Webframework: Ruby on Rails 4.0 macht schnellere Webanwendungen
Ruby on Rails ist in Version 4.0 erschienen. (Bild: Ruby on Rails)

Webframework Ruby on Rails 4.0 macht schnellere Webanwendungen

Mit optimiertem, Key-basiertem Verfall von Caches, Turbolinks und deklarativen Etags sollen Ruby-Entwickler in Version 4.0 des Webframeworks weitgehend auf clientseitiges Javascript und JSON auf Servern verzichten können.

Anzeige

Mit Version 4.0 von Ruby on Rails haben dessen Entwickler das erste große Release seit Version 3.2 im Januar 2012 veröffentlicht. Seitdem erhielt das Webframework etwa 10.000 Einreichungen von etwa 500 Entwicklern. Ruby on Rails 4.0 soll die schnelle Entwicklung von Webapplikationen auch ohne clientseitiges Javascript und serverseitiges JSON ermöglichen. Dazu hat das Ruby-on-Rails-Team die Verwaltung von verschachtelten Caches optimiert und Turbolinks und deklarative Etags eingeführt.

Verschachtelte Caches - Russian-Doll-Caching - werden mit Keys verwaltet. Ändert sich der Inhalt eines Caches, wird dieser nur neu geschrieben und einem neuen Schlüssel zugewiesen, der ein Timestamp enthält. Enthält der neue Cache Abhängigkeiten zu anderen, werden diese ebenfalls automatisch aktualisiert. Diese Funktion wurde bereits über das Plugin Cache_Digests realisiert. In Ruby on Rails 4.0 soll der Einsatz von Russian-Doll-Caching erleichtert werden.

Mehr Sicherheit

Mit Turbolinks muss der Browser eines Anwenders nicht jedes Mal Javascript oder CSS neu kompilieren, wenn sich nur der Inhalt einer Seite ändert. Stattdessen wird die Instanz der aktuellen Seite gehalten und nur Body und Title angepasst. In der bisherigen Lösung Pjax musste noch jedes zu ändernde Element bestimmt werden. Entwickler müssen allerdings sicherstellen, dass ihr Code keine Speicherlecks verursacht oder anderweitig aufbläht, da mit Turbolinks langlebige Sessions aufrechterhalten werden. In Ruby on Rails 4.0 wurden auch deklarative Entitätsmarken (Etags) eingeführt. Damit lässt sich zusätzlich das Übertragen redundanter Daten vermeiden.

Optimierte Parameter sollen künftig vor Mass-Assignment-Angriffen schützen. Außerdem wird der Session-Speicher standardmäßig verschlüsselt und es gibt bessere Standardeinstellungen für Sicherheitsheader. Dem Actionpack wurde ein Keygenerator hinzugefügt, mit dem Cookies und Verschlüsselungen signiert werden können. Das Parsen von XML-Parametern übernimmt ein Plugin. Damit sollen Sicherheitsprobleme wie Schwachstellen im XML-Parser weitgehend vermieden werden.

Zu den weiteren prominenten Änderungen gehören Live-Steaming in persistenten Verbindungen und das Auslagern zahlreicher APIs in Plugins, darunter Active Resource und Active Record Observers. Weitere Änderungen sind in den diversen Changelogs im Github-Repository vermerkt. Ein Upgrade auf Ruby on Rails 4.0 lässt sich mit dem Befehl

gem install rails --version 4.0.0. --no-ri --no-rdoc

erledigen. Dafür wird mindestens Version 1.9.3 benötigt. Ein Upgrade Guide beschreibt die für eine Aktualisierung benötigten Schritte.


kaison 28. Jun 2013

Jedesmal wenn ich von einem Spring/J2EE, Zend2 oder wie in letzter Zeit öfter Objective C...

IT.Gnom 27. Jun 2013

Als ich das Bild zuerst gesehen habe, dachte ich zuerst an ein Rotes Tentakel.

azeu 27. Jun 2013

Sehr oft wird Ruby/Rails vorgeworfen nicht sehr performant zu sein. Das mag zwar auf den...

zZz 26. Jun 2013

ähnlich schlecht übersetzt wie bei heise, zur aufklärung: http://www.heise.de/developer...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Finanzwesen für den Third-Level-Support (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, Bentwisch (bei Rostock)
  2. Anwendungsadministrator/IT-L- eiter (m/w)
    Wwe. Th. Hövelmann GmbH & Co. KG, Rees
  3. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  4. Web-Entwickler (m/w) mit Schwerpunkt PHP
    LLG Media GmbH, Bonn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn sinkt wegen Massenentlassungen

  2. Quartalsbericht

    Amazon macht höchsten Verlust in Firmengeschichte

  3. Europäischer Gerichtshof

    Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung

  4. IP-Telefonie

    DDoS-Angriff legt Sipgate lahm

  5. Mobiles Bezahlen

    Überwiegend positive Erfahrungsberichte zu Apple Pay

  6. UniPi+

    Das Raspberry Pi B+, in Aluminium gehüllt

  7. Ubuntu 14.10

    Zum Geburtstag kaum Neues

  8. Deutsche Telekom

    "Verdienen nicht genug für den Ausbau für Milliarden GByte"

  9. Raumfahrt

    Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift

  10. Kingdom Come Tech Alpha

    Verirrte Schafe und geplagte Farmer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen
  2. E-Mail Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Yahoo Mail

Retro-Netzwerk: Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern
Retro-Netzwerk
Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel