Abo
  • Services:
Anzeige
Ähnlich wie vor fehlerhaften HTTPS-Verbindungen soll bald auch vor HTTP gewarnt werden.
Ähnlich wie vor fehlerhaften HTTPS-Verbindungen soll bald auch vor HTTP gewarnt werden. (Bild: Screenshot)

Websicherheit: Chrome will vor HTTP-Verbindungen warnen

Ähnlich wie vor fehlerhaften HTTPS-Verbindungen soll bald auch vor HTTP gewarnt werden.
Ähnlich wie vor fehlerhaften HTTPS-Verbindungen soll bald auch vor HTTP gewarnt werden. (Bild: Screenshot)

Die Entwickler des Google-Browsers planen Warnsymbole bei unverschlüsselten HTTP-Verbindungen. Langfristig ist das Ziel, dass HTTPS-Verbindungen der Standard und HTTP-Verbindungen die Ausnahme werden.

Anzeige

Bisher ist es nur ein Plan, den Chrome-Entwickler Chris Palmer zur Diskussion stellt - doch der dürfte für Furore sorgen: Künftige Versionen des Chrome-Browsers von Google könnten vor HTTP-Verbindungen ohne TLS-Verschlüsselung im Benutzerinterface warnen. Eine Verbindung zu einer HTTP-Webseite würde dann so aussehen wie heute eine HTTPS-Verbindung mit fehlerhaftem Zertifikat.

Abwesenheit von Sicherheitssymbol wird ignoriert

Dass Google HTTPS zum Standard im Netz machen möchte, ist nicht neu, aber dieser Plan dürfte das Vorhaben auf eine neue Stufe heben. Bisher werden HTTPS-Verbindungen üblicherweise mit einem grünen Schloss angezeigt, bei gewöhnlichen HTTP-Verbindungen erscheint dies nicht. Das sei aber ein Problem, wird in dem Google-Vorschlag argumentiert, denn Nutzer nähmen die Abwesenheit eines Sicherheitssymbols oft nicht wahr. Künftig könnten daher HTTP-Inhalte mit einem Warnsymbol angezeigt werden.

Dieses Vorgehen würde eine lange vorhandene Paradoxie bei HTTPS-Verbindungen beenden. Bisher riskieren Webmaster, die HTTPS einsetzen, dass ihre Nutzer diverse Warnungen angezeigt bekommen - wenn vergessen wird, das Zertifikat auszutauschen oder auch, wenn HTTP-Inhalte auf HTTPS-Seiten eingebunden werden (sogenannter Mixed-Content). Daher schafft das momentane System eher Anreize, unsichere Verbindungen einzusetzen, um sich mögliche Probleme zu ersparen.

Google will Seiten künftig in drei Kategorien einteilen: Sichere Webseiten, fragwürdige Seiten (etwa Seiten mit Mixed Content oder kleinen Fehlern bei der TLS-Konfiguration) und unsichere Seiten (fehlerhafte TLS-Konfiguration oder eben HTTP). Langfristig will Google die Sicherheitssymbole bei HTTPS ganz abschaffen und verschlüsselte Verbindungen so anzeigen wie heute HTTP-Verbindungen.

Aufruf zur Diskussion

Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung gibt es noch nicht. Laut dem Google-Plan kann man sich vorstellen, die Umstellung in verschiedenen Stufen in Abhängigkeit von der Anzahl der verschlüsselten Webseiten im Netz durchzuführen. Palmer wünscht sich zunächst Feedback von Webentwicklern, Interfacedesignern und Nutzern. Andere Browserhersteller werden indirekt aufgefordert, ebenfalls über ähnliche Pläne nachzudenken.

Google treibt bereits seit längerem die Verbreitung von HTTPS voran. Vor zwei Jahren hat der Konzern seine Suchmaschine auf HTTPS umgestellt. Inzwischen sind sämtliche Google-eigenen Seiten zusätzlich als HSTS-Seiten in gängigen Browsern voreingestellt. Eine verschlüsselte Webseite wird auch im Suchindex von Google besser bewertet.


eye home zur Startseite
c.B 15. Dez 2014

... und wer würde nicht die rote Farbe in der Adressleiste, die dann bei ziemlich vielen...

SoniX 15. Dez 2014

Ja, ich sehs schon an meiner Seite. Die ist verschlüsselt und ich habe sogar ein...

SoniX 15. Dez 2014

Auf letsencrypt warte ich auch gespannt :) Ja, ist ein StartSSL eigenes Problem. Wenn...

gerl1ng 15. Dez 2014

Ja, da bleibt dann zu hoffen, dass der Proxy eine Gefahr (fehlerhaftes Zertifikat...

bitshift 15. Dez 2014

Das ist etwas irreführend in der Darstellung dort.. Du kannst dich erst nach...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GK Software AG, Schöneck, Berlin, St. Ingbert, Köln und Barsbüttel
  2. BLANCO GmbH + CO KG, Oberderdingen
  3. DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH, Stuttgart
  4. T-Systems International GmbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. (Core i5-6600K + Geforce GTX 1070 OC)
  3. (u. a. Asus GTX 1070 Strix, MSI GTX 1070 Gaming X 8G, Inno3D GTX 1070 iChill)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Bitdefender
  2. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  3. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft


  1. Spionage im Wahlkampf

    Russland soll hinter neuem Hack von US-Demokraten stecken

  2. Comodo

    Zertifikatsausstellung mit HTML-Injection ausgetrickst

  3. Autonomes Fahren

    Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen

  4. Panne behoben

    Paypal-Lastschrifteinzug funktioniert wieder

  5. Ecix

    Australier übernehmen zweitgrößten deutschen Internetknoten

  6. Die Woche im Video

    Ab in den Urlaub!

  7. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  8. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  9. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  10. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Verbindungsturbo: Wie Googles Rack TCP deutlich schneller machen soll
Verbindungsturbo
Wie Googles Rack TCP deutlich schneller machen soll
  1. Black Hat 2016 Neuer Angriff schafft Zugriff auf Klartext-URLs trotz HTTPS
  2. Anniversary Update Wie Microsoft seinen Edge-Browser effizienter macht
  3. Patchday Microsoft behebt Sicherheitslücke aus Windows-95-Zeiten

Headlander im Kurztest: Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen
Headlander im Kurztest
Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen
  1. Hello Games No Man's Sky braucht kein Plus und keine Superformel
  2. Hello Games No Man's Sky droht Rechtsstreit um "Superformel"
  3. Necropolis im Kurztest Wo zum Teufel geht es weiter?

Elementary OS Loki im Test: Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein
Elementary OS Loki im Test
Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein
  1. Linux-Distribution Ubuntu diskutiert Ende der 32-Bit-Unterstützung
  2. Dells XPS 13 mit Ubuntu im Test Endlich ein Top-Notebook mit Linux!
  3. Aquaris M10 Ubuntu Edition im Test Ubuntu versaut noch jedes Tablet

  1. Re: Zu Teuer (wie immer)

    HagbardCeline | 01:48

  2. Re: Sind die Nutzer alle zu Blöd den "Downloads...

    quineloe | 01:37

  3. Re: Sind 31000 ¤ jetzt viel oder wenig?

    DonDöner | 01:35

  4. Re: Das beste an Win7 gibts nicht mehr in Win10

    slead | 01:22

  5. Re: Der einzige Grund für einen Telekom Vertrag

    quineloe | 01:13


  1. 14:22

  2. 13:36

  3. 13:24

  4. 13:13

  5. 12:38

  6. 09:01

  7. 18:21

  8. 18:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel