Der 4K-Player FMP-X1
Der 4K-Player FMP-X1 (Bild: Sony)

Wasserzeichen Sony verleiht 4K-Filme mit neuartigem DRM

Für rund 700 US-Dollar verkauft Sony jetzt seinen Ultra-HD-Player FMP-X1. Zehn Filme liegen auf der Festplatte des Geräts, weitere kann man ausleihen. Dafür ist aber eine Registrierung nötig, und nach unbestätigten Angaben wird jede Datei personalisiert.

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Der bereits im April angekündigte FMP-X1, ein kreisrunder Mediaplayer mit integrierter Festplatte, ist nun in Sonys US-amerikanischen Onlinestore für 700 US-Dollar plus regionaler Steuern erhältlich. Der hohe Preis relativiert sich etwas, denn die zehn Filme Bad Teacher, Battle: Los Angeles, Die Brücke am Kwai, Karate Kid, Salt, Taxi Driver, Der Chaos-Dad, The Amazing Spider-Man, Die etwas anderen Cops und Total Recall sind bereits auf dem Gerät abgelegt.

Weitere Streifen in 4K-Auflösung soll man sich über Sonys Streamingdienst für rund 8 US-Dollar pro Film ausleihen können. Dafür ist jedoch eine Aktivierung des Geräts über die Webseite 4Kactivation.com nötig. Dort muss die Seriennummer eines 4K-Fernsehers von Sony eingegeben werden.

In der Woche vor dem geplanten Starttermin fand in Los Angeles die Konferenz "Anti-Piracy and Content Protection Summit" statt. Laut Torrentfreak hat Sony dort vorgestellt, wie die Ultra-HD-Filme vor unberechtigter Weitergabe und Kopie geschützt werden sollen.

Personalisierte Wasserzeichen und Onlinezwang

Dem Bericht zufolge sollen die Filme, bevor sie von den Sony-Servern gestreamt werden, ein digitales Wasserzeichen erhalten. Dieses soll an den Eigentümer des 4K-Players oder die ID des Geräts gebunden werden. Ganz neu ist diese Idee nicht: Auch Apple-Geräte wie iPods und iPhones müssen mit einem Onlinedienst verknüpft werden, bevor per iTunes gekaufte Inhalte darauf kopiert werden können. Sonys UHD-Player soll aber auch solche personalisierte Filme nur dann wiedergeben können, wenn das Gerät vor der Wiedergabe mit dem Internet verbunden war. Bei jedem Start eines Films soll die Authentifizierung von Player und Inhalten erfolgen. Das erinnert an den inzwischen aufgegebenen Onlinezwang von Microsofts Xbox One.

Als weitere Maßnahme soll auch die Wiedergabekette per HDMI stärker kontrolliert werden. So soll unter anderem die Länge der Verbindung zwischen der Quelle des Signals und dem Ausgabegerät beschränkt werden, damit 4K-Filme nicht über das Internet gestreamt werden können. Das ist eine zunehmende Sorge der Unterhaltungsindustrie, denn das Brechen der Verschlüsselung ist dafür gar nicht nötig.

Die Verschlüsselung selbst soll bei den 4K-Playern über HDCP 2.2 sichergestellt werden. Die Unterstützung dieses neuen Standards (PDF) dürfte auch ein Grund dafür sein, dass Sony im Handbuch des FMP-X1 eine Kompatibilität nur mit 4K-Fernsehern aus dem eigenen Haus anspricht.

Sollten die von Torrentfreak erwähnten Maßnahmen tatsächlich so umgesetzt werden, so wäre dies das umfassendste DRM, das ein neues Format zu seiner Markteinführung erhalten hat. Einer der Gründe für so viel Angst vor den Anwendern dürfte sein, dass 4K-Filme anders als zuvor bei DVD und Blu-ray nicht an einen physischen Datenträger gebunden sind.

Die Dateien, die leicht mehr als 100 GByte groß sind, müssen durchs Netz geschickt oder auf Festplatten gespeichert werden. Für Schwarzkopierer ergeben sich hier viel einfachere Angriffsmöglichkeiten als bei einem proprietären Format auf einer optischen Disc. Noch nicht bekannt ist, ob und wie die Festplatte im FMP-X1 mit einem eigenen, möglicherweise verschlüsselten Dateisystem geschützt ist.


kendon 08. Jul 2013

und ändert dabei den durchmesser des laserstrahls? oder ändert sich die grösse des...

Thotti22 07. Jul 2013

Der beste Kopierschutz wird die Reduzierung der Bandbreite durch die Drosselkom. Da wird...

Felix_Keyway 07. Jul 2013

kwt

SoniX 07. Jul 2013

Danke :-) Wobei das mit der Registrierung der Geräte auch nicht weit hergeholt ist...

violator 07. Jul 2013

Frag doch mal die Leute die nur 2Mbit oder so haben, sollen die sich erst 2 Wochen lang...

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