Julian Assange
Julian Assange (Bild: Geoff Caddick/AFP/Getty Images)

Wikileaks Assange lässt Polizei-Ultimatum verstreichen

Julian Assange will der Aufforderung der britischen Polizei nicht nachkommen, sich den Behörden zu stellen. Er will in der ecuadorianischen Botschaft bleiben, bis über seinen Asylantrag entschieden wird.

Anzeige

Die britische Polizei hatte am gestrigen 28. Juni 2012 Julian Assange eine schriftliche Aufforderung in der ecuadorianischen Botschaft zukommen lassen. Darin wurde er aufgefordert, sich am heutigen Freitag um 11:30 Uhr Ortszeit der Polizei zu stellen. Assange hatte die Aufforderung schon im Laufe des Tages abgelehnt.

Die Wikileaks-Sprecherin Susan Benn verlas am Nachmittag (Ortszeit) eine Erklärung Assanges, in der er abermals die Befürchtung äußert, während seiner Inhaftierung in Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Er werde so lange in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben, bis über seinen Asylantrag entschieden worden sei.

Mehrfach hatten Offizielle in Australien betont, dass ihnen keine Informationen über eine mögliche Auslieferung bekannt sei. Assange argumentiert, dass eine geheime Vorladung (Subpoena) gegen ihn vorbereitet werde. Diese werde nach US-Recht erst dann öffentlich gemacht, wenn er dort in Haft genommen wird.

In einem Statement betonte die ecuadorianische Regierung vor wenigen Tagen, dass sie die guten Beziehungen zu Großbritannien aufrechterhalten wolle. Gleichzeitig prüfe sie weiterhin Assanges Asylantrag.

Spendensammeln mit Musik-CD

Indes leidet Wikileaks offensichtlich an Geldmangel. Heute gab die Enthüllungsplattform bekannt, dass sie eine CD mit zwölf Musikstücken veröffentlicht. Sie trägt den Titel "Beat the Blocade" und enthält unter anderem Titel wie "The Ballad of Julian Assange" von Joonas Laine oder "Wikileaks Samba" von Sonic Disobedience. Es sind "zwölf coole und inspirierende Songs über den Kampf um Wikileaks, Julian Assange, Bradley Manning und Anonymous", heißt es auf der Wikileaks-Webseite.

Die herunterladbare CD kostet 11,99 US-Dollar oder wahlweise 24,99 US-Dollar als "Supporter Version" für "diejenigen, die Wikileaks wirklich helfen wollen." Die Einnahmen sollen an Wikileaks gehen und sind ebenfalls für die Finanzierung der Verteidigung von Bradley Manning vorgesehen.

Vor wenigen Tagen begann in Island der Prozess zwischen Datacell und Valitor. Datacell hatte gemeinsam mit Wikileaks Klage gegen das Unternehmen eingereicht, das Zahlungen von Visa und Mastercard abwickelt. Valitor hatte seit Dezember 2010 keine Spenden mehr weitergeleitet, die über die Kreditkarteninstitute eingegangen waren.


möp 04. Jul 2012

Schon wieder Unfug. Artikel 41 (1) Alle Personen, die Vorrechte und Immunitäten genie...

Kommentieren



Anzeige

  1. Technischer Projektleiter (m/w) Automotive
    Siemens AG, Erlangen
  2. Dynamics NAV Entwickler (m/w)
    teamix GmbH, Nürnberg
  3. Business Analyst (m/w) für Online Communication Systems
    HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  4. Entwicklungsingenieur (m/w) Software Fahrwerkselektronik
    Continental AG, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

OS X Yosemite im Test: Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
OS X Yosemite im Test
Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
  1. OS X 10.10 Yosemite ist da
  2. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  3. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

    •  / 
    Zum Artikel