Wearables Die Textilfaser wird zum Stromspeicher

Kanadische Forscher haben einen Akku in Form einer Faser entwickelt. Die Stromspeicherfaser wird in Kleidungsstücke eingewoben und soll sogar genug Energie liefern, um einen Defibrillator zu betreiben.

Anzeige

Vor einigen Jahren haben Wissenschaftler vom Georgia Institute of Technology spezielle Fasern entwickelt, die in ein Kleidungsstück eingewoben werden können und dieses zum Kraftwerk umfunktionieren; Forscher der Polytechnic School im kanadischen Montreal haben eine Technik entwickelt, die eine gute Ergänzung dazu darstellt: einen Akku in einer Faser.

Die Kathode des Akkus besteht aus Lithium-Eisenphosphat, die Anode aus Lithium-Titanat. Das Elektrolyt ist Polyethylenoxid. Das Schlüsselelement des Akkus sei ein festes thermoplastisches Elektrolyt, schreiben die Forscher um Maksim Skorobogatiy im Fachmagazin Journal Of The Electrochemical Society. Dadurch könne der Akku als Faser oder dünner Streifen gezogen oder gespritzt werden.

Dioden zum Leuchten bringen

Ein Faden oder Streifen, der wie Kunstleder aussehe, könne anschließend in ein Kleidungsstück integriert werden. Das Team hat solche Fäden mit Baumwolle verwoben und sie mit leitfähigen Fäden verbunden und in Reihe geschaltet. Mit diesem Akku haben sie anschließend Leuchtdioden betrieben.

Ihre Entwicklung sei "der erste vollständig tragbare, weiche Lithium-Ionen-Akku, der kein flüssiges Elektrolyt verwendet", sagte Skorobogatiy dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Ein daraus hergestelltes Kleidungsstück könnte mehrere hundert Volt liefern, erklärt er. Das reiche aus, um beispielsweise ein Notsignal auszusenden oder sogar einen Defibrillator zu betreiben.

Waschbar

Bevor es aber so weit ist, müssen Skorobogatiy und seine Kollegen noch eine wichtige Voraussetzung für die Integration in Textilien schaffen: Der Faserakku muss wasserdicht gemacht werden, damit er auch den Waschgang in der Waschmaschine überlebt.

2010 hatten die Forscher die Akkufaser erstmals vorgestellt. Damals hatte sie aber noch einen Durchmesser von etwa 2 Zentimetern und war damit nicht für Textilien geeignet.


Endwickler 10. Feb 2012

Sind kleinere Ionen denn nichts? :-)

Kommentieren




Anzeige
  1. Techniker Steuergerätetest Hardware-in-the-Loop (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim
  2. Fachinformatiker / Programmierer (m/w) Anwendungsentwicklung C#, VB, VBA
    KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG, Alsfeld
  3. IT-System Engineer (m/w) – Microsoft Backoffice Technologie
    InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG, Burgkirchen
  4. IT-Specialist Finanzen (Nationale IT) (m/w)
    ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  2. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  3. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 385 | letzter Beitrag 10:32 Uhr

  2. Kommentare: 221 | letzter Beitrag 09:51 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  4. Kommentare: 145 | letzter Beitrag 13:49 Uhr

  5. Kommentare: 92 | letzter Beitrag 13:11 Uhr

Mehr


  1. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  2. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  3. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  6. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  7. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  8. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  9. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  10. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


The Elder Scrolls 5 Skyrim: Update für Kämpfe hoch zu Ross
The Elder Scrolls 5 Skyrim
Update für Kämpfe hoch zu Ross

Die Kavallerie hält Einzug in Himmelsrand: Mit Patch 1.6 liefert Bethesda die Möglichkeit nach, in Skyrim auch auf dem Rücken von Pferden zu kämpfen. PC-Spieler dürfen bereits jetzt hoch zu Ross das Schwert schwingen.

  1. Skyrim unterstützt Kinect Der Drachenschrei ins Mikrofon
  2. The Elder Scrolls 5 Patch 1.5 macht Skyrim schöner
  3. Selbstbau-VR Skyrim mit Videobrille, Headtracker und Kinect

PGP vs. Geheimdienste: "PGP ist weiterhin sicher"
PGP vs. Geheimdienste
"PGP ist weiterhin sicher"

Symantec hat sich zu den Aussagen der Bundesregierung geäußert, nach denen Geheimdienste in der Lage seien, SSH oder PGP zu knacken oder zu umgehen. Mathematisch gesehen sei kein wirksamer Angriff bekannt.

  1. Bundesregierung Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln
  2. Mobilfunk Achtung, Eltern lesen mit!
  3. Überwachungskameras Aldi-Manager zoomten Kundinnen unter den Rock

Energy Harvesting: Strom aus dem Teelicht
Energy Harvesting
Strom aus dem Teelicht

T-Pod ist ein kleines Kraftwerk für unterwegs. Betrieben mit einer kleinen Kerze, erzeugt das Gerät Strom für eine Leselampe oder das Laden des Smartphone-Akkus.

  1. Energy Harvesting Viren in der Schuhsohle liefern Strom fürs Smartphone
  2. Saubere Energie In New York kommt Strom bald aus der Wasserleitung

Zum Artikel