Wifi.ee WLAN-Paradies Estland

Egal ob Insel, kleines Dorf oder Hauptstadt - der Weg bis zum nächsten offenen WLAN ist in Estland nie weit. Dafür sorgt Veljo Haamer mit seinen kostenlosen Hotspots von Wifi.ee.

Anzeige

Hinsetzen, Laptop aufklappen und im Web surfen: In den Cafés der Altstadt Tallinns ist das ohne weiteres möglich. Selbst einige Supermärkte, Buslinien oder Tankstellen bieten ihren Kunden über die WLAN-Hotspots von Wifi.ee Internetzugang. Zu verdanken haben Esten und Touristen das dem 43-jährigen Veljo Haamer, mit dem Golem.de über sein Projekt Wifi.ee gesprochen hat.

Das Grundkonzept von Wifi.ee ist schnell erklärt. Da zum Bezahlen mit einer Debit- oder Kreditkarte sowieso ein Internetanschluss notwendig ist, kann "die Bandbreite, die nicht gebraucht wird, den Gästen bereitgestellt werden", erklärt Haamer.

Vor zehn Jahren reiste der studierte Physiker Haamer durch die USA und nutzte dabei das offene WLAN im New Yorker Bryant Park, um mit seiner Familie zu kommunizieren. Das brachte ihn auf die Idee, kostenlose WLAN-Hotspots auch in Estland zu etablieren und seinen Landsleuten einen freien Internetzugang zu bieten.

Aus dieser Idee entstand das Hotspot-Netzwerk Wifi.ee, das Haamer mit zwei Kollegen freiberuflich betreut. Unterstützt werden sie dabei von Freiwilligen, die meist in den ländlichen Regionen Estlands leben.

Fast überall Internet

Heute stehen mehr als 1.100 Wifi.ee-Hotspots zur Verfügung, verteilt über ganz Estland mit seinen etwa 1,3 Millionen Einwohnern. Jeder Este kann in kurzer Zeit einen der Wifi.ee-Hotspots erreichen: "In fast jeder Stadt Estlands gibt es mindestens einen Hotspot", sagt Haamer.

Gleich fünf Hotspots befinden sich auf der Insel Ruhnu in der Rigaer Bucht. Hier leben zwar nur knapp 60 Personen, es kommen aber viele Touristen auf die Insel. In einem anderen Dorf haben die Bewohner für einen Hotspot mit HSPA zusammengelegt: So kann das gesamte Dorf am digitalen Leben teilhaben.

Wifi.ee profitiert dabei auch von den großen Mobilfunkanbietern in Estland, denn deren monatliche Volumengrenzen liegen oft bei 30 oder 50 GByte. Zu Preisen ab etwa 20 oder 25 Euro im Monat können auch unbegrenzte Tarife genutzt werden. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen beträgt etwa 800 Euro.

Gratisinternet? 

virtualC 23. Dez 2012

Das hoert sich ja an wie das reine Wlan-Paradies auf Erden. Warum kann das in Deutschland...

SoniX 18. Jul 2012

Ich lese es mir später nochmal durch. Im Moment konnte ich es nur schnell überfliegen...

Casandro 18. Jul 2012

Das ist irrelevant, da kommerzielle Anbieter ebenfalls nicht vertrauenswürdig ist. Fast...

Casandro 18. Jul 2012

Das Problem gibts ganz genau so mit Telefonzellen. Da könnte ich auch Geld rein werfen...

Casandro 18. Jul 2012

Naja, 99% aller freien WLANs hatten noch nie Probleme, selbst bei Abmahnungen. Es würde...

Kommentieren




Anzeige
  1. Tester (m/w) im Bereich Design, Automatisierung, Management und ISTQB
    QualityMinds GmbH, München, Nürnberg
  2. Solution Architect Data Warehouse (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, not specified
  3. Software-Entwickler (m/w) Windows embedded Systeme
    TRUMPF GmbH & Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  4. Energiewirtschafts-Spezialist (m/w) für den Bereich Software-Analyse
    SCHLEUPEN AG, Moers

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Filesharing

    Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

  2. Oslic und Oscad

    Ratgeber für freie Lizenzen

  3. Datenschutz-Grundverordnung

    Chaos Computer Club fürchtet Datenschutzauflösung durch EU

  4. 3M

    Quantenpunkte sollen LCDs farbiger machen

  5. Solar Impulse

    Solarflugzeug fliegt nach Dallas

  6. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet

  7. Linuxtag 2013

    Univention Absolventenpreis für Stauvermeidung

  8. Smartphones

    Kritik an Samsungs "rabiater Vorherrschaft"

  9. Steve Wilhite

    Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates

  10. Seagate

    4-TByte-Festplatte für DVR und Videoüberwachung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Ruckus Wireless: Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots
Ruckus Wireless
Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

Über 3.000 Telefonzellen stattet Ruckus Wireless als kostenlose WLAN-Hotspots aus. Das maximale tägliche Datenübertragungsvolumen liegt pro Nutzer bei 1 GByte.

  1. Projekt Millilink Fraunhofer-Institut überträgt 40 GBit/s über Richtfunk
  2. Metageek InSSIDer 3 mit Linkscore fürs Heim-WLAN
  3. Kabel Deutschland Kostenloses Berliner WLAN-Netz 250.000-mal genutzt

Zum Artikel