Windenergie: Google kauft Hersteller von Windkraftwerken
Airborne Wind Turbine: Fliegendes Kraftwerk gesellt sich zur Datenbrille. (Bild: Makani Power)

Windenergie Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

Google steigt in das Energiegeschäft ein: Das Unternehmen hat Makani Power gekauft, einen Hersteller von Windturbinen. Makani soll ein Teil von Googles Forschungsabteilung Google X werden.

Anzeige

Ein Windkraftwerk besteht normalerweise aus Windrädern, die in großer Zahl in der Landschaft stehen. Das Windkraftwerk von Makani Power hingegen fliegt wie ein Drachen in der Luft. Google hat den Hersteller der fliegenden Windturbinen jetzt gekauft. Das hat Makani auf seiner Website bekanntgegeben.

Airborne Wind Turbine (AWT) nennt Makani seine Entwicklung: Das ist ein unbemanntes Fluggerät, auf dem mehrere Windturbinen montiert sind. Das Fluggerät funktioniert ähnlich wie ein Drachen: Es ist mit einem Seil an der Erde befestigt, an dem es in der Luft gehalten wird. Der Vorteil ist, dass der Wind in größerer Höhe stärker und stetiger weht.

Turbine und Propeller

Zu der Anlage gehört neben dem Fluggerät selbst eine Bodenstation, an der ein Halteseil und das Kabel festgemacht sind, durch das der Strom vom Drachen zur Erde fließt. Die Bodenstation dient als Parkstation für die AWT - diese kommt erst zum Einsatz, wenn die Windgeschwindigkeit in einer Höhe von 200 Metern mindestens 3,5 Meter pro Sekunde (12,6 Kilometer in der Stunde) beträgt. Dann startet das Windkraftwerk, wobei die Turbinen als Propeller dienen.

  • Das fliegende Windkraftwerk AWT am Boden (Foto: Makani Power)
  • Es ist mit einem Halteseil mit der Bodenstation verbunden. (Foto: Makani Power)
  • Zu dem Halteseil gehört auch ein Kabel, durch das der Strom auf die Erde gelangt. (Foto: Makani Power)
  • Die Bodenstation dient gleichzeitig als Park- und Startplatz für das AWT. (Foto: Makani Power)
Das fliegende Windkraftwerk AWT am Boden (Foto: Makani Power)

Hat die Windturbine die richtige Höhe zwischen 250 und 600 Metern erreicht, werden die Motoren auf Generatorbetrieb umgestellt, und das fliegende Windkraftwerk liefert Strom. Zum Boden zurück kommt es ebenfalls wie ein Drachen: In der Bodenstation ist eine Winde, die das Halteseil einholt.

Datenbrille und Roboterauto

Makani werde in Google X eingegliedert, sagte Astro Teller, der den Bereich leitet, dem US-Blog Techcrunch. Das ist Googles geheime Forschungsabteilung, in der unter anderem auch das selbstfahrende Auto und die Datenbrille Google Glass entwickelt wurden.

Google engagiert sich seit einigen Jahren für erneuerbare Energien: Über seine Abteilung Google.org, die gern als philantropischer Arm des Unternehmens bezeichnet wird, investiert Google in diesem Bereich, etwa in das Solarthermie-Unternehmen Brightsource Energy. Auch in Makani Power hat Google schon investiert. Zudem hat sich Google 2010 mit 38 Millionen US-Dollar an zwei konventionellen Windkraftwerken im US-Bundesstaat North Dakota beteiligt. Das Unternehmen betreibt außerdem einen Teil seiner Infrastruktur mit Strom aus Windkraft.


yoyoyo 27. Mai 2013

Die potentielle Leistung steigt eben nicht nur quadratisch mit der Windgeschindigkeit...

Kommentieren



Anzeige

  1. Technischer Leiter (m/w)
    wenglor sensoric gmbh, Tettnang
  2. IT-Senior Consultant CRM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  4. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel