Anzeige
Werbefinanzierte Copyrightverstöße: Die Spur des Geldes im Netz
(Bild: Bernadett Szabo/Reuters)

Google lässt mit Rechteinhabern den illegalen Markt erforschen

Anzeige

Dass Google prinzipiell bereit ist, über gesetzliche Verpflichtungen im Kampf gegen Copyrightverstöße hinauszugehen, zeigte sich im Herbst 2012. Google kündigte an, Internetangebote prinzipiell in den Suchergebnissen herabzustufen (Downranking), gegen deren Unterseiten häufig Löschanträge eingehen. Dazu wäre das Unternehmen nach dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) nicht verpflichtet, der nur die konkreten Löschungen regelt. Könnte Google noch einen Schritt weitergehen und die betroffenen Internetangebote gezielt von seinen Werbenetzwerken und Anzeigensystemen ausschließen?

Zumindest scheinen sich Google und Rechteindustrie beim Thema gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen entgegenzukommen. Gemeinsam mit der britischen Urheberrechtsgesellschaft Performing Rights Society for Music finanzierte Google die Studie The Six Business Models of Copyright Infringement (Juni 2012) - zu Deutsch etwa: Die sechs Geschäftsmodelle auf Grundlage von Urheberrechtsverletzungen. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich zum Beispiel 86 Prozent der Internetportale, die zu illegal veröffentlichten Werken verlinken (P2P search sites), über Anzeigen finanzieren.

Auch der Ansatz des Annenberg Innovation Labs scheint bei Google zumindest intern einzuleuchten. Das Institut zitiert einen nicht namentlich genannten, "prominenten" Google-Manager mit den Worten: "Der Spur des Geldes zu folgen ist der exakt richtige Fokus" ("following the money is exactly the right focus").

GVU: Austrocknen der Finanzquellen

Mit der Liste will das Annenberg Innovation Lab die Online-Werbewirtschaft offensichtlich unter Druck setzen, Anzeigen auf Piratenseiten aktiv zu blockieren. Sonst bleibt der Vorwurf, dass sie Tätern gewerblicher Urheberrechtsverletzungen bei der Anzeigenakquise hilft, um Vermittlungsprovisionen einzustreichen.

Ein Werbeboykott könnte gewerbsmäßige Copyrightverstöße deutlich eindämmen, meint auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die von den großen Verbänden der Film-, Musik- und Spieleindustrie unterstützt wird. Er würde den "Lebensnerv der strafbaren Geschäftsmodelle" treffen, sagte eine Sprecherin iRights.info. Das "Austrocknen der Finanzquellen" von Websites, die urheberrechtlich geschützte Inhalte massenhaft illegal verwerten, ist 2013 laut Geschäftsführer Matthias Leonardy eine "Top-Priorität" der GVU.

 Werbefinanzierte Copyrightverstöße: Die Spur des Geldes im NetzFolgen für den Werbemarkt 

eye home zur Startseite
Trockenobst 13. Jan 2013

Ging es bei dem Thema nicht um Informationsfreiheit, Lagerfeuerromantik und all die...

Trockenobst 13. Jan 2013

Ich finde die Übertreiben. Der Untergrund hat genug Werbekunden aus der Porno...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Inhouse Consultant PLM (m/w)
    PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Blomberg
  2. Solution Consultant (m/w)
    GIS Gesellschaft für InformationsSysteme AG, Hannover oder Hamburg (Home-Office möglich)
  3. Fachinformatiker (m/w)
    SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  4. (Junior) Web- / Mobile-Entwickler (m/w)
    DuMont Personal Management GmbH, Köln

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. USA

    Furcht vor Popcorn Time auf Set-Top-Boxen

  2. Unplugged

    Youtube will Fernsehprogramm anbieten

  3. Festnetz

    Telekom-Chef verspricht 500 MBit/s im Kupfernetz

  4. Uncharted 4 im Test

    Meisterdieb in Meisterwerk

  5. Konkurrenz für Bandtechnik

    EMC will Festplatten abschalten

  6. Mobilfunk

    Telekom will bei eSIM keinen Netzwechsel zulassen

  7. Gründung von Algorithm Watch

    Achtgeben auf Algorithmen

  8. Mobilfunk

    Störung zwischen E-Plus-Netz und Telekom

  9. Bug-Bounty-Programm

    Facebooks jüngster Hacker

  10. Taxidienst

    Mytaxi-Bestellungen jetzt per Whatsapp möglich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Snapchat: Wir kommen in Frieden
Snapchat
Wir kommen in Frieden
  1. O2-Mobilfunknetz Snapchat-Nutzer in Deutschland sind Schüler
  2. Snapchat-Update Fließender Wechsel zwischen Text, Video und Audio
  3. Messaging Snapchat kauft Bitstrips für über 100 Millionen US-Dollar

Gardena Smart Garden im Test: Plug and Spray mit Hindernissen
Gardena Smart Garden im Test
Plug and Spray mit Hindernissen
  1. Revolv Google macht Heimautomatisierung kaputt
  2. Intelligentes Heim Alphabet könnte sich von Nest trennen
  3. You-Rista Kaffeemaschine mit App-Anschluss

Netzpolitik: Edward Snowden ist genervt
Netzpolitik
Edward Snowden ist genervt
  1. Snowden Natural Born Knüller
  2. NSA-Affäre BND-Chef Schindler muss offenbar gehen
  3. Panama-Papers 2,6 TByte Daten zu dubiosen Offshore-Firmen

  1. Cool.

    AllDayPiano | 01:49

  2. Re: Werden Günstiger wenn mehr Hergestellt werden...

    Unfug | 01:36

  3. Re: Gebrauchtmarkt

    Unfug | 01:01

  4. Re: Und was kommt dann?

    plutoniumsulfat | 00:57

  5. Ganz einfach:

    b1n0ry | 00:52


  1. 13:08

  2. 11:31

  3. 09:32

  4. 09:01

  5. 19:01

  6. 16:52

  7. 16:07

  8. 15:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel