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Das Mitschneiden von Stimmen ist in Deutschland strafbar.
Das Mitschneiden von Stimmen ist in Deutschland strafbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Voiceprint: Stimmenerkennung ist die neue Gesichtserkennung

Das Mitschneiden von Stimmen ist in Deutschland strafbar.
Das Mitschneiden von Stimmen ist in Deutschland strafbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Statt mit einem Passwort können sich Bankkunden mittlerweile mit ihrer Stimme am Telefon identifizieren. Akustische Biometriesysteme werden in immer mehr Firmen eingesetzt. Die Gefahr: Auch Geheimdienste und Staaten können auf die Technik zugreifen.

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal widersprochen, als Ihnen eine butterweiche, weibliche Stimme am anderen Ende der Hotline mitteilte, dass das Gespräch nun aufgezeichnet werde? Für Übungszwecke. Man denkt, üben müssen wir ja alle mal - und schweigt.

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Natürlich muss nicht hinter jeder Hotline das Böse lauern. Aber weder erfährt man in der Regel, was genau Übungszwecke sind, noch wann die Daten eigentlich wieder gelöscht werden. Oft genug werden Kunden in der Hotline erst gar nicht nach ihrer Einwilligung gefragt: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fand 2011 heraus, dass die Hälfte aller befragten Unternehmen die Anrufe ihrer Kunden ohne vorherigen Hinweis aufnimmt. Besonders intensiv betreibt dies offenbar die Bank ING-DiBa, die sich auf eine Regel in ihren AGB beruft. Ohne Einwilligung ist das Mitschneiden von Stimmen in Deutschland aber strafbar.

Unternehmen gehen dieses Risiko offenbar bewusst ein. Aus gutem Grund, denn derlei Aufzeichnungen sind für sie wirtschaftlich interessant - nicht nur für besagte Übungszwecke. Unternehmen schaffen damit neue Produkte. Stimmen sammeln aber auch andere, zum Beispiel Staaten und Geheimdienste.

Banken wollen Betrug vorbeugen

Ende 2014 veröffentlichte die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) einen Bericht, in dem sie von stimmdatenhungrigen Unternehmen und Staaten schreibt. Nach AP-Recherche kam unter anderem heraus, dass die zwei amerikanischen Banken Chase und Wells Fargo stillschweigend die Stimmen ihrer Kunden sammeln. Die Banken begründeten diesen Schritt mit Betrugsbekämpfung.

Das könnte etwa gegen Attacken via Social Engineering helfen. Dabei manipulieren Angreifer Menschen, zum Beispiel Hotline-Mitarbeiter, um an Passwörter ihrer Opfer zu gelangen. Tatsächlich stellt Social Engineering eine große Gefahr dar, wie der Hack gegen den Wired-Redakteur Mat Honan zeigte. Um dessen iCloud-Account zu übernehmen, riefen die Angreifer einfach bei der Apple-Hotline an, gaben sich als Mat Honan aus und gaben leicht zu erhaltende Daten an. Stimmenerkennung könnte solche Angriffe erschweren.

Die erste reine Telefonbank

Auch andere Unternehmen, darunter vor allem Banken, haben teilweise hehre Absichten: Mitte 2013 hat die britische Bank Barclays Stimmenerkennung für ihre Kunden eingeführt. Damit können sie komfortabel Telefonbanking betreiben, völlig ohne PIN. Kunden der Bank müssen beim Telefonbanking nur etwa dreißig Sekunden sprechen. Dieser Mitschnitt wird dann mit einem vorher angelegten Voiceprint, einer Art akustischem Fingerabdruck, abgeglichen. Barclays nutzt dafür im Wesentlichen die Software des Unternehmens Nuance, die auch hinter Siri, dem Sprachassistenten von Apple, steht.

Die südafrikanische Bank Transunion geht noch einen Schritt weiter. Sie erklärte vor wenigen Tagen, sie sei eine Partnerschaft mit dem Biometrie-Dienst Onevault eingegangen. Die Authentifizierung der Bankkunden gehe damit bis zu 80 Prozent schneller als mit normalen Methoden, sagte ein Banksprecher. Transunion will nun die erste Voice Bank in Südafrika errichten, eine reine Telefonbank.

Voiceprints allein bieten keine Sicherheit 

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TheBigLou13 06. Mai 2015

Ohne zu meckern: Bei der Qualität kann man doch gar nicht mehr eindeutig sagen ob eine...

narfomat 05. Mai 2015

stimmt. allerdings ist das bei uns soweit ich weiss ein rechtliches problem, da man die...

Hotohori 30. Apr 2015

den normalen Bürger warnen sie vor einer Welt, die wir auf keinen Fall möchten. Den Rest...

Hotohori 30. Apr 2015

Das ist deine These, aber wer weiß wie gut diese Systeme heute bereits sind und solche...



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