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Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011
Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011 (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Wikileaks: Bradley Manning gibt Geheimnisverrat zu

Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011
Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011 (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Nach über 900 Tagen in Haft gibt der US-Soldat Bradley Manning nach - zumindest ein bisschen. Er gesteht den Verrat von Geheimnissen ein, bekennt sich aber in keinem Anklagepunkt schuldig. Manning ist mutmaßlich die Hauptquelle der Veröffentlichungen von US-Material durch Wikileaks.

In Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland findet derzeit eine Anhörung vor einem Militärgericht statt. Der Angeklagte ist der Soldat Bradley Manning, inzwischen 24 Jahre alt - seit Mai 2010 sitzt er im Gefängnis. Vorgeworfen werden dem Mann in 22 Punkten unter anderem Geheimnisverrat, Computerbetrug, Spionage und Kollaboration mit dem Feind. All das sind Anklagepunkte, die Manning vor dem Militärgericht lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe einbringen könnten.

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Wegen der Eigenheiten der Militärgerichtsbarkeit der USA ist es wichtig, ob sich ein Angeklagter zu den Punkten schuldig oder unschuldig bekennt. Laut einer Stellungnahme seines Anwalts David Coombs hat Manning weder das eine noch das andere getan. Aber: Er hat sich, so der Verteidiger, zu Vorwürfen eingelassen, "die darin enthalten sind". Er hat den Verrat von Geheimnissen eingeräumt.

Das ist bemerkenswert, bisher schwieg Manning beharrlich zu allem, was ihm vorgeworfen wird. Manche US-Medien, beispielsweise Forbes, machten aus der Einlassung des Soldaten gleich die Nachricht, Manning bekenne sich in einem Anklagepunkt schuldig. Ziel sei es, einen Deal mit den Anklägern auszuhandeln.

Juristische Ränkespiele

Dem widerspricht sein Anwalt: "Mannings Einlassung ist nicht Teil einer Abstimmung oder eines Deals mit der Regierung", schreibt Anwalt Coombs. Vielmehr gehe es darum herauszufinden, ob das Einräumen eines Vorwurfs "rechtlich möglich" sei. Eine mögliche Übersetzung des Justizenglisch könnte lauten: Wir probieren mal, ob das Zugeben eines Punktes, der nicht direkt Teil der Anklage ist, etwas verändert.

Mit der Einlassung Mannings könnte Bewegung in dessen Verfahren kommen, das immer noch in der Anhörungsphase feststeckt. Dass dem Mann der Prozess vor einem Militärgericht eröffnet wird, steht schon fest. Manning selbst hat in der laufenden Anhörung das Militärgericht einer zivilen Kammer vorgezogen.

Er gilt als die Hauptquelle der spektakulären Veröffentlichungen von Wikileaks zu den Kriegen in Afghanistan und dem Irak. Auch die Depeschen von US-Diplomaten soll Manning an die Whistleblower-Plattform weitergeleitet haben. Dazu hatte er, sofern sich die Vorwürfe bewahrheiten, gute Gelegenheit: Mannings letzter Posten im aktiven Dienst war der eines Analysten des US-Militärgeheimdienstes im Irak.


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patf 09. Nov 2012

Seriously? //edit: nvm, lesen sollte man können. ;-)

beaver 09. Nov 2012

WW2 ist fast 70 Jahre her. Die USA bestätigen aber leider sogar jetzt noch, dass sie...

azeu 08. Nov 2012

wäre Manning ein Chinese und hätte chinesische Staatsleichen enthüllt, würde der gesamte...

Thaodan 08. Nov 2012

Das Zivilisten nicht betroffen werden dürfen sie aber schon seit Jahrhunderten im...

deutscher_michel 08. Nov 2012

Naja Obama hat jetzt schon mehr Zivilisten auf dem Gewissen als Arafat.. Terrorist oder...

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