Weibo: Chinesischer Twitter-Dienst führt restriktive Regeln ein
Nachrichten können gelöscht, Nutzerkonten gesperrt werden: Weibo (Bild: Sina/Screenshot: Golem.de)

Weibo Chinesischer Twitter-Dienst führt restriktive Regeln ein

Der chinesische Microblogging-Dienst Weibo führt neue Nutzungsbedingungen ein. Diese verbieten den Nutzern, über bestimmte Themen zu twittern oder Gerüchte zu verbreiten.

Anzeige

Das chinesische Webportal Sina verschärft die Nutzungsbedingungen für Weibo, das chinesische Pendant zum Microblogging-Dienst Twitter. Das schreibt unter anderem vor, worüber die Nutzer Nachrichten schreiben dürfen und worüber nicht. Die Regeln schließen eine Reihe von Themen aus.

Nach den Nutzungsbedingungen - hier eine englische Übersetzung - dürfen Nutzer beispielsweise keine Nachrichten verbreiten, die den Grundprinzipien der Verfassung widersprechen, die der Einheit, der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit der Nation schaden oder Staatsgeheimnisse offenbaren. Außerdem dürfen über den Microblogging-Dienst keine Gerüchte gestreut werden, die die soziale Stabilität gefährden.

Nachrichten löschen, Kommentare sperren

Für den Fall, dass Nutzer gegen die Regeln verstoßen, behält sich das Internetunternehmen Sina, zu dem Weibo gehört, vor, die Nachrichten zu löschen, die Kommentarfunktion zu sperren und zu verhindern, dass sie erneut gepostet werden. Den Nutzern droht eine Sperrung ihres Kontos, so dass sie keine Nachrichten mehr versenden können, oder sogar eine Löschung des Kontos. Eine Testphase mit den Regeln, die das britische Blog The Next Web publik gemacht hat, soll am 28. Mai 2012 beginnen.

Kürzlich hatten die Behörden in Peking verfügt, dass Nutzer aus der Hauptstadt nur noch unter Klarnamen und nach einer Registrierung Weibo weiter nutzen dürfen. Solche Regelungen gelten oft nicht auf nationaler, sondern auf Provinzebene. In den neuen Bedingungen von Sina heißt es dazu, die Nutzerregistrierung erfolge "in Übereinstimmung mit gegenwärtig geltenden Gesetzen und Vorschriften."

Vermeintlicher Mord an Kim Jong-un

Die Verschärfung von Sinas Geschäftsbedingungen dürfte in Zusammenhang stehen mit den Bemühungen der Regierung um eine Regulierung von Diensten wie Weibo. Auf diese Weise soll die Verbreitung von Falschmeldungen verhindert werden, wie etwa der, dass der neue nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un bei einem Besuch in Peking ermordet worden sei.

Kürzlich waren mehrere Nutzer verhaftet worden, nachdem sie Gerüchte über einen Staatsstreich über das Internet verbreitet hatten. Die politische Situation im Land ist wegen des Wechsels an der Spitze der Partei, der voraussichtlich im Herbst vollzogen wird, angespannt.


Kommentieren



Anzeige

  1. Direktor (m/w) Collaboration und Web Technologien
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Produktmanager Digital (m/w)
    Commerz Finanz GmbH, München
  3. Softwareentwickler GUI, HMI (m/w)
    GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH, Kaufering (Raum München)
  4. Mobile Developer - Andriod / iOS (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel