Wikivoyage: Wikimedia Foundation startet Mitmachreiseführer
Blick in die Ferne: Jimmy Wales kündigt Start des Reiseportals Wikivoyage an. (Bild: Stephane Mahe/Reuters)

Wikivoyage Wikimedia Foundation startet Mitmachreiseführer

Das Angebot existiert seit Jahren in einem Betastadium, in Kürze soll die Reiseseite Wikivoyage offiziell starten. Das hat Jimmy Wales, Gründer der Wikimedia Foundation, angekündigt.

Anzeige

Eine Reiseseite, Wikivoyage, ist das nächste Projekt der Wikimedia Foundation. Das Portal starte in der kommenden Woche, hat Wikimedia-Chef Jimmy Wales bei einem Fernsehauftritt angekündigt.

Wales war Gast bei The Colbert Report, einer satirischen Late-Night-Show. Von Moderator Stephen Colbert nach seinen Plänen gefragt, sagte Wales, er wolle die Onlineenzyklopädie Wikipedia in Entwicklungsländern bekannter machen und die Reiseseite starten.

Freier Reiseführer

Wikivoyage ist nach Angaben der Macher "ein weltweiter, freier Reiseführer, der praktisch anwendbares Wissen zu Reisezielen und Reisethemen erstellt und anbietet." Wie bei der Wikipedia kann jeder, der möchte, mitmachen. Die Inhalte stehen unter einer freien Lizenz.

Das Angebot versteht sich als Reiseführer. Wikivoyage will keine Ergänzung zu herkömmlichen Reiseführern, sondern "möglichst vollständig und aktuell sein". Die Autoren, die sich Wikivoyager nennen, sollen Informationen zu Reisezielen zusammentragen: Wo gibt es etwas zu sehen? Wo können Reisende übernachten, essen, einkaufen, weggehen?

Fokus auf Nutzerwert

Der Fokus liegt auf Informationen, die für Reisende von Nutzen sind. Ausdrücklich nicht erwünscht sind deshalb "Essays oder Reportagen" sowie persönliche Reiseberichte. Wikivoyage sei keine "Plattform für journalistische, atmosphärische Beiträge oder scharfe Kritik an den politischen Zuständen oder empörenden Ereignissen in einem Land."

Die Seite werde "bald" starten, sagte Wales beim Colbert Report. Der Termin sei der 15. Januar 2013, berichtet Skift, eine US-Nachrichtenseite, die auf Reise und Tourismus spezialisiert ist.

Werbefrei und ohne Geschäftsmodell

Ein Geschäftsmodell gebe es für Wikivoyage nicht, sagte Wales. Die Seite werde - wie alle von der Wikimedia Foundation betriebenen Angebote - werbefrei sein. Die Finanzierung soll über Spenden gedeckt werden. Im vergangenen Geschäftsjahr 2011/2012 hat die Wikimedia Foundation 27 Millionen US-Dollar ausgegeben. Die Spenden an die Stiftung in diesem Zeitraum betrugen 38,5 Millionen US-Dollar. Den Großteil des Finanzbedarfs macht laut Wales die Technik - der Betrieb der Rechner sowie Brandbreite - aus.

Wikivoyage existiert schon seit Dezember 2006, wenn auch in einem Betastadium. Entstanden ist es als Abspaltung des 2004 eingerichteten Angebots Wikitravel. Das deutschsprachige Wikivoyage, das inzwischen über 12.000 Einträge hat, wurde jahrelang von einem Verein betrieben. Seit November 2012 gehört es zur Wikimedia Foundation.


Chuzam 11. Jan 2013

Frage mich nur, wie man verhindern möchte, dass da nicht jeder sein eigenes Restaurant...

Kommentieren



Anzeige

  1. Anwendungsentwickler (m/w)
    SIZ GmbH, Bonn
  2. (Senior) Software Engineer - Frontend (m/w)
    365FarmNet Group GmbH & Co.KG, Berlin
  3. Softwareentwickler C# / .NET (m/w)
    Thermo Fisher Scientific | Dionex Softron GmbH, Germering bei München
  4. (Wirtschafts-)Mathematiker / Informatiker (m/w) im Firmenkundengeschäft / Öffentliche Versorgungswerke
    Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Samsung

    Umsatzrückgang durch schwächelnde Mobilsparte

  2. Hintergrund-App

    Shazam hört am Mac immer mit

  3. Security

    Angriffe mit USB-Geräten

  4. Playstation Now

    Vier Stunden spielen für 3 US-Dollar in der offenen Beta

  5. Modbook Pro X

    Ein Macbook Pro Retina als Tablet

  6. 10-Milliarden-US-Dollar-Bewertung

    Alibaba will Anteile an Sexting-Dienst Snapchat

  7. Amazon

    29 kostenpflichtige Apps kostenlos im App-Shop

  8. Opteron A1100

    AMDs ARM-Server-Plattform für Entwickler verfügbar

  9. Exportsoftware

    Umstieg von Aperture auf Lightroom leichtgemacht

  10. Freewavz

    Bluetooth-Kopfhörer als Fitnesstracker



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Shamu Hinweise auf neues Nexus-Smartphone verdichten sich
  2. Translate Community Nutzer sollen Google-Übersetzungen verbessern
  3. Google-Suchergebnisse EU-Datenschützer verlangen weltweite Löschung

Nokia Lumia 930 im Test: Das Beste zum Schluss
Nokia Lumia 930 im Test
Das Beste zum Schluss
  1. Lumia 930 Nokias Windows-Phone-Referenz ab kommender Woche erhältlich
  2. Nokia Lumia 930 Windows-Phone-Referenzklasse kommt im Juli
  3. Smartphone Das schnellere 64-Bit-Déjà-vu

Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Beta von Destiny für alle Spieler
  2. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  3. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur

    •  / 
    Zum Artikel