Virenscanner Kritik am Test der Stiftung Warentest

In einem offenen Brief kritisieren Hersteller von Sicherheitssoftware den von der Stiftung Warentest durchgeführten Test von Virenscannern. Er berücksichtige nicht die Alltagsanforderungen moderner Sicherheitssoftware. Die Stiftung soll das im kommenden Heft klarstellen.

Anzeige

Acht Hersteller von Sicherheitsanwendungen haben zusammen mit dem deutschen AV-Test einen offenen Brief an die Stiftung Warentest verfasst. Zu den Herstellern gehören Symantec, McAfee, Panda und Trend Micro, die im Test nicht gut abgeschnitten haben. Aber auch Kaspersky Lab haben den offenen Brief unterzeichnet, die vergleichsweise gut abgeschnitten haben. Zudem gehören Checkpoint, F-Secure und Ikarus zu den Unterzeichnern des offenen Briefs.

Die Unterzeichner werfen der Stiftung Warentest vor, dass die Testmethoden für den aktuellen Virenscannertest nur unzureichend dokumentiert seien und der Eindruck entstanden sei, dass veraltete Testmethoden genutzt wurden, die heutzutage keine Aussagekraft mehr haben würden. Es wird kritisiert, dass damit nicht "die Funktionsweise moderner Sicherheitssoftware" geprüft werden könne. Außerdem könne damit nicht das Verhalten der Benutzer oder der Umgang mit Infektionen beurteilt werden.

Test einzelner Sicherheitsfunktionen ist sinnlos

Im Test der Stiftung Warentest sei vor allem die signaturbasierte Erkennung von Schadsoftware untersucht worden. Dabei wurden gezielt einzelne Funktionen der Sicherheitsanwendungen ausgeschaltet. Das sei aber nach Angaben der Kritiker nicht sinnvoll. Eine Sicherheitsanwendung werde sinnvollerweise mit allen zur Verfügung stehenden Schutzfunktionen untersucht. So könne sichergestellt werden, dass Produkte nicht benachteiligt werden, weil sie eine bestimmte Technik nicht nutzen, aber in der gleichen Situation mit einer anderen Technik ebenfalls erfolgreich sind.

Die Stiftung Warentest hatte einige Sicherheitsanwendungen kritisiert, weil sie ohne bestehende Internetverbindung weniger Schadsoftware erkennen würden. Für den Testfall wurde ein USB-Stick auf einer Reise mit einem Notebook verbunden. Auf dem USB-Stick befand sich Schadsoftware und die hätte laut Stiftung Warentest die Rechner befallen können, weil die Sicherheitsanwendung diese teilweise nicht erkannt habe. Nach Ansicht der Kritiker sei es nicht sinnvoll, heutzutage Sicherheitsprodukte ohne bestehende Internetverbindung zu testen. Denn das Internet sei die "Hauptinfektionsquelle" und Schadsoftware benötige "das Internet, um Schaden anzurichten". Denn moderne Schadsoftware sei darauf ausgerichtet, Daten via Internet zu stehlen.

Tests ohne Internetanbindung nicht zeitgemäß 

Youssarian 06. Apr 2012

Du bist ja ein ganz schlaues Kerlchen. Ich frage mich nur, was Deine Entgegnung mit...

Vollhorst 05. Apr 2012

Das seh ich auch so. Zu den Argumenten weiter oben, man kann eine virtuelle Maschine auch...

bugmenot 05. Apr 2012

Also in erkennen von bekannten Viren sind die eigentlich alle gut, ausser Antivir. Was...

Sukram71 05. Apr 2012

Virenscanner in einer VM zu testen ist unfachmännisch. An dieser Erkenntnis führt kein...

cepe 04. Apr 2012

heee, das war gerade so eine schöne Diskussion. Und du machst sie mit sowas einfach...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Systemadministrator/in IT System Analyst (m/w)
    DE-STA-CO, Oberursel bei Frankfurt
  2. (Junior) IT Berater (m/w) Java / Datenbank-Entwicklung
    cimt ag, Düsseldorf
  3. Solution Manager/IT-Spezialist DMS und Workflow (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg
  4. Research Fellow (m/w)
    Universität Passau, Passau

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Sony: Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen
Sony
Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

Störfeuer von Sony: Kurz vor der Enthüllung der nächsten Xbox hat Sony ein Video veröffentlicht, das zumindest einen verschwommenen Blick auf das Gehäuse der Playstation 4 gewährt.

  1. Temash, Kabini, Richland AMDs mobile APUs von 4 bis 35 Watt sind da
  2. Electronic Arts Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"
  3. Lords of the Fallen Witcher-2- und Ankh-Macher arbeiten an Rollenspiel

Windenergie: Google kauft Hersteller von Windkraftwerken
Windenergie
Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

Google steigt in das Energiegeschäft ein: Das Unternehmen hat Makani Power gekauft, einen Hersteller von Windturbinen. Makani soll ein Teil von Googles Forschungsabteilung Google X werden.

  1. Santa Clara Google Glass wird von Foxconn in den USA hergestellt
  2. Jeff Huber Auch der Chef von Google Maps tritt zurück

Zum Artikel