funktioniere, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Analytical Chemistry, die von der American Chemical Society herausgegeben wird. Allerdings müsste die Analysezeit verkürzt und die Ausrüstung deutlich leichter werden, gestehen die Forscher um Wolfgang Vautz ein.


dust 13. Jan 2013

Hahaha. Kennst du ... Rhetorik? Hyperbel ... vielleicht? Aber nix für ungut.

anonfag 11. Jan 2013

Hoffentlich hat das Gerät auch so ein Schweinenasendesign. :)

Kommentieren



Anzeige

  1. Fachbereichsleiter Informationstechnologie (m/w)
    Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE), Peine
  2. (Senior-)Business Partner IS (m/w)
    AstraZeneca GmbH, Wedel bei Hamburg
  3. IT-Systemadministrator (m/w)
    AKDB, Würzburg
  4. Sachgebietsleiter (m/w) Controlling und kaufmännische EDV
    STWB Stadtwerke Bamberg GmbH, Bamberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel