Abo
  • Services:
Anzeige
Zwar nutzt kaum noch jemand Disketten, der Code zur Emulation von Diskettencontrollern kann aber immer noch Sicherheitsrisiken bergen.
Zwar nutzt kaum noch jemand Disketten, der Code zur Emulation von Diskettencontrollern kann aber immer noch Sicherheitsrisiken bergen. (Bild: Floppy/Wikimedia Commons)

Virtualisierung: Venom-Lücke in Diskettentreiber von KVM und Xen

Zwar nutzt kaum noch jemand Disketten, der Code zur Emulation von Diskettencontrollern kann aber immer noch Sicherheitsrisiken bergen.
Zwar nutzt kaum noch jemand Disketten, der Code zur Emulation von Diskettencontrollern kann aber immer noch Sicherheitsrisiken bergen. (Bild: Floppy/Wikimedia Commons)

Ein Fehler im Diskettentreiber von QEMU kann in verschiedenen Virtualisierungslösungen zu einer Sicherheitslücke führen. Sie lässt sich selbst dann ausnutzen, wenn überhaupt kein virtuelles Diskettenlaufwerk genutzt wird.

Anzeige

In der Emulationssoftware QEMU wurde ein Buffer Overflow gefunden, der für verschiedene Virtualisierungslösungen ein Sicherheitsrisiko darstellen kann. Der Fehler befindet sich im Code zur Emulation von Diskettenlaufwerken. Die Programme KVM und Xen nutzen beide den Emulationscode von QEMU und sind somit von der Lücke betroffen.

Entdeckt wurde der Fehler von Jason Geffner, einem Mitarbeiter der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike. Die Lücke hat den Namen Venom erhalten, die Abkürzung steht für Virtualized Environment Neglected Operations Manipulation. In der National Vulnerability Database (NVD) wird die Lücke unter der Id CVE-2015-3456 geführt.

Gast-System kann Code auf dem Host ausführen

Die Lücke kann dazu genutzt werden, aus einem virtuellen System auszubrechen und Code auf dem Host-System auszuführen. Selbst virtuelle Maschinen, in denen überhaupt kein virtuelles Diskettenlaufwerk konfiguriert ist, sind von der Lücke betroffen. Ein zweiter von der Sicherheitslücke unabhängiger Fehler sorgt dafür, dass auch dann ein Zugriff auf den virtuellen Diskettencontroller möglich ist.

Die Webseite zur Lücke liefert nur wenige Details. Ein Blog-Eintrag von Red Hat gibt einige weitere Informationen. Demnach kann es beim Schreibzugriff auf den FIFO-Buffer des Diskettencontrollers in bestimmten Situationen zu einem Buffer Overflow kommen, und ein Angreifer kann Speicherbereiche überschreiben. Red Hat geht davon aus, dass eine Codeausführung auf dem Host-System möglich ist, es gibt allerdings noch keinen öffentlich bekannten Exploit.

Xen hat ein Security Advisory zu der Lücke herausgegeben, darin sind auch Patches verlinkt. Für QEMU/KVM gibt es ebenfalls einen Patch. Amazon hat in einer Meldung bekanntgegeben, dass für Kunden der Amazon Web Services kein Risiko bestehe. Ob Amazon vorab über die Lücke informiert wurde oder ob deren Services aufgrund der Konfiguration der virtuellen Maschinen nicht betroffen sind, geht aus der Meldung nicht hervor.

Nur für wenige Nutzer kritisch

Wirklich kritisch ist VENOM nur für wenige Nutzer. Lediglich wenn auf einem Gastsystem nicht vertrauenswürdige Nutzer direkten Zugriff auf den Diskettencontroller haben, besteht ein Problem. Unter Linux ist das in der Regel nur der Root-Nutzer, unter Windows-Systemen haben jedoch auch gewöhnliche Nutzer meist diese Möglichkeit. Betroffen sind von Venom in erster Linie Webhoster, die ihren Kunden virtuelle Server anbieten.

Nachtrag vom 13. Mai 2015, 18:42 Uhr

Wir hatten ursprünglich geschrieben, dass für QEMU noch kein Patch bereitstehe. Das war falsch, wir haben jetzt den Patch im Text verlinkt.


eye home zur Startseite
TheUnichi 20. Mai 2015

Ahhhhh ja, richtig, die meistgenutzten Lösungen im Business. Du nimmst 3 von mir...

Lala Satalin... 14. Mai 2015

Das steht doch im Artikel. Es betrifft auch VMs über QEMU, die kein Diskettenlaufwerk...

RaZZE 13. Mai 2015

Funktioniert übrigens perfekt.

RaZZE 13. Mai 2015

Website hoster nicht zwingend. Aber vserver werden oft auf qemu deployt



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin
  3. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln
  4. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 19 % Cashback bekommen
  2. 452,83€ (keine Versand- und Zollkosten mit Priority Line)
  3. (täglich neue Deals)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  3. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen


  1. Smartphones

    iOS legt weltweit zu - außer in China und Deutschland

  2. Glasfaser

    Ewe steckt 1 Milliarde Euro in Fiber To The Home

  3. Nanotechnologie

    Mit Nanokristallen im Dunkeln sehen

  4. Angriff auf Verlinkung

    LG Hamburg fordert Prüfpflicht für kommerzielle Webseiten

  5. Managed-Exchange-Dienst

    Telekom-Cloud-Kunde konnte fremde Adressbücher einsehen

  6. Rockstar Games

    Spieleklassiker Bully für Mobile-Geräte erhältlich

  7. Crimson Relive Grafiktreiber

    AMD lässt seine Radeon-Karten chillen und streamen

  8. Layout Engine

    Facebook portiert CSS-Flexbox für native Apps

  9. Creators Update für Windows 10

    Microsoft wird neue Sicherheitsfunktionen bieten

  10. Landgericht Traunstein

    Postfach im Impressum einer Webseite nicht ausreichend



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Canon EOS 5D Mark IV im Test: Grundsolides Arbeitstier mit einer Portion Extravaganz
Canon EOS 5D Mark IV im Test
Grundsolides Arbeitstier mit einer Portion Extravaganz
  1. Video Youtube spielt Livestreams in 4K ab
  2. Ausgabegeräte Youtube unterstützt Videos mit High Dynamic Range
  3. Canon EOS M5 Canons neue Systemkamera hat einen integrierten Sucher

Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

Travelers Box: Münzgeld am Flughafen tauschen
Travelers Box
Münzgeld am Flughafen tauschen
  1. Apple Siri überweist Geld per Paypal mit einem Sprachbefehl
  2. Soziales Netzwerk Paypal-Zahlungen bei Facebook und im Messenger möglich
  3. Zahlungsabwickler Paypal Deutschland bietet kostenlose Rücksendungen an

  1. Re: Wo sind die Applehater...

    Niaxa | 19:20

  2. Re: Nacktsichtbrille

    Kleine Schildkröte | 19:19

  3. Re: Ergänzung...

    FreiGeistler | 19:16

  4. Re: Dann halt wieder wie früher

    BLi8819 | 19:14

  5. Re: Sich bloss nicht ausliefern wenn irgendwie...

    NoLabel | 19:11


  1. 18:02

  2. 16:46

  3. 16:39

  4. 16:14

  5. 15:40

  6. 15:04

  7. 15:00

  8. 14:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel