Anzeige
Spaceship Two: Überschallgeschwindigkeit, aber keine Schwerelosigkeit
Spaceship Two: Überschallgeschwindigkeit, aber keine Schwerelosigkeit (Bild: Virgin Galactic)

Virgin Galactic: Spaceship Two fliegt mit Raketenantrieb

Spaceship Two, das Raketenflugzeug des Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic, hat bei einem Testflug erstmals sein Raketentriebwerk gezündet. Bis in den Weltraum ist das Spaceship aber noch nicht gekommen. Dorthin soll es aber noch in diesem Jahr vordringen.

Anzeige

Spaceship Two ist zum ersten Mal mit Raketenantrieb geflogen. Das Raketenflugzeug hat dabei die Schallmauer durchbrochen, es ist aber nicht bis in den Weltraum aufgestiegen. Damit ist das von Richard Branson gegründete Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic seinem Ziel, kommerzielle Raumflüge anzubieten, näher gekommen.

Um 7:02 Uhr Ortszeit (16:02 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, MESZ) am 29. April 2013 startete das Transportflugzeug Whiteknight Two mit dem darunter befestigten Spaceship Two vom Mojave Air and Space Port im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Gespann stieg bis in eine Höhe von rund 14.300 Metern auf.

Um 7:48 Uhr (16:48 Uhr MESZ) klinkte die Whiteknight Two das Spaceship Two aus. Nach einigen Sekunden zündeten die Piloten Mark Stucky und Mike Alsbury das Raketentriebwerk, das Spaceship Two bis auf Mach 1,2 beschleunigte, also bis auf Überschallgeschwindigkeit. Dabei stieg das Raketenflugzeug bis in eine Höhe von über 16.764 Metern auf. Der Raketenantrieb brannte plangemäß 16 Sekunden. Danach segelte das Spaceship Two zur Erde zurück und landete gegen 8 Uhr (17 Uhr MESZ).

Branson zufrieden

"Das ist ein bedeutsamer Tag und der bislang wichtigste Testflug für das Virgin-Galactic-Programm", jubelte Unternehmensgründer Branson in seinem Blog. An diesem Tag hätten sie erstmals "die beiden Schlüsselelemente für unser Raumfahrtsystem - das Raumfahrzeug und seinen Raketenmotor, die beide zuvor jahrelang umfangreich für sich getestet wurden - zusammengebracht".

  • Das Spaceship Two hat kurz nach dem Ausklinken vom Transportflugzeug Whiteknight Two das Raketentriebwerk gezündet. (Foto: Mars Scientific.com/Clay Center Observatoty)
  • Es brannte 16 Sekunden und beschleunigte das Spaceship Two auf Überschallgeschwindigkeit (Mach 1,2). (Foto: Virgin Galactic)
  • Unternehmensgründer Richard Branson gratuliert Spaceship-Two-Pilot Mark Stucky... (Foto: Mark Greenberg)
  • .. und freut sich mit Burt Rutan, dem Konstrukteur des Raketenflugzeugs. (Foto: Mark Greenberg)
Das Spaceship Two hat kurz nach dem Ausklinken vom Transportflugzeug Whiteknight Two das Raketentriebwerk gezündet. (Foto: Mars Scientific.com/Clay Center Observatoty)

Tatsächlich ist Virgin Galactic hinter seinem eigenen Zeitplan zurück: Die ersten Tests mit dem Raketentriebwerk hätten bereits Ende 2012 stattfinden sollen. Im Dezember 2012 wurde das Spaceship Two mit angebautem Triebwerk im Gleitflug getestet. Bei den Gleittests davor war Spaceship Two stets ohne Motor unterwegs gewesen. Branson hofft, dass Spaceship Two noch in diesem Jahr bei einem Testflug seine volle Flughöhe erreichen wird.

Fünf Minuten Schwerlosigkeit

Die kommerziellen Raumflüge, die Virgin Galactic künftig anbieten will, werden bis in eine Höhe von etwa 100 Kilometern hinaufführen. Dafür muss das Triebwerk etwa anderthalb Minuten brennen. Diese Höhe wird im Allgemeinen als die Grenze zum Weltraum angesehen. Dort herrscht Schwerelosigkeit. Die Weltraumtouristen können ihren Sitzgurt lösen und schwerelos durch die Kabine schweben. Das Spaceship Two soll etwa fünf Minuten in dieser Höhe bleiben und dann zurück zur Erde gleiten.

200.000 US-Dollar soll der Ausflug in den unteren Weltraum kosten. Interessenten können ihn bereits buchen. Über 500 Reservierungen sollen bereits vorliegen. Wann sie ihren Flug antreten können, ist allerdings noch unklar. Im Oktober 2011 eröffnete Virgin Galactic seinen Weltraumflughafen Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico. Kurz darauf sagte Geschäftsführer Stephen Attenborough der BBC, das kommerzielle Programm werde 2013 starten. Das erklärte auch Branson noch einmal im vergangenen Sommer auf der Luftfahrtmesse in Farnborough.


eye home zur Startseite
RedNifre 02. Mai 2013

Warum verschwendet Ugg so viel Zeit auf die Erforschung des Feuers, wo man Fleisch doch...

digestif 01. Mai 2013

Für mich das Spiel das Jahres, ach, mindestens der 5 letzten Jahre! Selten haben sich...

digestif 01. Mai 2013

Weil's teurer ist. Für nen echten Orbitalflug muss man mindestens 8km/s draufhaben (das...

fletschge 01. Mai 2013

We're doomed! :-)

Kaiser Ming 30. Apr 2013

mit ner Vektordüse (beweglich) schon aber kA wie siehs tatsächlich machen

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP-Betreuer FI/CO (m/w)
    Endress+Hauser Conducta GmbH+Co.KG, Gerlingen bei Stuttgart
  2. IT Specialist Security (m/w)
    Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  3. Software Application Engineer (m/w) Safety Software BU HEV
    Continental AG, Nürnberg
  4. Forschungsingenieur/in für Fahrzeug-Kommunikation
    Robert Bosch GmbH, Hildesheim

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Quantum Break

    27-GByte-Patch deaktiviert das Upscaling

  2. Torsploit

    Früheres Mitglied der Tor-Entwickler half dem FBI

  3. Emulation

    Windows 95 auf der Apple Watch

  4. Valve Steam

    Zwei-Faktor-Authentifizierung hilft gegen Cheater

  5. Hitman

    Patch behindert Spielstart im Direct3D-12-Modus

  6. Peter Molyneux

    Lionhead-Studio ist Geschichte

  7. Deskmini

    Asrock zeigt Rechner mit Intels Mini-STX-Formfaktor

  8. Die Woche im Video

    Schneller, höher, weiter

  9. Ransomware

    Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt wurde verschlüsselt

  10. Kabelnetzbetreiber

    Angeblicher 300-Millionen-Deal zwischen Telekom und Kabel BW



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Spielebranche: "Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
Spielebranche
"Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
  1. Neuronale Netze Weniger Bugs und mehr Spielspaß per Deep Learning
  2. Spielebranche "Die große Schatztruhe gibt es nicht"
  3. The Long Journey Home Überleben im prozedural generierten Universum

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Alphabay Darknet-Marktplatz leakt Privatnachrichten durch eigene API
  2. Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen will 13.500 Cyber-Soldaten einstellen
  3. Angebliche Zukunftstechnik Sirin verspricht sicheres Smartphone für 20.000 US-Dollar

LizardFS: Software-defined Storage, wie es sein soll
LizardFS
Software-defined Storage, wie es sein soll
  1. Security Der Internetminister hat Heartbleed
  2. Enterprise-IT Hunderte Huawei-Ingenieure haben an Telekom Cloud gearbeitet
  3. HPE Hyper Converged 380 Kleines System für das schnelle Erstellen von VMs

  1. Re: Black & White war ein echt mieses Spiel

    Aslo | 00:41

  2. Re: Warum auf ner Smartwatch und nicht auf einem...

    TC | 00:25

  3. Re: Bereits durchgespielt.

    Nibbels | 00:16

  4. Re: Windows interessiert mich nicht mehr

    Maatze | 00:16

  5. Re: Fehler im Artikel: System ist noch nicht in...

    xMarwyc | 00:12


  1. 14:52

  2. 11:42

  3. 10:08

  4. 09:16

  5. 13:13

  6. 12:26

  7. 11:03

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel