Wayland: KWin läuft in Weston-Compositor
Martin Gräßlin passt KWin seit zwei Jahren an Wayland an. (Bild: Christian Schmidt-David/Golem.de)

Wayland KWin läuft in Weston-Compositor

Dem KDE-Entwickler Martin Gräßlin ist es gelungen, KWin unter Weston in einem Wayland-Modus zu starten. Der Code könnte in KDE SC 4.11 für Tester zur Verfügung stehen.

Anzeige

KWin-Entwickler Martin Gräßlin schreibt in seinem Blog, er plane für die Wayland-Unterstützung der KDE-Plasma-Workspaces einen Session-Compositor, der eingenistet im System-Compositor läuft. Diesem Ziel ist Gräßlin nun einen großen Schritt nähergerückt: Ihm ist es gelungen, KWin in einem Wayland-Modus aus Weston heraus laufenzulassen.

 
Video: KWin mit Wayland-Backend unter Weston

Noch keine Wayland-Clients

Noch unterstützt KWin keine Wayland-Clients und kann deshalb auch nicht auf XWayland zurückgreifen. Um dennoch X11-Fenster mit Inhalt darstellen zu können, wird der Rastergrafikinhalt mit XShm in eine OpenGL-Textur kopiert. Dieser OpenGL-Output wiederum erscheint dann auf der Wayland-Oberfläche. Die OpenGL-Funktionen unter Wayland bilden ein eigenes KWin-Backend. Dieses begann als Fork des bereits existierenden EGL-Backends ohne die X11-Funktionen, schreibt Gräßlin.

Wegen der fehlenden XWayland-Unterstützung sei darüber hinaus die Eingabe-Verwaltung ein ziemlicher Hack. Noch werden die Eingaben unter Wayland lediglich aufgenommen und geradewegs an den X-Server weitergeleitet. So können lediglich die Tastatur und drei Mausknöpfe verwendet werden, das Scrollen mit dem Mausrad etwa bereitet noch Probleme. Er sei aber überrascht, dass die Eingabe überhaupt funktioniert.

Als unmittelbar nächste Aufgaben möchte Gräßlin den Cursor auf die Wayland-Oberfläche bringen und Repaints für Teile der Oberfläche erlauben, denn noch wird der gesamte Bildschirminhalt bei Veränderungen neu gezeichnet. Außerdem soll die Wayland-Verbindung in einen eigenen Thread ausgelagert werden, um das Event-Handling zu verbessern.

Wayland in KDE SC 4.11?

Eventuell steht das Wayland-Backend als experimentelle Funktion in KDE SC 4.11 bereit, um endlich Wayland testen zu können. Von Vorteil könnte dies auch für Plasma Active sein. Denn es ist nun zumindest theoretisch möglich, die Tablet-Oberfläche auch auf Geräten zu benutzen, die derzeit wegen fehlender Treiber keine OpenGL-Unterstützung bieten.

Für Interessierte steht der Code in Gräßlins KDE-Git-Repository zur Verfügung. Möglicherweise müssen aktuelle Entwicklerversionen von Wayland, Weston sowie Mesa ebenfalls selbst kompiliert werden, um den Code ausführen zu können. Eine Anleitung zum Starten von KWin unter Weston findet sich in Gräßlins Blog.


blackout23 17. Mai 2013

Ja. Weston is ja nur ein Demo Kompositor.

Kommentieren



Anzeige

  1. Security- und Netzwerktechniker (m/w)
    BAGHUS GmbH, München
  2. Fachbereichsleiter (m/w) Produktionsmittelmanagement Storage
    gkv informatik, Wuppertal
  3. Engineering Consultant (m/w)
    RUETZ SYSTEM SOLUTIONS GmbH, München
  4. Softwareentwickler SmartHome - Embedded Systeme (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  2. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  3. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  4. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen

  5. Phishing-Angriffe

    Nigerianische Scammer rüsten auf

  6. Nvidia Shield Tablet ausprobiert

    Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller

  7. Videostreaming

    Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

  8. Mozilla

    Kompakte String-Kodierung in Firefox spart Speicher

  9. Smart City

    New Yorker sollen sich gegenseitig überwachen

  10. Voltair

    Googles Qt-5-Spiel für Android



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Let's Player: "Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
Let's Player
"Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
  1. Transocean Handelssimulation mit Ozeanriesen
  2. Dieselstörmers angespielt Diablo plus Diesel
  3. Quo Vadis Computec Media übernimmt Mehrheit an Aruba Events

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  2. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein
  3. Cyanogenmod-Smartphone Weitere Käufer erhalten das Oneplus One

Android Wear: Pimp my watch
Android Wear
Pimp my watch
  1. Android Wear API für Watch Faces soll bald kommen
  2. Google Camera App Kamera-Fernbedienung für Android Wear
  3. Android Wear Erstes Custom-ROM für LGs G Watch erschienen

    •  / 
    Zum Artikel