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Windows-10-Übersichtsbildschirm auf dem Raspberry Pi 2
Windows-10-Übersichtsbildschirm auf dem Raspberry Pi 2 (Bild: Microsoft)

Programme starten mit Absicht langsam

Ebenfalls keine großen Veränderungen hat praktischerweise das Web-Interface erfahren. Es ist eine Mischung aus Gerätemanager, Debugging-Oberfläche und Programmverwaltung. Der Zugriff erfolgt am schnellsten über das zweite auf dem Host-Rechner installierte Programm namens WindowsIoTCoreWatcher. Es zeigt an, wenn der Raspberry Pi im Netz verfügbar ist und bietet per Kontextmenü auch den direkten Aufruf des Web-Interfaces für dessen Windows-10-IoT-Installation.

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Da das Web-Interface eine Performance-Anzeige besitzt, konnten wir während unserer Experimente verfolgen, wie sich Prozessor- und RAM-Auslastung entwickeln - und waren dabei positiv überrascht.

In der Vorabversion zeigte die Prozessorauslastung viel zu oft Werte über 90 Prozent an, selbst wenn wir nur durch Listen scrollten. Das hat sich komplett geändert. Reines Scrollen und andere GUI-Benutzer-Aktionen beanspruchen den Prozessor kaum, auch Programmstarts treiben die Anzeige nicht über 50 Prozent. Laufen keine weiteren Programme, wird aber per SSH und Web-Interface auf das Raspberry Pi zugegriffen, bewegt sich die Auslastung zwischen 2 und 4 Prozent.

Anscheinend versucht Windows 10 IoT, die Nutzung der vorhandenen vier Kerne des Raspberry Pi gezielt zu begrenzen, um stets Leistungsreserven zu haben und reaktionsfähig zu bleiben. Auch wenn damit vermutlich bewusst Geschwindigkeitsverluste an anderen Stellen, wie das langsame Starten von Programmen, hingenommen werden.

Deutlich wird das beim bereits oben angesprochenen Blink-Programm. Bei langen Intervallen von 1.000 Millisekunden liegt die Prozessorauslastung um die 18 Prozent, verkürzen wir die Intervalle auf bis zu 400 Millisekunden, steigt die Auslastung linear an, bis sie 25 Prozent erreicht. Bei weiterer Verkürzung der Intervalle auf bis 10 Millisekunden bleibt die Auslastung weiterhin bei 25 Prozent - entspricht also recht genau einem einzelnen der vier Prozessorkerne des Raspberry Pi.

  • Der Übersichtsbildschirm vermittelt Basis-Infos. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Sehr viel zu konfigurieren gibt es nicht. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Lernprogramm-Sektion ist noch ausbaufähig. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Administration und Programmierung erfolgt über einen Host-Rechner. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das Web-Interface erlaubt recht gute Einblicke in das System, ... (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... inklusive Performance-Übersicht. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • USB-Kameras werden unterstützt, ein Programm zu deren Nutzung muss aber selbst geschrieben werden. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
... inklusive Performance-Übersicht. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)

Eine annähernd 100-prozentige Auslastung erreichten wir nur, als wir über die angeschlossene USB-Webcam ein Video (H264-Format, WMV-Container, 320x320px) auf dem Raspberry Pi aufzeichneten, dabei betrug die Framerate gerade mal 9,3 fps. Beim Abspielen hingegen schwankte die Auslastung nur zwischen 35 und 65 Prozent. Reine Audioaufzeichnungen über das Mikrofon der Webcam benötigen nicht ganz so viel Leistung. Die Aufnahme (MP3, Stereoformat, 44,1 kHz) fordert um die 60 Prozent maximale Leistung, beim Abspielen werden 50 Prozent Prozessorauslastung nicht überschritten, Aussetzer in der Aufnahme hörten wir nicht heraus.

Positives gibt es auch beim RAM zu vermelden. Obwohl das Raspberry Pi während des Testes bis zu zwölf Stunden ohne Neustart durchstehen und diverse Programmierexperimente über sich ergehen lassen musste, wurde nie mehr als 300 MByte des 1 GByte großen Speichers verwendet.

 Programmieren mit Windows 10 IoTFazit und Verfügbarkeit 

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WhyLee 27. Aug 2015

aber man muß es ja nicht installieren.

P1r4nh4 27. Aug 2015

Nur um das mal ein bisschen klar zu stellen. Pagefiles haben recht wenig mit swappen...

Noppen 19. Aug 2015

Tatsächlich war es bislang kein Problem, direkt auf dem Pi (1!) zu entwickeln. Unter...

fuzzy 16. Aug 2015

Wenn man jetzt Darling noch irgendwo installiert bekäme. D: Schade, dass so ein...

am (golem.de) 16. Aug 2015

Windows 10 IoT gibt es auch für das Minnowboard Max, das auf einem Intel-Atom basiert. Im...



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