Linse der Kinect 2.0
Linse der Kinect 2.0 (Bild: Microsoft)

We are Watching You Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

Zwei US-Politiker wollen durch eine Gesetzesinitiative verhindern, dass amerikanische Kabelnetzbetreiber die Zuschauer beim Fernsehschauen beobachten. Wahrscheinlich wäre auch die Kinect 2.0 der Xbox One betroffen.

Anzeige

Allmählich könnte einem Microsoft fast leidtun: Die Spieler sind mit vielen Plänen der Firma bezüglich der Xbox One nicht einverstanden, die Presse mäkelt, Marktforscher sehen das Geschäft kritisch - und nun verursacht möglicherweise auch noch die US-Politik Probleme. Jedenfalls haben Michael Capuano und Walter Jones, die für die Demokratische Partei im Repräsentantenhaus sitzen, am 13. Juni 2013 einen Gesetzesvorschlag namens We Are Watching You Act of 2013 eingereicht.

Das Gesetz soll verhindern, dass TV-Zuschauer gegen ihren Willen etwa von ihrer Set-Top-Box beobachtet werden und ihnen dann maßgeschneiderte Werbung präsentiert wird. Wer beispielsweise auf dem Sofa sitzt und Chips einer bestimmten Marke isst, könnte gezielt den Spot eines Konkurrenten gezeigt bekommen.

Capuano und Jones wollen mit dem Gesetz erreichen, dass die Kunden der Beobachtung ausdrücklich zustimmen müssen, also im Opt-In-Verfahren. Außerdem sollen die Worte "We Are Watching You" an der Kamera so groß leuchten, dass sie auch noch aus etwas größerer Entfernung gut zu sehen sind, solange die Zuschauer gefilmt werden.

Das Gesetz richtet sich ursprünglich gegen den Anbieter Verizon, der ein entsprechendes Patent beantragt hatte, das allerdings abgelehnt wurde. Es ist aber wahrscheinlich, dass auch Systeme wie die Kinect 2.0 betroffen wären. Immerhin soll das Gerät laut Microsoft detailliertere Informationen über den Zuschauer erfassen können als eine herkömmliche Kamera - vom Gesichtsausdruck bis zum Puls. Der deutsche Bundesdatenschützer Peter Schaar hat das Gerät kurz nach seiner Vorstellung Ende Mai 2013 als "Überwachungsgerät" bezeichnet.

Microsoft hatte selbst im April 2011 ein Patent eingereicht, in dem Verfahren geschützt würden, die etwa die Anzahl der Zuschauer bei einem ausgeliehenen Film zählen und davon abhängig die Gebühren einfordern könnten. Microsoft sagt, dass es mit der Kinect 2.0 keine persönlichen Daten erfassen oder gar speichern wolle. Welche Chancen die Gesetzesinitiative von Capuano und Jones hat, ist völlig unklar.


JanZmus 19. Jun 2013

Kinect soll nach dem Wunsch von MS immer aktiv sein, DAS ist anders. Hältst du es auch...

JanZmus 19. Jun 2013

Die Leute wollen den Mist erst gar nicht MITkaufen... das ist doch nicht so schwer zu...

JanZmus 19. Jun 2013

Ernsthaft... hätte MS eine Konsole mit Mörder-Leistung hingestellt, die auf diesen ganzen...

Elgareth 19. Jun 2013

YMMD :D

swissmess 19. Jun 2013

Also meine hat kein Lämpchen, und von Hackern die Kamera-Bilder heimlich übertragen...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP-Rollout-Berater/in Produktion
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  2. Softwareentwickler (m/w)
    ZINSSER ANALYTIC GMBH, Frankfurt am Main
  3. Projektmanager (m/w) Produktentwicklung Online & Mobile
    Das Örtliche Service- und Marketing GmbH, Essen
  4. Entwicklungsingenieur/-in User Interface (UI) touchbasierte Eingabegeräte
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Child of Light [PC Uplay Code]
    5,95€
  2. NEU: 3 Blu-rays für 20 EUR
    (u. a. Insidious, Casino, Parker, The Purge, Waterworld, Der weiße Hai, Sleepers, Apollo 13...
  3. NUR FÜR KURZE ZEIT: Seasonic PCGH G-550 550W-Netzteil PCGH-Edition
    89,90€ + 4,95€ Versand (solange Vorrat reicht)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Xperia M5 und C5 Ultra

    Sonys Angriff auf die Mittelklasse

  2. Virtual Reality

    Strategien gegen Übelkeit

  3. Juke

    Film-Streaming-Flatrate bei Media-Saturn künftig möglich

  4. Anonymisierung

    Weiterer Angriff auf das Tor-Netzwerk beschrieben

  5. Internet

    Unitymedia senkt die Preise

  6. TempleOS im Test

    Göttlicher Hardcore

  7. Ermittlungen gegen Netzpolitik.org

    Mehrere Ministerien wussten Bescheid

  8. Enlighten

    BMW erkennt Ampelphasen und zeigt Countdown an

  9. Spielentwicklung

    Zielgruppe Gamer

  10. Microsoft

    Erste Version der Hololens soll 2016 erscheinen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Kritik an Dieter Nuhr: Wir alle sind der Shitstorm
Kritik an Dieter Nuhr
Wir alle sind der Shitstorm

Visual Studio 2015 erschienen: Ganz viel für Apps und Open Source
Visual Studio 2015 erschienen
Ganz viel für Apps und Open Source

Meizu MX4 mit Ubuntu im Test: Knapp daneben ist wieder vorbei
Meizu MX4 mit Ubuntu im Test
Knapp daneben ist wieder vorbei
  1. Meizu MX4 Ubuntu-Smartphone kommt noch diese Woche nach Europa
  2. Canonical Ubuntu-Phone mit Konvergenz kommt im Oktober
  3. Mark Shuttleworth Canonical erwägt offenbar Börsengang

  1. Re: Gottes Betriebssystem

    neocron | 17:55

  2. Re: "Datenverbrauch"

    Koto | 17:54

  3. Re: "LOL"

    pythoneer | 17:53

  4. Re: Müsste "c:/Home" nicht...

    QDOS | 17:53

  5. Re: Eigenartige Kommunikation im Golem-Forum

    ChristianKG | 17:49


  1. 17:30

  2. 17:00

  3. 15:41

  4. 13:59

  5. 12:59

  6. 12:01

  7. 12:00

  8. 10:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel