Anzeige
Weltraumteleskop Hubble: kürzere Brennweite für den Blick zur Erde
Weltraumteleskop Hubble: kürzere Brennweite für den Blick zur Erde (Bild: Nasa)

Weltraumteleskop US-Geheimdienst schenkt der Nasa zwei Spionageteleskope

Der für Satellitenspionage zuständige US-Geheimdienst NRO hat der Nasa zwei Teleskope geschenkt. Diese waren mutmaßlich dafür gedacht, die Erde aus dem Orbit auszuspionieren. Jetzt soll eines als Weltraumteleskop genutzt werden.

Anzeige

Hubble könnte bald Gesellschaft bekommen: Die Nasa hat zwei Weltraumteleskope erhalten. Die beiden sind eine Spende vom National Reconnaissance Office (NRO), einem militärischen US-Geheimdienst, der für die Spionagesatelliten zuständig ist.

Keine Angaben zum Zweck

Gebaut wurden die beiden Teleskope im Auftrag des NRO - offensichtlich, um auf die Erde zu schauen und zu spionieren. So genau will sich der Geheimdienst dazu nicht äußern. "Das ist nichts, worüber wir reden", sagte NRO-Sprecherin Loretta Desio.

Allerdings kam es nie so weit: Die beiden Teleskope lagern in einem Reinraum beim US-Unternehmen ITT Exelis in Rochester im US-Bundesstaat New York. Die NRO habe deshalb Anfang 2011 bei der Nasa angefragt, ob die US-Weltraumbehörde die beiden Teleskope haben wolle, berichtet die New York Times.

Gedacht für den Blick nach unten

Die Teleskope haben jeweils einen Spiegel mit einem Durchmesser von 94 Zoll, knapp 2,40 Meter - das entspricht dem des Spiegels von Hubble. Dafür haben sie eine kürzere Brennweite, was einen breiteren Bildausschnitt ermöglicht. Diese Teleskope seien eindeutig dafür konzipiert, nach unten zu schauen, erklärte Matt Mountain, Leiter des Space Telescope Science Institut der Nasa. Damit hätte man eine Vierteldollarmünze auf der Spitze des Washington Monuments ausmachen können.

Ein Team um den Nasa-Mitarbeiter John Grunsfeld hat einen Plan entwickelt, um eines der Teleskope ins All zu schießen und als Weltraumteleskop einzusetzen. Grunsfeld war als Astronaut mehrfach mit dem Spaceshuttle im All. Drei Mal flog er zum Weltraumteleskop Hubble, um daran Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen. Das Konzept hat Grunsfeld dieser Tage vor der US-Akademie der Wissenschaften, der National Academy of Sciences (NAS), vorgestellt.

Exoplaneten und dunkle Energie

Es sieht vor, das Teleskop für die Suche nach Exoplaneten sowie für die Erforschung der dunklen Energie einzusetzen. Dafür seien die Teleskope sehr gut geeignet, erfuhr Grunsfeld von Astronomen. Die beiden Themen stehen derzeit ganz oben auf der Agenda der Astronomen.

Dafür sollte das Wide Field Infrared Survey Telescope (Wfirst) eingesetzt werden, ein 1,5 Milliarden US-Dollar teures Weltraumteleskop. Das Programm liegt aber auf Eis - der Nasa fehlt dafür wegen des Missmanagements beim Weltraumteleskop James Webb das Geld. Eines der NRO-Teleskope könnte Wfirst ersetzen und wäre sogar früher einsatzbereit.

Instrumente abgebaut

Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg: Die Teleskope sind derzeit nicht einsatzbereit. Ein Teil der Ausrüstung für den Betrieb im All, etwa die Sonnensegel, fehlt ebenso wie Kameras und diverse andere Komponenten - sie wurden teilweise von der NRO wieder abgebaut, um den ursprünglichen Zweck der Teleskope zu verschleiern.

2019 oder 2020 könne das Teleskop ins Weltall geschossen werden - vorausgesetzt, die Nasa erhalte ausreichende Mittel, zitiert die Washington Post Paul Hertz, den leitenden Astrophysiker der Nasa. Realistischer sei aber Mitte des kommenden Jahrzehnts.


eye home zur Startseite
__destruct() 08. Jun 2012

Das ist nicht schwulenfeindlich oder kriegsverherrlichend gemeint. Ich habe das Zitat in...

flocz 07. Jun 2012

Soviel muss es nicht mal sein. Es gibt soviele weltraum interessierte Menschen - ich...

burzum 07. Jun 2012

Google hätte Dir das auch beantworten können: http://en.wikipedia.org/wiki/KH-11 http...

Zwangsangemeldet 07. Jun 2012

Was ist denn wohl der Grund dafür, dass das NRO die Teleskope nun doch nicht für die...

__destruct() 07. Jun 2012

An Googles Stelle könnten die sich einfach aus D verpissen und ihren Dienst trotzdem...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior-Manager (m/w) Koordination Informationssicherheit
    Deutsche Post DHL Group, Bonn
  2. Systemberater/in Client Betriebssysteme
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. Java Softwareingenieur/in OES Diagnostics
    Robert Bosch GmbH, Plochingen
  4. IT-Spezialistin/IT-Spezialist (Windows-Arbeitsplätze)
    Landeshauptstadt München, München

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: Batman v Superman: Dawn of Justice Ultimate Collector's Edition (inkl. 3D-Steelbook & Batman Figur) (exklusiv bei Amazon
    139,99€
  2. NUR BIS SONNTAG: Blu-rays reduziert
    (u. a. Jurassic World 9,99€, Terminator Genisys 9,99€, Fast & Furious 7 8,97€, Fantastic Four...
  3. Game of Thrones [dt./OV] Staffel 6
    (jeden Dienstag ist eine neue Folge verfügbar)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Basistunnel

    Bestens vernetzt durch den Gotthard

  2. Kniterate

    Der Maker lässt stricken

  3. Maker Faire Hannover 2016

    Denkt denn keiner an die Kinder? Doch, alle!

  4. Sampling

    Hip-Hop bleibt erlaubt

  5. Tubeninja

    Youtube fordert Streamripper zur Schließung auf

  6. iPhone 7

    Erste Kopfhörer-Adapter für Lightning-auf-Klinke gesichtet

  7. Wiko Jerry

    Das schwer zu bekommende 100-Euro-Smartphone

  8. Snapdragon Wear 1100

    Neuer Chip für kleine Linux- und RTOS-Wearables

  9. 8x Asus ROG

    180-Hz-Display, Project Avalon, SLI-WaKü-Notebook & mehr

  10. Velohub Blinkers

    Blinker und Laserabstandhalter fürs Fahrrad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. Doom im Technik-Test Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  2. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  3. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Fehler in Blogsystem 200.000 Zugangsdaten von SZ-Magazin kopiert
  2. Überwachung Aufregung um Intermediate-Zertifikat für Bluecoat
  3. IT-Sicherheit SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen

  1. Re: Und wenn man zu langsam fährt?

    Quantium40 | 12:08

  2. Re: Altersabhängiger Nährstoffbedarf

    check0790 | 12:07

  3. Re: Schlechte Update Aussichten

    krank | 12:07

  4. Re: Preise auf ark.intel.com

    Sarkastius | 12:06

  5. Re: Lächerliche Entwicklung

    H4ndy | 12:04


  1. 12:04

  2. 11:49

  3. 11:41

  4. 11:03

  5. 10:40

  6. 10:08

  7. 09:54

  8. 09:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel