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Start des Raumfahrzeugs New Shepard (Ende April 2015): technisch machbar, aber auch ökonomisch sinnvoll?
Start des Raumfahrzeugs New Shepard (Ende April 2015): technisch machbar, aber auch ökonomisch sinnvoll? (Bild: Blue Origin)

Mehrwegrakete: Schieß sie noch mal ins All

Bislang geht das Konzept zwar noch nicht so recht auf - dennoch wollen weitere US-Raumfahrtunternehmen ganze Raketenstufen oder zumindest Teile davon mehrfach einsetzen. In der Theorie klingt das gut, an der praktischen Umsetzung hapert es jedoch noch.

Wiederverwenden statt Einwegraketen: Während die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) zum Konzept aus dem Apollo-Zeitalter zurückkehrt, setzen US-Raumfahrtunternehmen auf das Vorbild des Spaceshuttles: Statt die Antriebsstufe einer Rakete ins Meer fallen oder beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen zu lassen, wollen die privaten Raumfahrer Teile ihrer Trägerraketen mehrfach nutzen. Sie wollen aber unterschiedliche Teile bergen.

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Allen voran propagiert Elon Musk, Chef von Space Exploration Technologies (SpaceX), das Konzept der wiederverwendbaren Raketen: Die erste Stufe der Trägerrakete soll landen und dann in kurzer Zeit wieder startbereit sein. Aber auch Blue Origin und United Launch Alliance (ULA) wollen Teile mehrfach nutzen.

ULA kündigt neue Rakete an

ULA, ein Gemeinschaftsunternehmen der Luft- und Raumfahrtkonzerne Boeing und Lockheed Martin, hat kürzlich das Konzept für eine neue Trägerrakete vorgestellt. Next Generation Launch System (NGLS) ist die offizielle Bezeichnung der Rakete. US-Bürger tauften sie in einer Online-Abstimmung Vulcan. Die Rakete solle "die leistungsstärkste und kosteneffizienteste Rakete auf dem Markt werden", kündigte ULA-Chef Tory Bruno an.

Die Vulcan wird aus zwei Antriebsstufen und einer Verkleidung für die Nutzlast bestehen. Die Nutzlastverkleidung kann einen Durchmesser von vier oder fünf Metern haben. Außen an der ersten Stufe angebrachte Feststoffraketen sorgen für zusätzlichen Schub. Bei dem Vier-Meter-Konus werde es bis zu vier, bei dem Fünf-Meter-Konus bis zu sechs Booster sein. Die Rakete kann laut ULA für Missionen in niedrige Erdumlaufbahnen (Low Earth Orbit, Leo) ebenso eingesetzt werden wie für Reisen zu entfernten Himmelskörpern, etwa dem Pluto.

Vulcan bekommt andere Triebwerke

Die erste Stufe der Vulcan wird ein anderes Triebwerk erhalten als eine derzeitigen Raketen von ULA: Das Unternehmen will Triebwerke vom US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin beziehen. Die Atlas, die demnächst das unbemannte Raumfahrzeug X-37B in den Orbit bringen wird, fliegt mit russischen Raketentriebwerken vom Typ RD-180.

  • Die Trägerrakete Vulcan von  ULA (Bild: ULA)
  • Schnitt durch die Vulcan - sie kann mit zwei verschieden großen Bugkoni ausgestattet werden. (Bild: ULA)
  • ULAs Konzept zur Wiederverwendung: Nur die Antriebssektion soll mehrfach eingesetzt werden. (Bild: ULA)
Die Trägerrakete Vulcan von ULA (Bild: ULA)

Da die politischen Beziehungen zwischen den USA und Russland sich massiv verschlechtert haben, soll offensichtlich auf inländische Produkte zurückgegriffen werden - auf das Triebwerk von Blue Origin oder alternativ auf eines des US-Unternehmens Aerojet Rocketdyne.

ULA will nur das Triebwerk bergen ...

Die erste Stufe wird aus zwei Teilen bestehen: dem Tank und der Antriebseinheit mit zwei BE-4-Triebwerken. Diese will ULA bergen und erneut einsetzen - anders als bei Konkurrent SpaceX soll also nicht die ganze erste Stufe wiederverwendet werden.

Nach dem Ausbrennen der Triebwerke werde die Antriebseinheit vom Tank getrennt, sagt George Sowers, Bereichsleiter Advanced Programs bei ULA, zu Golem.de. Dann werde ein aufblasbarer Hitzeschild entfaltet, der verhindern soll, dass die Antriebseinheit beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Um den Fall zu bremsen, entfaltet sich ein Fallschirm.

... und ein Hubschrauber fängt es

Während die Antriebseinheit an ihrem Fallschirm zur Erde segelt, soll ein Hubschrauber aufsteigen und die Triebwerke bergen - im Flug. "Der Helikopter wird den Fallschirm mit einem Haken einfangen", beschreibt Sowers. Das klingt zumindest nach einem interessanten Konzept.

Während Vulcan noch ein Konzept ist, übt SpaceX schon fleißig den Abstieg und die Landung von Raketen.

SpaceX steigt ab 

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baz 21. Mai 2015

Treibstoffreste dürften nicht sonderlich bedenklich sein, zum einen dürfte es davon nicht...

flurreh 21. Mai 2015

Auf den meisten Planeten, den Mond eingschlossen, bringt das nicht viel. Deswegen machen...

AndyMt 20. Mai 2015

Absolut! Das geniale an KSP ist ja, dass es die Sache soweit vereinfacht, dass die...

Muhaha 19. Mai 2015

In Deutschland hat man kein Problem mit staatlicher Hilfe, staatlicher Regulierung...

oliver.n.h 19. Mai 2015

Nun das spaceshuttle unterschied sich nicht gross von einem flugzeug, das wird auch alle...



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