Webserver Kommerzieller Support für Nginx

Das von Nginx-Entwickler Igor Sysoev gegründete, gleichnamige Unternehmen bietet ab sofort kommerziellen Support für den freien Webserver an. Zudem sind neue Funktionen für Nginx geplant, darunter die Unterstützung von Googles HTTP-Alternative SPDY.

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Wird die Zahl der aktiven Websites betrachtet, liegt Nginx hinter Apache mittlerweile auf dem zweiten Platz vor Microsoft. Und auf dieser Basis will das von Nginx-Entwickler Igor Sysoev gegründete Unternehmen Nginx nun Geld verdienen. Zwar ist und bleibt Nginx Open Source, das Unternehmen dahinter will aber neben kommerziellem Support auch kostenpflichtige Erweiterungen für die Software anbieten.

Den Anfang macht jetzt ein Supportangebot, hinter dem die Personen stehen, die die Software auch entwickelt haben. Angeboten werden drei Supportvarianten: Essentials für 1.100 US-Dollar im Monat, Advanced für 4.400 US-Dollar im Monat und Premium für 6.600 US-Dollar im Monat.

Während das Essentials-Paket maximal zehn Server und zwei Anfragen pro Monat umfasst, gibt es bei den übrigen Paketen keine Beschränkung der Serverzahl und Supportanfragen. Zudem gibt es bei den größeren Paketen auch Telefonsupport statt ausschließlich E-Mail-Kommunikation.

Die großen Pakete unterscheiden sich in der Zahl der Telefon-Support-Stunden und der Zeitspanne, in der die Anfragen bearbeitet werden. Im Rahmen des Premium-Pakets verspricht Nginx eine Reaktionszeit von vier Stunden und eine Lösung kritischer Fehler innerhalb von acht Stunden. Das schließt auch gegebenenfalls notwendige Patches ein.

Kunden des kostenpflichtigen Supports sollen zudem vorsorglich über größere Änderungen, Sicherheitsupdates und neue Versionen informiert werden.

Darüber hinaus bietet Nginx kostenpflichtige Erweiterungen für seinen Webserver an, vor allem für CDN-Anbieter und für beschleunigtes Media-Streaming. Im Wesentlichen soll Nginx aber weiterhin frei bleiben.

In einem Interview mit dem Free Software Magazine kündigte Nginx-CTO Sysoev für Nginx 2.0 eine bessere Unterstützung für Scriptsprachen wie PHP an, dazu arbeitet er an der Unterstützung dynamisch ladbarer Module. Auch die Unterstützung für Googles HTTP-Nachfolger SPDY ist geplant. Gegenüber Cnet nannte Sysoev hierfür den Mai 2012 als Termin.


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