Wave Glider: Stürmen getrotzt, Haie abgewehrt
Wave Glider: Stürmen getrotzt, Haie abgewehrt (Bild: Liquid Robotics)

Antrieb Welle

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Fährt der Wave Glider eine Welle hinauf, klappt die hintere Seite der Flügel nach unten. Gleitet er von der Welle herab, klappt sie nach oben. Auf diese Weise erzeugen die Flügel den Vortrieb für den Schwimmroboter. Besonders schnell ist das indes nicht: Die Geschwindigkeit, mit der ein Wave Glider über den Ozean dümpelt, liegt bei 0,4 bis 2 Knoten, 0,74 bis 3,7 Kilometer pro Stunde. Allerdings sind die Roboter sturmtauglich: Ein Wave Glider hat kürzlich sogar auf dem Atlantik dem Wirbelsturm Sandy getrotzt.

Auf dem Floß sind die Steuerelektronik, das GPS zur Navigation, Sensoren sowie eine Funkeinheit für den Kontakt mit dem Land untergebracht. Die Oberseite ist mit Solarzellen ausgelegt, die die Elektronik mit Strom versorgen. Akkus sorgen dafür, dass auch nachts oder bei bewölktem Himmel Energie zur Verfügung steht.

Ein Ziel des Projekts war, einen Langstreckenrekord für Schwimmroboter aufzustellen. Den hatten die Wave Glider schon in Hawaii aufgestellt: Bis dorthin waren es über 3.200 Seemeilen, mehr als 5.900 Kilometer. Zuvor lag der Rekord für einen Schwimmroboter bei etwa 2.500 Seemeilen, rund 4.630 Kilometern. Papa Mau hat 9.000 Seemeilen, 16.668 Kilometer geschafft.

Daten aus dem Meer

Allerdings ging es bei der PacX nicht nur um eine Rekordjagd: Die Roboter sammeln laufend Daten aus dem Meer, etwa über die Wasserqualität, Temperatur, den Sauerstoff- und den Salzgehalt, die Höhe der Wellen oder den Wind. Nie zuvor seien über einen so langen Zeitraum so hochaufgelöste Daten auf dem Meer gesammelt worden, erklärt Liquid Robotics. Die Daten, die die Wave Glider sammeln, sollen unter anderem für ein besseres Verständnis des Klimawandels sorgen sowie eine bessere Vorhersage des Wetters, vor allem von Wirbelstürmen, ermöglichen.

  • Der Schwimmroboter Wave Glider (Foto: Liquid Robotics)
  • Vier Wave Glider sind auf Rekordjagd über den Pazifik unterwegs nach Japan und Australien. (Foto: Liquid Robotics)
  • Aussetzen eines Wave Gliders von einem Boot aus.(Foto: Liquid Robotics)
  • Das Wasserfahrzeug besteht aus einer schwimmenden Plattform... (Foto: Liquid Robotics)
  • ... und einer getauchten Antriebseinheit. (Foto: Liquid Robotics)
  • Angetrieben werden die Wave Glider von der Kraft der Wellen. (Foto: Liquid Robotics)
  • Die Flügel sind drehbar gelagert... (Foto: Liquid Robotics)
  • ... und wandeln die Energie der Wellen in Vortrieb. (Foto: Liquid Robotics)
  • Besonders schnell ist ein Wave Glider nicht. (Foto: Liquid Robotics)
  • Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 2 Knoten, 3,7 km/h (Foto: Liquid Robotics)
  • Etwa 100 Wave Glider hat Liquid Robotics bisher gebaut. (Foto: Liquid Robotics)
Der Schwimmroboter Wave Glider (Foto: Liquid Robotics)

Papa Mau hat unter anderem am Äquator über eine Strecke von 1.200 Meilen die Blüte von Phytoplankton vermessen. Bislang ist die Blüte des pflanzlichen Planktons, das den Anfang der Nahrungskette im Wasser bildet, nur von Satelliten aus dem Weltall beobachtet worden.

Die Daten hat Liquid Robotics Wissenschaftlern und anderen interessierten Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen hatte zudem zusammen mit dem Energieunternehmen BP einen Wettbewerb, die PacX Challenge, ausgeschrieben. Die beiden Unternehmen haben 50.000 US-Dollar als Preisgeld für Konzepte ausgelobt, wie die Daten auf eine besonders interessante, produktive oder innovative Weise genutzt werden können.

 Wave Glider: Roboter schwimmt autonom nach Australien

Nomis est 09. Dez 2012

Bringst Du das Zitat auch noch in einen Zusammenhang, oder soll es für sich alleine...

hipunk 08. Dez 2012

Hast recht, das Semikolon da ist zu viel. Außerdem würde ich eher void main() nutzen wie...

wp (Golem.de) 06. Dez 2012

Stimmt. Danke für den Hinweis - ist korrigiert. wp (Golem.de)

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