Sophos hält Updatefunktion irrtümlicherweise für Schadsoftware.
Sophos hält Updatefunktion irrtümlicherweise für Schadsoftware. (Bild: Sophos)

Virenscanner Sophos hält eigenes Update für Schadsoftware und schaltet ab

Die Sicherheitslösungen von Sophos haben sich selbst außer Gefecht gesetzt. Mit einem fehlerhaften Update wurden falsche Signaturdateien eingespielt, die die Sophos-Update-Funktion fälschlicherweise als Schadsoftware erkannt und deaktiviert haben.

Anzeige

Am späten Abend des 19. September 2012 hat Sophos eine fehlerhafte Signaturdatei veröffentlicht und an die eigenen Sicherheitslösungen verteilt. Nach dem Einspielen der Signaturdatei wurden etliche Programme mit integrierten Updatefunktionen fälschlicherweise als Schadsoftware erkannt. Dazu gehörte auch die Updatekomponente der Sophos-Software.

Die Sicherheitslösungen von Sophos machten die vermeintliche Schadroutine unschädlich und beschädigten damit auch die Updatefunktion der Sicherheitslösungen, beklagten sich etliche Sophos-Kunden im Firmenforum. Aber neben der Sophos-eigenen Updatekomponente wurden auch Updatefunktionen in anderen Anwendungen irrtümlicherweise als Schadsoftware eingestuft, erklärt Sophos den Vorfall in einem Knowledge-Base-Artikel und bestätigt ihn damit.

Sophos hatte auf den betroffenen Systemen die vermeintliche Schadsoftware "ssh/updater-B" entdeckt. Sophos hatte nach eigener Aussage kurze Zeit nach dem Fehler eine neue Signaturdatei ausgeliefert, die den Fehler nicht mehr enthält. Wer allerdings aufgrund der Aktivität der Sicherheitslösung keine Updates mehr einspielen kann, muss die Updatekomponente zunächst reaktivieren. Die genaue Vorgehensweise beschreibt der Knowledge-Base-Artikel von Sophos.

Welche anderen Anwendungen noch von dem Vorfall betroffen sind, sagte Sophos nicht. Auch in Sophos' Blogbeitrag zu dem Vorfall gibt es vom Hersteller keine Erklärung dazu, wie es zu diesem Fehler gekommen ist.

Nachtrag vom 20. September 2012, 12:11 Uhr

Mittlerweile hat Sophos den im Artikel verlinkten Knowledge-Base-Artikel in deutscher Sprache bereit gestellt. Die betreffende Textpassage wurde aktualisiert.


Martin F. 20. Sep 2012

Ich hatte bislang nur einmal einen Virus auf einem Handy. Als das Handy neu war. Also...

SoniX 20. Sep 2012

Avast hatte ich mal versucht... So vor 2 jahren. Endete in Bluescreens :-D Sonst wars...

pythoneer 20. Sep 2012

+1

derdiedas 20. Sep 2012

was ja so falsch nicht ist :-)

Schnickschnack 20. Sep 2012

... so sägt man den Ast ab, auf dem man sitzt. Ohne Updater gibt's keine einfach...

Kommentieren



Anzeige

  1. Experte (m/w) Facharchitektur - Banksteuerung
    KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main
  2. Lead-Ingenieur (m/w) Embedded-Software
    über KÖNIGSTEINER AGENTUR GmbH, Frankfurt am Main
  3. IT support analyst (m/w)
    Limagrain GmbH, Edemissen
  4. Developer Java / J2EE (m/w)
    HSE24, Ismaning (Raum München)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ausländische Geheimdienste

    BSI misstraut Vodafone

  2. Stylebop.com

    Onlinehändler kündigt Beschäftigte nach Verdi-Aktion

  3. Benchmark-Beta

    DirectX 12 und Mantle gleich schnell in 3DMark

  4. WLAN im Flugzeug

    Air Berlin berechnet 18,90 Euro für 120 MByte

  5. KDE-Pakete

    Kubuntu ersetzt Neon durch Continuous Integration

  6. Angry Birds Stella Launcher im Test

    Ein bisschen Sailfish

  7. Benchmark

    Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M

  8. Systemkamera

    Sony Alpha 7 II mit 5-Achsen-Bildstabilisierung

  9. Streaming

    Amazons Fire TV Stick lässt sich tunen

  10. Facebook

    Flow bringt statische Typen für Javascript



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Assassin's Creed Rogue: Abstecher zu den Templern
Test Assassin's Creed Rogue
Abstecher zu den Templern
  1. Assassin's Creed Unity Patch-Evolution statt Revolution
  2. Test Assassin's Creed Unity Schöner meucheln in Paris
  3. Radeon und Geforce Grafiktreiber von AMD und Nvidia für Call of Duty und Unity

IMHO zum Jugendmedienschutz: Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
IMHO zum Jugendmedienschutz
Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
  1. Pornofilter Internet Provider gegen britische Zensurkultur
  2. Internetzensur Tor und die große chinesische Firewall
  3. Kein britisches Modell Medienrat will Pornofilter ohne Voraktivierung

Lichtfeldkamera Lytro Illum: Das Spiel mit der Tiefenschärfe
Lichtfeldkamera Lytro Illum
Das Spiel mit der Tiefenschärfe
  1. Lichtfeldkamera Lytro will in neue Märkte einsteigen
  2. Augmented Reality Google investiert 542 Millionen US-Dollar in Magic Leap
  3. Lytro Lichtfeldfotografie bildet die Tiefe der Welt ab

    •  / 
    Zum Artikel