Wikileaks Wau-Holland-Stiftung verliert Status der Gemeinnützigkeit

Die Wau-Holland-Stiftung darf auch nach ihrem Umzug nach Hamburg keine Spendenquittungen ausstellen. Wie zuvor schon die hessischen Finanzbehörden erkennt auch die Stadt Hamburg die Stiftung nicht als gemeinnützig an.

Anzeige

Wer über die Wau-Holland-Stiftung Geld an Wikileaks oder andere Projekte gespendet hat, erhält weiterhin keine Spendenquittung. Das Finanzamt Hamburg hat der Stiftung den Status der Gemeinnützigkeit rückwirkend für das Jahr 2010 nicht anerkannt. Die Finanzbehörde begründet ihren Schritt mit der Weiterleitung von Spenden an Wikileaks und den dahinterstehenden Personen. Das meldet Der Spiegel vorab.

In dem Schreiben des Finanzamts Hamburg heißt es weiter, dass die Stiftung "die Voraussetzung für eine unmittelbare Verfolgung steuerbegünstigter Zwecke nicht erfüllt". Es fehle an der für einen gemeinnützigen Verein gebotenen Unmittelbarkeit. Die Entscheidung fiel bereits in zweiter Instanz. Die Stiftung will nun sicherstellen, dass sie ihren Status für die Jahre 2011 und 2012 wiedererlangt.

Zu hohe Spenden an Wikileaks

2010 hatte das Finanzamt Kassel der Stiftung die Gemeinnützigkeit ebenfalls aberkannt. Damals waren Spendengelder in Höhe von mehr als 1,33 Millionen Euro allein an Wikileaks über die Stiftung geflossen. Angesichts der Höhe der Spendengelder verweigerte die hessische Finanzbehörde der Stiftung den gemeinnützigen Status. Der Stiftung werfen auch hessische Finanzbehörden fehlende Unmittelbarkeit vor.

Mit dem Umzug aus dem hessischen Frankfurt nach Hamburg hatte sich die Stiftung die Anerkennung als gemeinnütziger Verein erhofft. Damit hätte sie Spendenquittungen ausstellen können.

Laut Spiegel spricht Stiftungsvorstand Bernd Fix von einer "Rufschädigung". Mehr als hundert Spender hätten sich bereits über ausbleibende Spendenquittungen beschwert.

Cryptome veröffentlicht Wikileaks-Posten

Über die Enthüllungsplattform Cryptome wurden vorläufige Transparenzberichte der Wau-Holland-Stiftung für das Jahr 2011 und das erste Halbjahr 2012 veröffentlicht. 2011 wurden 139.401 Euro über die Wau-Holland-Stiftung an Wikileaks gespendet, 660.522 Euro wurden an die Enthüllungsplattform überwiesen. Im ersten Halbjahr 2012 erhielt die Stiftung Spendengelder für Wikileaks in Höhe von 32.838 Euro und gab 246.619 Euro an die Enthüllungsplattform weiter.

Wegen ausbleibender Spenden gerät Wikileaks immer weiter unter Druck. Zuletzt hatte ein Spendenaufruf auf der Webseite der Enthüllungsplattform für Ärger gesorgt.

Wau Holland war einer der Gründer des Chaos Computer Club. Die Stiftung wurde 2003 gegründet und verwaltet unter anderem Wau Hollands Nachlass.


Trockenobst 05. Nov 2012

Ich habe hier eine Datenbank mit Fotos, Adressen etc. von diversen wichtigen Politikern...

kju 05. Nov 2012

Gemeinnützig sind Vereine, die ihre Mittel zu anerkannt gemeinnützigen Zwecken einsetzen...

M.P. 05. Nov 2012

... wann Vereine zur Beratung von Hartz IV Beziehern die Gemeinnützigkeit aberkannt...

fosaq 05. Nov 2012

So viel zur FDP: http://www.youtube.com/watch?v=RjCu_6PfxS8

Eheran 05. Nov 2012

Bitte nicht vergessen: Medikamente müssen einen Wirknachweis erbringen! Sie müssen also...

Kommentieren




Anzeige
  1. Applikationsadministrator/-in
    Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
  2. Teamleiter (m/w) Projektmanagement
    DEXINA AG, Raum Stuttgart
  3. Webentwickler (m/w)
    Global Group Dialog Solutions AG, Idstein
  4. IT-Projektleiter (m/w) - Komplexe IT-Prozesse
    deron consulting GmbH, Stuttgart und Home-Office (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Need for Speed Rivals: Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern
Need for Speed Rivals
Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

Eine offene Spielumgebung, sehr schnelle Autos und spannende Verfolgungsjagden kündigt EA für Need for Speed Rivals an. Das Rennspiel auf Basis der Frostbite-3-Engine erscheint auch für die Next-Gen-Konsole.


Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Zum Artikel