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Ein Modell der Raumsonde Voyager 1
Ein Modell der Raumsonde Voyager 1 (Bild: Nasa)

Voyager 1 Die Sonde am Rande des Sonnensystems

Die Sonde Voyager 1 machte sich auf, in den interstellaren Raum zu fliegen. Das habe sie jetzt geschafft, teilt die Nasa mit. Messdaten, die die Sonde noch immer an die Erde funkt, sollen dies belegen.

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Wer wissen will, wo sich die Sonde Voyager 1 befindet, muss das Sternbild Schlangenträger suchen. Die Sterne des Schlangenträgers liegen vor der Milchstraße. Der hellste Stern ist Ras Alhague. Er ist 47 Lichtjahre entfernt. So weit ist Voyager 1 noch nicht gekommen. Zu sehen ist sie längst nicht mehr, nur noch ihr Radiosignal können wir empfangen. Denn die Sonde ist mehr als 124 Astronomische Einheiten (AE) von der Erde entfernt, also 124-mal so weit wie die Erde von der Sonne. Das sind circa 18,6 Milliarden Kilometer. Damit hat sie wohl endgültig den interstellaren Raum erreicht.

Um die Strecke zurückzulegen, hat sie 36 Jahre gebraucht. Nicht weil sie langsam fliegt, gegenwärtig beträgt ihre Reisegeschwindigkeit 17,043 Kilometer pro Sekunde. Sondern weil der Übergang zwischen dem Einflussbereich der Sonne und dem interstellaren Raum fließend ist und ziemlich groß - etwa 110 bis 150 Astronomische Einheiten.

Vom Termination Shock zur Heliopause

Etwa seit Ende 2002 passiert die Sonde diese Heliosphäre, die selbst aus mehreren Bereichen besteht: dem inneren Termination Shock, dem Heliosheath und schließlich der äußeren Heliopause, durch die sie nach Angaben der Nasa jetzt hindurchgeflogen ist - und damit als erstes von Menschen gebautes Objekt in den eigentlichen Weltraum vordringt.

  • Das Familienporträt von 1990 mit 6 Planeten, aufgenommen aus über 6 Milliarden Kilometer Entfernung von der Erde (Bild: Nasa)
  • Der Jupiter in Echtfarben (Bild: Nasa)
  • Im hellsten Streifen etwa in der Mitte ist ein kleiner blauer Punkt. Die Aufnahme stammt aus dem Familienporträt und sind die letzten, die Voyager 1 gemacht hat. (Bild: Nasa)
  • Die Atmosphäre des Titan (Bild: Nasa)
  • Der Saturn (Bild: Nasa)
  • Ein aktiver Vulkan auf Io (Bild: Nasa)
  • Das Modell der Voyager-Sonden (Bild: Nasa)
  • Die Heliosphäre mit der ungefähren Position der beiden Voyager-Sonden (Bild: Nasa)
  • Die goldene Schallplatte (Bild: Nasa)
  • Ein Vulkanausbruch auf dem Jupitermond Io gehört zu den spektakulärsten Aufnahmen von Voyager 1. (Bild: Nasa)
Die Heliosphäre mit der ungefähren Position der beiden Voyager-Sonden (Bild: Nasa)

Voyager 1 lieferte dabei Daten, die ihre verbleibenden Instrumente erfassen, etwa das Triaxial Fluxgate Magnetometer, das an einem 13 Meter langen Ausleger der Sonde befestigt ist und mit seinen vier Sensoren Messungen des Magnetfeldes macht. Mit deren Hilfe konnte sie am 16. Dezember 2004 auch den Eintritt in den Termination Shock melden.

Am Rande des Sonnensystems

Ende Mai 2005 erreichte die Sonde dann das Heliosheath, den Kern des Magnetfelds, das die Sonne umgibt und die interstellaren Winde abhält. Im Außenbereich ist das Magnetfeld nicht mehr stabil, sondern besteht aus mehreren magnetischen Blasen. Seit 2010 vermutete die Nasa, dass Voyager sich in der äußersten Schicht der Heliosphäre befindet, der sogenannten Heliopause. Dort entdeckte Voyager im Dezember 2012 eine bislang unbekannte Region, die den Namen Magnetic Highway erhielt, eine ähnlich magnetisch intensive Gegend wie der Termination Shock.

Voyager 1 funkt immer noch nach Hause 

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David64Bit 16. Sep 2013

Dann sollte man aber auch Konsequent sein und den Sternen die Lichter auspusten...

Fenster 16. Sep 2013

Da draußen gibt kein Sonnenlicht mehr, welches zur Energiegewinnung verwendet werden...

Hotohori 16. Sep 2013

Gut, also wird Track 1 mit Sicherheit nen Krieg auslösen. ;D

freddypad 16. Sep 2013

Ich würde eher 10 Mal in direkter Folge im Lotto gewinnen, als dass die Sonden im...

JensM 16. Sep 2013

Das ist kein Fehler sondern missverständlich formuliert. Im genannten Wikipedialink...



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