Abo
  • Services:
Anzeige
W3C-Arbeitsgruppe kontra Microsoft
W3C-Arbeitsgruppe kontra Microsoft (Bild: Microsoft)

W3C: Do Not Track darf nicht standardmäßig aktiviert werden

W3C-Arbeitsgruppe kontra Microsoft
W3C-Arbeitsgruppe kontra Microsoft (Bild: Microsoft)

Microsoft hat mit der Release Preview von Windows 8 im Internet Explorer 10 die Do-Not-Track-Funktion standardmäßig aktiviert. Das aber ist nicht im Sinne des W3C, wie die zuständige Arbeitsgruppe unmissverständlich deutlich macht.

Ein Browser darf standardmäßig keinen "Do-Not-Track-Header" (DNT) aktivieren, darauf hat sich die zuständige Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortium (W3C) verständigt und stellt sich damit explizit gegen den von Microsoft eingeschlagenen Weg. Der Softwarekonzern aus Redmond hat DNT in der aktuellen Platform Preview des Internet Explorer 10, die mit der Release Preview von Windows 8 ausgeliefert wird, standardmäßig aktiviert.

Anzeige

Doch nach dem Willen der zuständigen W3C-Arbeitsgruppe soll ein DNT-Header nur dann gesendet werden, wenn ein Nutzer dies explizit festgelegt hat. Das gilt sowohl für den Header "DNT:1", mit dem signalisiert wird, dass ein Nutzer kein Tracking wünscht, als auch für "DNT:0", mit dem ein Nutzer das Tracking explizit erlauben kann. Da der Header den Wunsch des Nutzers zum Ausdruck bringen soll, ist eine Voreinstellung nicht sinnvoll, fasst Aleecia McDonald die Diskussion der Arbeitsgruppe zusammen. Sie ist Doktorandin an der Carnegie-Mellon-Universität, arbeitet in Teilzeit für Mozilla und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Do Not Track, Tracking-Schutzlisten und deren Standardisierung durch das W3C.

Es stehe Microsoft frei, auch nach der Standardisierung durch das W3C den DNT-Header standardmäßig zu senden. Das entspreche dann aber nicht dem W3C-Standard. Sollte Microsoft dennoch behaupten, W3C-konform zu arbeiten, sei das dann ein Fall für die Aufsichtsbehörden.

DNT kann nur dann funktionieren, wenn sich auch die Websitebetreiber an die damit ausgedrückten Wünsche der Nutzer halten. Wenn aber Browser standardmäßig einen DNT-Header senden, ist es für Anbieter personalisierter Werbung wenig attraktiv, sich an einem solchen Mechanismus zu beteiligen, da personalisierte Werbung damit automatisch unterbunden wird, ohne dass sich ein Nutzer Gedanken über die durchaus vorhandenen Vor- und Nachteile von personalisierter Werbung und das dafür notwendige Tracking machen und selbst entscheiden muss.


eye home zur Startseite
martinr 12. Jun 2012

Da kann das W3C rotieren soviel wie sie wollen, Microsoft kann diese unbedeutende...

thomas_ 09. Jun 2012

nein, einfach beim ersten start des browsers abfragen bei der installation ist sowieso...

mnementh 08. Jun 2012

Nö, musst Du nicht. Es gibt ein Angebot von FOSS- oder OpenContent-Vertretern. Diese...

dnl 08. Jun 2012

"jaja, die geiz und neid gesellschaft lässt grüßen." ? bin mir jetzt nicht sicher was das...

Schnarchnase 08. Jun 2012

Das mache ich genauso, allerdings muss mir dafür nicht nur der Inhalt zusagen, sondern...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Berlin
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  3. Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt
  4. andagon GmbH, Köln


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Interstellar 8,99€, Django Unchained 8,99€, Das Leben des Brian 7,99€)
  2. 5,49€
  3. (u. a. Homefront 7,97€, The Wave 6,97€, Lone Survivor 6,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Honor 8

    Dual-Kamera-Smartphone kostet ab 400 Euro in Deutschland

  2. Eigengebote

    BGH verurteilt Preistreiber zu hohem Schadenersatz

  3. IDE

    Kdevelop 5.0 nutzt Clang für Sprachunterstützung

  4. Hybridluftschiff

    Airlander 10 landet auf der Nase

  5. Verschlüsselung

    Regierung will nun doch keine Backdoors

  6. Gesichtserkennung

    Wir fälschen dein Gesicht mit VR

  7. Yoga Tab 3 Plus

    Händler enthüllt Lenovos neues Yoga-Tablet

  8. Mobile Werbung

    Google straft Webseiten mit Popups ab

  9. Leap Motion

    Early-Access-Beta der Interaktions-Engine für VR

  10. Princeton Piton

    Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gear IconX im Test: Anderthalb Stunden Trainingsspaß
Gear IconX im Test
Anderthalb Stunden Trainingsspaß
  1. Samsung Display des Galaxy Note 7 ist offenbar nicht kratzfest
  2. PM1643 & PM1735 Samsung zeigt V-NAND v4 und drei Rekord-SSDs
  3. April, April? Samsung schummelt Apple Watch in eigenen Patentantrag

Thinkpad X1 Carbon 2013 vs 2016: Drei Jahre, zwei Ultrabooks, eine Erkenntnis
Thinkpad X1 Carbon 2013 vs 2016
Drei Jahre, zwei Ultrabooks, eine Erkenntnis
  1. Huawei Matebook im Test Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
  2. iPad Pro Case Razer zeigt flache mechanische Switches
  3. Thinkpwn Lenovo warnt vor mysteriöser Bios-Schwachstelle

Asus PG248Q im Test: 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt
Asus PG248Q im Test
180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt
  1. Raspberry Pi 3 Booten über USB oder per Ethernet
  2. Autonomes Fahren Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen
  3. Radeon RX 480 Dank DX12 und Vulkan reicht auch eine Mittelklasse-CPU

  1. Re: Das wird Konsequenzen haben

    DrWatson | 01:00

  2. Re: Oh Wunder....

    dominikp | 00:52

  3. Re: Konkurrenz für Supersportwagen?

    Ach | 00:34

  4. Re: meine Begeisterung hält sich in Grenzen

    Cok3.Zer0 | 00:32

  5. Re: Kosten/Nutzen?

    DrWatson | 00:30


  1. 19:21

  2. 17:12

  3. 16:44

  4. 16:36

  5. 15:35

  6. 15:03

  7. 14:22

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel