Wikileaks: Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen
Wikileaks-Gründer Julian Assange (im Dezember 2012) (Bild: Leon Neal/AFP/Getty Images)

Wikileaks Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

Wikileaks steht offenbar kurz vor der Pleite: Im vergangenen Jahr hat die Organisation von Julian Assange nur so wenige Spenden erhalten, dass sie nicht mehr in vollem Umfang finanziert werden kann, wie die Wau-Holland-Stiftung in ihrem aktuellen Transparenzbericht erklärt.

Anzeige

Die Spenden für Wikileaks sind erneut dramatisch zurückgegangen. Im vergangenen Jahr sind bei der Wau-Holland-Stiftung nicht einmal 70.000 Euro für die Organisation eingegangen. Das reicht nach Angaben der Stiftung nur noch für das Nötigste.

Gerade mal 68.995 Euro seien 2012 für Wikileaks gespendet worden, schreibt die Wau-Holland-Stiftung in ihrem Transparenzbericht. Das ist halb so viel wie im Vorjahr - 2011 hatten die Spenden 139.401 Euro betragen. 2010, in dem Jahr, als Wikileaks die spektakulären Dokumente zu den Kriegen der USA im Irak und in Afghanistan sowie Tausende diplomatischer US-Depeschen veröffentlichte, bekam die Organisation 1.331.698 Euro.

Nur noch notwendige Infrastrukturkosten

Von dem Geld aus dem Jahr 2010 zehrt die Wau-Holland-Stiftung - und damit Wikileaks - immer noch: Die Ausgaben betragen im Jahr mehrere hunderttausend Euro. 2012 waren es 392.434 Euro. Im diesem Jahr könnten "nur noch notwendige Infrastrukturkosten wie zum Beispiel Serverbetrieb weiterhin durch Spenden an die Stiftung gedeckt werden", heißt es in dem Bericht. Das Budget reiche für "die vollumfängliche finanzielle Förderung des Projektes im gewohnten Umfang" nicht mehr aus. Die sei erst wieder möglich, wenn sich das Spendenaufkommen "im Laufe des Jahres 2013 stark verbessert."

Nach den Veröffentlichungen im Jahr 2010 hatten große Zahlungsdienstleister wie Paypal oder die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard Wikileaks gesperrt. Ende Oktober 2011 hatte Wikileaks angekündigt, wegen Geldmangels keine weiteren Dokumente mehr zu veröffentlichen. Allerdings folgte schon im Dezember 2011 die nächste Veröffentlichung.

Neue Wege für Spenden

2012 hatte die von Julian Assange gegründete Organisation jedoch verschiedene neue Wege für Spenden eröffnet: So können beispielsweise Spenden über die französische Carte-Bleue-Karte abgewickelt werden. Damit wird die Blockade durch Visa und Mastercard umgegangen.

Zudem hatte sich mir der Freedom of the Press Foundation ein neuer Spendensammler gefunden. Selbst eine Paywall um die sogenannten Global Intelligence Files hat Wikileaks im vergangenen Jahr ausprobiert. Geholfen haben diese Maßnahmen offenbar nicht.


BillamGrill 22. Mai 2013

Die machen das aber auch geschickter ;-). Assange hat es einfach geschafft jegliche...

Kasabian 22. Mai 2013

Ich hätte das alles so nicht mehr zusammenbekommen. Danke.

Kasabian 22. Mai 2013

Ansonsten hätte er es auch persönlich anfordern können ;) Die Leute wissen nicht wie...

Kasabian 22. Mai 2013

Das haut ja nun auch nicht hin.. 1. wird Wkileaks völlig anders eingestuft werden...

teenriot 22. Mai 2013

Wikileaks hat den Journalisten weltweit Material zur Verfügung gestellt das in der...

Kommentieren



Anzeige

  1. Fachbereichsleiter (m/w) Produktionsmittelmanagement Storage
    gkv informatik, Wuppertal
  2. Software Engineer (m/w) Schwerpunkt: Aufsichtliches Meldewesen
    Schwäbisch Hall Kreditservice AG, Schwäbisch Hall
  3. Senior System Architect (m/w)
    Siemens AG, München
  4. Application Consultant (m/w) Internet / Market Collaboration
    Viega GmbH & Co. KG, Attendorn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Apple mit Gewinnzuwachs, iPad-Verkauf erneut rückläufig

  2. Quartalsbericht

    Microsoft macht 700 Millionen US-Dollar Verlust mit Nokia

  3. Mayday

    Kindle-Besitzer können auf Knopfdruck Hilfe rufen

  4. Lufthansa Taxibot

    Piloten schleppen ihre Flugzeuge bald selbst zur Startbahn

  5. Geheimdienste

    USA und Deutschland wollen Leitlinien vereinbaren

  6. Geheimdienste

    DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

  7. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  8. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  9. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  10. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Let's Player: "Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
Let's Player
"Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
  1. Transocean Handelssimulation mit Ozeanriesen
  2. Dieselstörmers angespielt Diablo plus Diesel
  3. Quo Vadis Computec Media übernimmt Mehrheit an Aruba Events

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  2. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein
  3. Cyanogenmod-Smartphone Weitere Käufer erhalten das Oneplus One

Android Wear: Pimp my watch
Android Wear
Pimp my watch
  1. Android Wear API für Watch Faces soll bald kommen
  2. Google Camera App Kamera-Fernbedienung für Android Wear
  3. Android Wear Erstes Custom-ROM für LGs G Watch erschienen

    •  / 
    Zum Artikel