Washington Post "Cyberwaffe Flame von USA und Israel geschaffen"

Die Washington Post enthüllt aus hochrangigen US-Regierungs- und Geheimdienstkreisen, dass die Cyberwaffe Flame aus den USA und Israel stammt. Programmierer der NSA, der CIA und des israelischen Militärs schrieben den Cyberwar-Code.

Anzeige

Die Cyberwaffe Flame wurde von den USA und Israel entwickelt. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf westliche Regierungsvertreter, die Kenntnisse über Cyberwar-Aktivitäten haben. Flame sei gegen den Iran eingesetzt worden, um die Atomwaffenpläne des Regimes zu behindern.

Beteiligt waren die US-Geheimdienste NSA und CIA und das israelische Militär, die sich auch Software wie Stuxnet bedienten. "Es geht um die Vorbereitung des Schlachtfelds für eine andere Form von verdeckten Aktionen", zitiert die Washington Post einen hochrangigen US-Geheimdienstvertreter. Flame und Stuxnet seien Elemente eines umfassenderen Angriffs, der bis heute andauere. Die Cyberangriffe gegen das iranische Atomprogramm seien bereits viel weiter fortgeschritten als öffentlich bekannt.

Das russische Computersicherheitsunternehmen Kaspersky hatte einen Zusammenhang zwischen den Schadprogrammen Flame und Stuxnet/Duqu entdeckt. Die Entwickler sollen ihre Schadsoftware zwar unabhängig voneinander entwickeln, aber in einem frühen Stadium Programmcodes ausgetauscht haben.

Laut Kaspersky ist Flame in der Lage, Screenshots anzufertigen und Audioaufnahmen über ein Mikrofon im Computer zu erstellen und an die Angreifer zu senden. Die Software kann auch Dateien ausspähen. Flame soll seit März 2010 zum Einsatz kommen, wurde aber jahrelang von keiner Sicherheitssoftware entdeckt. Der Umfang der Codes von Flame sei 20-mal größer als der von Stuxnet. Zehn bis 20 Programmierer und Bedienungspersonal für die Server seien beteiligt gewesen. Flame sei genau wie Stuxnet und Duqu als Cyberwaffe einzustufen, die von Staaten entwickelt wurde. Mindestens 80 Server in Deutschland, der Türkei, Italien und Vietnam seien von den Betreibern von Flame benutzt worden.

Flame verbreitete sich über Microsofts Updatefunktion. Mikko Hypponen, Sicherheitsexperte bei F-Secure, glaubt deshalb, dass Microsoft von US-Geheimdiensten unterwandert ist.

Operation Olympic Games

Die New York Times hatte berichtet, dass unter dem Titel "Operation Olympic Games" in den vergangenen Jahren umfangreiche Cyberangriffe auf den Iran durchgeführt wurden, die von den USA, Israel und weiteren Staaten ausgingen. Stuxnet war ein Teil der Angriffe.

Im Sommer 2010 ist Stuxnet demzufolge durch einen Programmierfehler aus dem Iran heraus über das Internet versandt worden, was für eine Krisensitzung im Weißen Haus gesorgt haben soll. "Sollen wir dieses Ding abschalten?" soll Präsident Barack Obama beim ersten Krisentreffen mit Bezug auf Stuxnet gefragt haben. Seine Berater sollen ihm gesagt haben, das Programm könne weiterhin Schäden an den Anlagen zur Urananreicherung in der Atomfabrik nahe der Stadt Natanz anrichten, zudem sei noch nicht klar, wie weit der Iran den Code entschlüsselt habe. Obama entschied daraufhin, die Attacken fortzuführen und auszuweiten.


delaytime0 22. Jun 2012

Sehr schön ausgeführt. :) Danke dafür.

erma 21. Jun 2012

joar, dumm nur dass die rohstoffe in euro gehandelt werden ... das ganze nennt sich...

serra.avatar 21. Jun 2012

natural selection ? der Mensch hat nunmal keinen natürlichen Feind ...

Falkentavio 21. Jun 2012

Das sich diese Lüge immernoch hällt. http://goo.gl/vBdqQ Der iranische Präsident sagte...

MichaelNehm 20. Jun 2012

Da sieht man doch wo die Schurkenstaaten sitzen. Und da sich das ganze über MS Update...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  2. IT-Security Auditor (m/w) Payment Card Industry (PCI)
    TÜV SÜD Gruppe, Stuttgart, München, Hamburg oder Home-Office
  3. Bauingenieur / Bauingenieurin - Baubetrieb
    Ed. Züblin AG, Stuttgart
  4. Teamleiter (m/w) Software-Qualitätsdatenanaly- se
    Synatec GmbH, Stuttgart oder Dingolfing

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  2. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  3. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  4. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  5. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  6. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  7. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  8. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  9. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  10. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel