Was das neue Metro ausmacht
Windows 8 besteht eigentlich aus zwei Systemen: dem altbekannten Windows mit Win32-API und Desktop sowie dem neuen mit Windows Runtime und der auf Touch-Bedienung ausgelegten Oberfläche Metro. Neu installierte Programme landen in der Regel, aber nicht immer, auf dem Metro-Startbildschirm. Microsofts Ziel ist, ein System für eine neue Generation mobiler Windows-PCs zu schaffen, die sich so mit dem klassischen Windows nicht umsetzen lassen - Geräte wie beispielsweise Apples iPad, das mit langer Akkulaufzeit in einem sehr kompakten Gehäuse viele Käufer findet. Noch gibt es diese Windows-Geräte aber nicht. Sie sind erst zu erwarten, wenn Windows 8 tatsächlich in den Läden steht, also Ende Oktober 2012.
Während Apple für Tablets auf sein mobiles Betriebssystem iOS setzt, schafft Microsoft ein integriertes Betriebssystem für Desktops und Tablets. Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile und erfordern Kompromisse. In Windows 8 haben diese auch Auswirkungen für Desktop- und Notebooknutzer, vor allem für Umsteiger von Windows 7 und älteren Systemen. Und die Vorteile, die Windows 8 verspricht, werden sich erst auf neuen mobilen Geräten komplett auswirken.
Die Lösungen für die sich stellenden Herausforderungen sind bei Microsoft und Apple aber ähnlich: Sowohl iOS als auch die Kombination aus Windows Runtime und Metro schränken die Möglichkeiten für Entwickler ein, vor allem was die Ausführung von Prozessen im Hintergrund angeht. So soll verhindert werden, dass Apps den Akku unnötig leeren können. Nachrichten erreichen die Apps über ein zentrales Nachrichtensystem, das die beiden Anbieter jeweils betreiben. Neue Apps werden vorab geprüft und können nur über den App Store beziehungsweise den Windows Store installiert werden. So versuchen sowohl Apple als auch Microsoft, Schadsoftware vom Nutzer fernzuhalten.
Apps laufen sowohl bei iOS als auch unter Metro grundsätzlich im Vollbild, was für Windows einen Paradigmenwechsel weg vom namensgebenden Fenster (Window) darstellt. Microsoft bietet, anders als Apple, mit Windows Snap aber die Möglichkeit, eine zweite App mit einer Breite von 320 Pixeln am Rand einzublenden. Die alte Snap-Funktion von Windows 7 funktioniert auch noch.
Kein Drag-and-Drop mehr
Drag-and-Drop gibt es bei Metro hingegen nicht mehr, stattdessen setzt Microsoft auf ein neues Konzept namens Charms. Darüber können Daten zwischen Apps und Geräten ausgetauscht werden, sei es ein Link, der an die Twitter-App weitergegeben wird, oder eine Website, die zum Druck an den Drucker weitergereicht wird.
Microsoft will auf diese Art und Weise für eine einheitliche Bedienung verschiedener Apps sorgen und allgemeine Probleme für Entwickler lösen. So gibt es eine systemweite Suche, die in allen Apps auf gleiche Art und Weise funktioniert und über den entsprechenden Charm aufgerufen wird. Ähnliches gilt für die Einstellungen, das Drucken oder das Laden und Speichern von Dateien. Nutzer sollen immer wieder auf die gleichen Bedienungskonzepte stoßen, damit sie diese nicht für jede App neu lernen müssen.
Damit einhergehend wird auch der Umgang mit Dateien grundsätzlich anders gehandhabt. In der Metro-Welt soll der Nutzer nicht mehr in Dateien und Orten denken, sondern diese einfach bei Bedarf öffnen. Das betrifft auch den Desktopnutzer. Ein konkretes Beispiel ist das Betrachten von PDFs. Windows 8 besitzt einen PDF-Viewer, der unter Metro im Vollbild arbeitet. Öffnet der Nutzer auf seinem Desktop eine PDF-Datei, wird zu Metro gewechselt. Microsoft sieht dabei grundsätzlich nicht die Anzeige von zwei PDF-Dateien gleichzeitig vor. Wer ein zweites PDF öffnet, schließt automatisch das alte PDF.
Gerade Umsteiger werden schnell einen Bedarf an Zusatzprogrammen haben.
| Windows 8 im Test: Microsoft kachelt los und eckt an | Das neue Startmenü und Semantik Zoom |






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Hallo zusammen, wollte Win 8 auf meinem Rechner installieren. Bei der Prüfung bakam ich...
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